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Morgengruß von Helmut Harff: Abgelichtet

… im Namen der Sicherheit…

Wir leben in unsicheren Zeiten. Überall lauern Terroristen auf uns und trachten nach unserem Leben. Überall treiben ausländische Banden ihr Unwesen. Die Jugend von heute hat Spaß daran, Obdachlose anzuzünden oder Frauen von U-Bahntreppen zu stoßen. Von der ganz normalen Kriminalität mal ganz zu schweigen.

Stimmt, höre ich jetzt von allen Seiten. Stimmt auch, dass die Polizei aufrüsten muss, uns alle auf Schritt und Tritt überwachen muss. Wer unschuldig ist, hat ja auch nichts zu befürchten – sagt man gern.

Doch stimmt das wirklich? Ja, es gibt Terroristen und die gehen über Leichen. Es gibt aber viel mehr Autofahrer, Raser, Besoffene oder Unfähige, die töten und verletzten viel, viel mehr Menschen. Ja, es gibt Jugendliche, die ausflippen. Doch die meiste Gewalt passiert in den eigenen vier Wänden. Ja, es gibt ausländische Banden, doch es gibt auch sehr viele Kriminelle „Deutschen Blutes“.

Die gab es schon, als von Kameraüberwachung und Datenaustausch per Internet nur in Romanen zu lesen war. Was ich damit sagen will? Dass Kriminelle, dass zu allem entschlossene Terroristen, dass rücksichtslose Autofahrer und besoffene und bekiffte Jugendliche, genauso wie durchgeknallte und gewaltbereite „Fußballfans“ sich nicht von Kameras – ob mit oder ohne Gesichtserkennung - von ihren Taten nicht im geringsten abschrecken lassen.

Wie war das, wer unschuldig ist, hat auch nichts zu befürchten? Was, wenn ein Krimineller, ein Terrorist sich bei ihnen Autos leiht oder reparieren lässt? Was, wenn ein Krimineller immer ihr Banknachbar in der Bahn ist und sie sich sogar mit dem vermeidlich netten Kerl unterhalten? Was, wenn sie politisch nicht in den Kram passen?

Nicht in Deutschland? Dann denken Sie mal an die Berufsverbote nach dem in den 1970er Jahren die Notstandsgesetze in Kraft gesetzt wurden. Damit reagierte man auf den Terror der RAF. Man denke auch mal daran, wie aus einem demokratischen Regierungschef wie Erdogan einer wird, der jeden, der auch nur eine von seiner Meinung abweichende hat, mit Gefängnis nicht nur droht. Kann hier nicht passieren? So viel Optimismus habe ich nicht.

Kriminalität kann man mit noch so viel Überwachung nicht bekämpfen, schon gar nicht, das Treiben von Terroristen. Denen ist ja nicht einmal mit der Todesstrafe beizukommen. Schließlich nehmen die den eigenen Tod zumindest billigend in Kauf. Schnappt man ausländische Banden, so kommen die im allerbesten Fall hier ins Gefängnis. Ich habe den Eindruck, dass auch das nicht schreckt. Zuhause ist es in vielen Fällen noch schlimmer.

Kriminalität kann man nur bekämpfen, wenn man genügend Beamte hat, die dann den Verdachtsfällen auch nachgehen. Ein Beispiel gefällig? Gestern auf der Autobahn von Berlin Richtung Polen: Plötzlich zwei nagelneue weiße Transporter vor uns – ohne Nummernschilder. Was tut ein guter Staatsbürger? Er ruft die Polizei. Was macht die? Die schickt gleich mehrere Wagen, um die Autobahn abzusperren. Denkste, würde der Berliner sagen. Die Polizei bedankt sich ganz artig und meint, sie wird mal sehen, was sie tun kann. Wahrscheinlich waren alle gerade damit beschäftigt, Videos zu sehen – die von Überwachungskameras.

Völlig unbeobachtet mache ich mir mein Frühstück.

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Frühstück.

 


Veröffentlicht am: 25.08.2017

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