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Smarte Helfer: Alexa, Siri, Cortana und Co.

Wie Sprachassistenten funktionieren

„Computer, starte das Raumschiff!“: Diesen Satz kennen viele aus Science-Fiction-Serien. Was vor ein paar Jahren noch Gedankenspielerei war, ist heute bereits in zahlreichen Haushalten Realität: Ein Sprachassistent, der neben einem schnellen Zugriff auf das Internet die Bedienung vieler technischer Geräte ermöglicht.

Laut einer Umfrage des Digitalverbandes Bitkom können sich 39 Prozent der Deutschen vorstellen, einen Sprachassistenten zu nutzen. Wie sie genau funktionieren, welche Vorteile sie für Verbraucher haben und welche Risiken sie bergen, weiß Dieter Sprott, Experte der ERGO Direkt Versicherungen.

Was ist ein Sprachassistent?

Sprachassistenten sind kleine Computer mit eingebauten Lautsprechern und Mikrofonen. Das bekannteste Produkt auf dem Markt ist zurzeit der „Echo“, mit der Software, also dem eigentlichen Sprachassistenten, „Alexa“. Weitere Beispiele sind Siri, Google Assistant oder Cortana. Erhalten die Sprachassistenten ein Kommando, reagieren sie und führen die gewünschte Aktion aus. Dafür müssen sie mit dem Internet verbunden sein. Außerdem lassen sie sich mit dem Smartphone oder Smart-Home-Geräten koppeln. Zukünftig möchten die Hersteller die smarten Lautsprecher zusätzlich mit Kameras ausstatten, die zum Beispiel beim Finden des passenden Outfits helfen sollen.

Wofür können Verbraucher einen Sprachassistenten genau nutzen?

Im Alltag sind die Computer vielfältig einsetzbar: Sie unterstützen bei einfachen Aktionen, stellen beim Backen beispielsweise einen Timer ein. Außerdem ist es Nutzern per Sprachbefehl möglich, den Wetterbericht abzurufen oder, auch in Verbindung mit Streaming-Diensten, Musik abzuspielen. In Kombination mit dem Smartphone können die Assistenten Termine in den mobilen Kalender eintragen und an diese erinnern. Wer beim Kochen feststellt, dass gerade der letzte Tropfen Öl in den Salat gewandert ist, kann per Sprachbefehl sofort die Einkaufsliste des Smartphones aktivieren.

Auch Online-Shopper können von Sprachassistenten profitieren: Per Sprachbefehl lassen sich Waren auswählen und direkt bestellen. Das volle Funktionsspektrum entfalten die Computer aber erst, wenn Anwender sie mit Smart-Home-Geräten vernetzen. Durch Sprachbefehle können Hausbesitzer dann beispielsweise das Thermostat einstellen, Lichter dimmen, Rollläden schließen oder das Alarmsystem steuern.

Sprachassistenten hören mit. Wie sicher sind die Informationen, die sie dabei aufnehmen?

Neben den vielen Nutzungsmöglichkeiten, die die intelligenten Lautsprecher bieten, bergen sie jedoch auch Risiken. Denn sobald sie Befehle erhalten, nehmen sie alle Geräusche in ihrer unmittelbaren Umgebung auf. Sie sammeln also in diesem Zeitraum alle möglichen Informationen über die Personen, die in ihrer Gegenwart sprechen. Bei den meisten Herstellern ist nicht ganz klar, ob, wo und wie lange sie die gesammelten Daten speichern.

Eine weitere Frage, die sich vielen Verbrauchern stellt: Nimmt der Assistent nur dann auf, wenn sie ihn aktiviert haben? Denn der Sprachassistent hört nicht ausschließlich auf seinen „Namen“, sondern auch auf Wörter, die ähnlich klingen. Dadurch besteht die Gefahr, dass Nutzer die Lautsprecher unbeabsichtigt aktivieren und der Sprachassistent so Gespräche mithört. Im schlimmsten Fall führt er dann einen Befehl aus, der vom Nutzer nie als solcher gedacht war.

So geschehen bei einem Fall in den USA: Ein Kind hatte sich mit einem Sprachassistenten „unterhalten“. Dabei hatte es unwissentlich den Befehl erteilt, ein Puppenhaus sowie zwei Kilogramm Kekse zu bestellen.

Um solche unfreiwilligen Online-Käufe zu vermeiden, können Nutzer diese Funktion mit einem Passwort schützen oder komplett sperren. Wer wirklich sicher sein möchte, dass das Gerät keine Gespräche mithört oder gar aufzeichnet, kann die Mikrofone komplett ausschalten.

Alternativ können Nutzer den Sprachassistenten auch gänzlich vom Netzwerk trennen und nur für die explizite Nutzung aktivieren.

 


Veröffentlicht am: 19.10.2017

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