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Morgengruß von Helmut Harff: Männerpreise

Die spinnen, die Australier…

In Australien ist es augenscheinlich wie auch bei uns: Frauen verdienen im Schnitt weniger als Männer. Zumindest sagen das Statistiken aus. Da frage ich mich, ob es da nicht nur beim Einkommensunterschieden, sondern auch bei den Gründen dafür die gleichen Ursachen in Deutschland und Australien gibt.

Ich frage mich aber auch, ob die auf der anderen Seite der Erdkugel noch mehr spinnen, als hierzulande. Dort, im Melbourner Café „Handsome Her“, will man, dass Männer 18 Prozent mehr als Frauen bezahlen. Begründet wird dies damit, dass australische Frauen im Schnitt 18 Prozent weniger verdienen als die Männer.

Schön, das kann man selbstverständlich als Marketinggag abtun. Soll es nur das sein, wäre er gut, denn selbst im öffentlich-rechtlichen Rundfunk hierzulande wird darüber geredet. Doch was, wenn man das mal ernst nimmt? Müssten dann nicht Frauen auch länger auf die Kellnerin und ihren Kaffee warten als Männer? Wieso? Auch in Australien leben die Frauen länger als Männer. Männer hätten es demnach immer eiliger als Frauen. Ist das etwa ein Grund dafür, dass Frauen weniger als Männer verdienen?

Mh! Ist daran vielleicht wirklich etwas? Haben wir Männer weniger Zeit? Kann schon sein, schließlich leben wir nach allen Statistiken einige Jahre  weniger als Frauen. Uns bleibt einfach weniger Zeit um Geld zu verdienen. Wobei, wenn Frauen das ausgleichen wollten, müssten sie ja später in Rente gehen als Männer.

Da geht mir noch etwas durch den Kopf: Gehen Frauen weniger ins Café/Restaurant als Männer? Schließlich verdienen Sie ja viel weniger und müssten demzufolge auch weniger Geld für solche Vergnügungen haben als Männer. Wenn dem nicht so ist, wo sparen die Frauen? Beim Friseur, beim Shoppen, bei der Kosmetik? Vielleicht untersucht das mal jemand.

Wenn ich das Geld hätte, würde ich mal eine Studie in Auftrag geben, bei der geklärt werden sollte, wer mehr Geld ausgibt, Männer oder Frauen. Das wüsste ich gern mal über einen Zeitraum von einem Monat, einem Jahr und zehn Jahren. Vielleicht liest das ja jemand, der sich damit beschäftigt oder darüber seine Doktorarbeit schreiben will. Ich bin auf das Ergebnis sehr gespannt.

Sollte nun jemand auf die Idee kommen, es den Australiern nachzumachen und die Männer mehr als Frauen zur Kasse zu bitten, so sollte er zuvor seinen Rechtsanwalt konsultieren. Ich befürchte, dass das hierzulande mit der Verfassung nicht in Einklang zu bringen ist.

Doch als Werbegag ist  das, was man im Café „Handsome Her“ macht, einfach genial.

Ich wünsche Ihnen ein genussvolles und geschlechtsneutrales Frühstück. Meines wird weniger genussvoll – auf irgendeiner Autobahn-Raststätte.

 


Veröffentlicht am: 10.08.2017

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