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18.11.2017

 

 

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Wenn das Tal ruft

Alpabtrieb im Montafon: Der krönende Abschluss eines erfolgreichen Alpsommers

Der Sommer neigt sich dem Ende zu und mit ihm die Zeit auf den Alpen. Für das Vieh bedeutet das die Rückkehr ins Tal. Dort wird der Höhepunkt der Alpsaison – wie es das Brauchtum verlangt – mit Musik, Speis und Trank feierlich begangen.

Wenn im September auf den Alpen die Weiden abgegrast sind und die Temperaturen allmählich sinken, heißt es für Mensch und Tier Abschied nehmen. Der große Tag verlangt jedoch einiges an Aufwand: so gelten das Binden der traditionellen „Maja“ (der Blumenschmuck, den die Tiere zur Feier des Alpabtriebs auf dem Kopf tragen) und das Polieren der Glocken als feste Bestandteile. Gut genährt und festlich geschmückt tritt das Vieh dann gemeinsam mit seinen Hirten die Heimreise an. Markus Netzer, Alpmeister der Alpe Spora in Tschagguns, ist einer von ihnen. „Nach fast 100 Tagen und einem Arbeitspensum von teilweise zwölf Stunden pro Tag überwiegt die Freude. Das Wichtigste ist, dass alle gesund ins Tal zurückkehren.“

Älpler, Einheimische und Touristen erwarten die geschmückten Herden im Tal und heißen diese feierlich willkommen. Bauernmärkte mit Spezialitäten direkt von den Alpen und Live-Musik bilden den passenden Rahmen dafür. Angestoßen wird auf die erfolgreiche Alpsaison und das Wohl der Heimkehrer. „Trotz des durchwachsenen Wetters, geprägt von Hitze und Unwettern, verlief der diesjährige Sommer ohne Zwischenfälle äußerst zufriedenstellend“, freut sich Markus Netzer.

„Maja“ – der traditionelle Kopfschmuck


Zum jährlichen Alpabtrieb gehört ohne Frage der traditionelle Kopfschmuck der Tiere. Die Vorbereitungen für das „Maja binda“, wie es im Montafon genannt wird, beginnen bereits eine Woche zuvor. In mühevoller Handarbeit entstehen aus Seidenblumen, Tannenspitzen und Erikakraut farbenprächtige Kränze und Kronen. Sie repräsentieren den ganzen Stolz der Bauern. Ellen Wachter, die das Handwerk von ihrer Mutter erlernt hat, weiß um deren besondere Bedeutung: „Geschmückt wird nur dann, wenn sowohl für Mensch als auch für Tier von einer unfallfreien Alpzeit gesprochen werden kann.“ Während früher die Verteilung des Kopfschmucks nach Größe und Aussehen erfolgte, nimmt heute nur noch die sogenannte „Milkstöfleri“ (jene Kuh, die am meisten Milch gegeben hat) eine Sonderstellung ein. Unten im Tal angekommen stellen sich die Tiere dann, fast einer Parade gleichkommend, zur Schau, bevor sie schließlich an ihre Besitzer übergeben werden.

Wer einen Einblick in die Kunst des traditionellen „Maja binda“ bekommen möchte, dem bietet sich im Rahmen der diesjährigen septimo, am 13. September, um 14:00 Uhr, die passende Gelegenheit. Das Älpler Team der Alpe Spora lässt sich bei den Vorbereitungen über die Schulter schauen und wer möchte darf sich auch selbst daran versuchen. 

Foto: Montafon Tourismus GmbH, Schruns/Johannes Netzer

 


Veröffentlicht am: 02.09.2017

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