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Aufgespießt (Helmut Harff, Chefredakteur): Volksmusik

... alles andere als spießig

Volksmusik, das ist für viele ein rotes Tuch. Dabei wird allerdings immer einiges durcheinander gebracht. Man vermengt volkstümliche Musik wie die von Mutter und Tochter Hellwig oder den volkstümlichen Schlager a la Voxclub mit der bis heute authentisch gepflegten Volksmusik, wie sie in den jeweiligen Regionen teilweise schon seit Generationen gespielt wird.

Wie ich darauf komme? Ich bin noch mit der besten Frau der Welt im österreichischen Stubaital. Hier fand am Sonntag die 21. Auflage von "Klingendes und singendes Stubaital" statt. Dazu eingeladen werden Musikgruppen aus der Region, aber auch aus anderen Teilen Österreichs, der Schweiz und Deutschland.

"Austragungsort" der musikalischen Begegnungen, seit Jahren organisiert vom Obmann des Tiroler Volksmusikvereins und Freitagsmusiger Peter Margreiter sowie seiner Frau Sonja, sind die Almwirtschaften im Pinnistal – einem kleinen und wunderschönen Seitental von Neustift. Hier treffen sich die Musiker zum Stubaier Almklang. Mikrofone und Verstärker sucht man vergebens. Das hat auch mal zur Folge, dass man einigen Gruppen schon sehr auf die Lederhosen oder das Dirndl rücken muss, um sie zu verstehen. Hier ist längst nicht immer Musik mit Radau verbunden, wie Wilhelm Busch einmal feststellte.

Wobei, von Radau kann ohnehin nicht die Rede sein, denn die Musiker im Alter von zirka 18 bis sicher 88 verstehen ihr Handwerk - egal ob Profis oder Menschen, die Musik machen als Hobby betreiben.

So breit  gefächert das Alter der Musiker, so breit oder noch breiter gefächert das Alter des Publikums. Das zieht nach einem eindrucksvollen Gottesdienst mitten in den Bergen - mit sehr viel Musik - von Alm zu Alm und lauscht dort den gut zwanzig Gruppen. Auch die ziehen den ganzen Tag über von Alm zu Alm. Wem der Weg zu weit ist, bleibt einfach in der Alm seiner Wahl sitzen und freut sich über jede  neu aufspielende Gruppe. Klar, dass für das leibliche Wohl ausreichend gesorgt ist.

Eigentlich beginnt das Volksmusikwochenende aber schon am Sonnabend mit dem sogenannten „Einklang in den Almklang“. Da ziehen die schon anwesenden Gruppen durch die Wirtschaften rund um das Zentrum von Neustift. Näher kann man den Musikern und der Musik nicht kommen. Ich kam den Musikern so nahe, dass ich sogar von einer Harfenistin spontan einen Heiratsantrag bekam. Sie, so erfuhr ich von der jungen Frau, wollte schon immer Harff heißen. Die Musikerin ist wirklich sehr jung und wir einigten uns auf eine Adoption.

Was Volksmusik so alles vermag. Sie ist eben immer jung und voller Überraschungen.

 


Veröffentlicht am: 14.08.2017

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