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20.11.2017

 

 

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Morgengruss von Helmut Harff: Oh diese Jugend

... sagt heute kaum noch einer

In meiner Jugend hörte ich immer wieder den Satz "Oh diese Jugend". Das ging sicherlich auch Generationen nach mir so. Wir waren aufmüpfig, trugen Klamotten, die unsere Eltern nicht mochten. Von unserer Haarpracht gar nicht zu reden. Wir hörten Musik, von der sie keine Ahnung hatten und wollten ein Leben leben, dass sie kaum verstanden.

Wir Nachkriegskinder stellten Fragen und uns vielfach quer. Das war kein pubertäres Gehabe, das war jugendliches Aufbegehren. Wir wollten die Welt aus den Angeln heben, zumindest uns aber mit den Gegebenheiten nicht abfinden. Wir protestierten und hatten ganz sicher allen Grund dazu.

Und heute? Da hat 1999 die UNO festgelegt, dass am 12. August der Internationalen Tag der Jugend (International Youth Day) begangenen werden soll. Da müssen die alten Damen und Herren in der Generalversammlung der Weltorganisation die Jugend mit einem eigenen Gedenktag beschenken.

Wobei, als Gedenktag ist der gar nicht so verkehrt. Wenn man  heute stöhnt "Oh, diese Jugend", dann, weil die älter, langweiliger, abgeklärter erscheint, als ihre Elterngeneration. Das ist bitte alles andere als ein Kompliment.

Wir haben überall Krisen auf der Welt, doch die Jugend scheint das nicht zu interessieren. Wo bleiben die Proteste gegen den Brexit, wo gehen die Jugendlichen gegen einen drohenden Atomkrieg zwischen den USA und Nordkorea auf die Straße? Wo protestieren junge Leute gegen Politiker wie Trump oder Erdogan? Wo verlangen die Jungen eine Politikwende in Deutschland, wo protestieren sie gegen die Betrüger in den Chefetagen der Autokonzerne und die schleichende Enteignung von Sparern?

Ich merke nichts von Protesten. Ich lese dagegen, dass die Sparquote der deutsche Jugend dreimal so liegt, wie die der Alten. Geht man heute zu Schlagerfestivals - auch zu solchen, bei  der der Eintritt hoch ist - so sieht man sehr viele sehr junge Leute. Die Jugend von heute verehrt  Florian Silbereisen und Helene Fischer. Wollen die wirklich alle Spießer sein?

Spießer, das scheint die neue Bezeichnung für die Jugend 2017 zu sein. Das zeigt sich auch in der Mode. Junge Mode, das ist ein Relikt aus der Mottenkiste. Kaum noch ein Modehersteller präsentiert seine Stücke als  Mode für Menschen unter 25. Modemutige junge Menschen gehören heute auf die Liste der vom Aussterben bedrohten Arten.

Ehrlich, mir machen gesäuberte Hühnerställe und der Klimawandel, mir machen Trump, Erdogan und Merkel weniger Angst, als die Tatsache, dass die Jugend einfach zuhause bleibt und ihre Spargroschen zählt, die aber Jahr für Jahr an Wert verlieren.

Jetzt gehe ich erst einmal lecker Frühstücken - im tollen ****Hotel "Fernau" im österreichischen Stubaital. Es soll sogar mit dem Regnen aufhören.

Ich wünsche Ihnen ein genussvolles Frühstück.

 


Veröffentlicht am: 12.08.2017

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