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Morgengruß von Helmut Harff: Und nun…

Ich habe keine Ahnung

Was schreibt man an einem Tag, nach dem es gleich zwei Terroranschläge in Katalonien gab, an einem Tag, an dem viele Menschen starben, sehr viele verletzt wurden und eine unbekannte Zahl von Menschen traumatisiert sind?

Ich könnte jetzt behaupten, dass mich das im Herzen tief getroffen hat. Ich könnte jetzt Krokodilstränen vergießen. Ich könnte jetzt behaupten, dass wir uns unser Leben nicht von solchen Anschlägen beeinflussen lassen. Dann würde ich das tun, was Leute tun, die in gepanzerten Limousinen unterwegs sind und deren Klofenstern sogar mit Panzerglas ausgestattet sind. Ja, ich meine die Politiker.

Ich könnte jetzt auch klug daher schwafeln, ich könnte die Arbeit der Sicherheitsdienste loben oder kritisieren. Ich könnte erklären, was da passiert, ich könnte so tun, als ob ich die Weisheit mit Löffeln gefressen hätte. Ich könnte das machen, was die sogenannten Experten machen.

Ich könnte auch im Minutentakt neue Meldungen posten. Ich könnte so tun, als ob ich informieren würde. Ich könnte auch im Minutentakt gerade gemeldetes wieder dementieren. Gibt es nichts neues, könnte ich auch schon bekanntes noch einmal publizieren oder einfach mal spekulieren. Dann würde ich das machen, was viele Kollegen machen und wohl auch machen müssen.

Und was mache ich? Ich bin nicht verwundert, ich bin sprachlos. Ich bin nicht verwundert, dass es niemand schafft, alle geplanten Terroranschläge zu verhindern, denn das kann niemand. Ich bin sprachlos über die Tatsache, dass es immer wieder Menschen gibt, die ideologisch verblendet andere ermorden. Ich bin sprachlos darüber, dass den Mördern völlig egal ist, wen sie da töten. Wer sich in die Luft sprengen will, wer im dem Auto in Menschenansammlungen rast, dem ist egal, ob da gerade seine Schwester oder sein bester Freund im Weg steht.

Ich bin auch ratlos, wenn ich darüber nachdenke, dass die, die da morden und dass die, die die Mordbefehle geben, nicht begreifen, dass ihr Tun ziemlich sinnlos ist. Terroristen werden die Welt nicht in ihrem Sinn nachhaltig verändern. In Paris, in London, in Berlin, in Nizza, in Brüssel und bald auch wieder in Barcelona geht das Leben seinen gewohnten Gang. Was bleibt ist die Trauer um die Toten, die Narben am Körper und auf den Seelen der Verletzten und Traumatisierten und – und das vor allen Dingen – die Wut auf die Mörder und ihre Hintermänner.

Wut ist aber kein guter Ratgeber. Wer voller Wut ist, der reagiert irrational, dem sind völlig unschuldige Opfer egal. Das sieht man heute an den Taten der Terroristen. Was wenn die Wut der Terroropfer sich einmal Bahn bricht? Das möchte ich nicht erleben. Ich möchte dann auch nicht hören, was Politiker und Experten dann an Sprechblasen absondern.

Irgendwie habe ich heute kein Appetit auf mein Frühstück.

Wie geht es Ihnen?

 


Veröffentlicht am: 18.08.2017

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