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13.12.2017

 

 

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Frauen vs. Männer

Der „kleine Unterschied“ gilt auch bei der Geldanlage​

Wenn es um das Anlageverhalten der Deutschen geht, zählt offenbar auch hier der „kleine Unterschied“. Wie eine Auswertung des Income-Barometers von J.P. Morgan Asset Management zeigt, investieren Frauen sehr viel risikobewusster als Männer – und verzichten dabei auf Renditechancen.

Frauen sind bei der Geldanlage zurückhaltender


Sicherheit geht vor: 54 Prozent der Frauen, aber nur 43 Prozent der Männer, ist es wichtiger, ihr Kapital zu erhalten, anstatt es zu vermehren. Lediglich acht Prozent der Frauen sind bereit, Schwankungen in Kauf zu nehmen, wenn dafür Erträge in Höhe von vier bis fünf Prozent möglich sind – bei den Männern sind es mit 16 Prozent doppelt so viele.

So zeigen sich Frauen in Sachen Geldanlage insgesamt zurückhaltender als Männer: 54 Prozent der weiblichen Befragten legen mehr Wert auf Sicherheit und tägliche Verfügbarkeit der Geldanlage als auf Mehrertrag, der vergleichbare Wert der Männer liegt bei 45 Prozent. Und mit 38 Prozent wollen wesentlich mehr Männer einen Betrag von 50.000 Euro vermehren, als die befragten Frauen (27 Prozent). „Es ist bemerkenswert, dass so viele Frauen für die – vermeintliche – Sicherheit klassischer Sparanlagen auf Rendite verzichten, denn im anhaltenden Niedrigzinsumfeld bleiben Anlageziele damit unerreichbar. Auch findet der Kapitalerhalt nur auf dem Papier statt, denn wenn die Inflation höher ist als die Zinsen, verliert das Ersparte sogar an Wert“, betont Pia Bradtmöller, Leiterin Marketing und PR bei J.P. Morgan Asset Management in Frankfurt. Laut der Befragung legen zudem weniger Frauen langfristig an: Während rund jeder fünfte Mann eine Mindestanlagedauer von 8 Jahren berücksichtigt und deshalb vom Zinseffekt profitieret, investiert mit 14 Prozent nur etwa jede siebte Frau strategisch.

Wertpapiere – für beide Geschlechter oft unverständlich

Generell lässt sich sagen, dass sich Frauen dem Thema Geldanlage nicht so umfassend widmen wie Männer. Nur jede achte Frau ist überhaupt im Besitz von Wertpapieren (davon 9 Prozent Fonds), bei den Männern ist es jeder Vierte (mit 18 Prozent Fonds). Dafür liegen die sicherheitsbewussten Frauen mit 55 Prozent beim klassischen Sparbuch vorn (Männer: 50 Prozent).  Aber warum lassen so viele Deutsche trotz großer Unzufriedenheit mit den aktuellen Sparerträgen die Finger von Kapitalmarktanlagen wie etwa Fonds, Aktien oder Anleihen? Ein Grund ist, dass mehr als die Hälfte angibt, das Thema nicht zu verstehen und sich von daher nicht an diese Anlageformen herantraut. Bei den Frauen geben dies 54 Prozent an, von den Männern sind es 50 Prozent. Auch die Angst vor Schwankungen und Verlusten auf dem Kapitalmarkt ist bei den Frauen mit 36 Prozent im Vergleich zu 33 Prozent bei den Männern etwas ausgeprägter.

Beim Konsum liegen die Männer vorn


In Zeiten des Niedrigzinses unbeirrt in den Sparanlagen verharren? Für 46 Prozent der Männer ist jetzt der richtige Zeitpunkt, um größere Anschaffungen zu tätigen. Von den Frauen sind nur 42 Prozent von dieser Strategie überzeugt. Insgesamt  verhält sich das weibliche Geschlecht in Bezug auf die Geldanlage in der Niedrigzins-phase passiver: Nur neun Prozent würden derzeit in Wertpapiere investieren, statt das Geld auf Tages- und Festgeldkonten liegen zu lassen – bei den Männern sind es 13 Prozent. Und lediglich 7,5 Prozent der befragten Frauen sind auf der Suche nach einer Alternative zur klassischen Zins¬anlage, die auch regelmäßige Ausschüttungen bietet. Bei den Männern sind es immerhin 12 Prozent.

Zwei Drittel der Frauen sind mit den Ertragschancen der Kapitalmärkte nicht vertraut

Mit Aktien und Anleihen lassen sich in Form von Dividenden und Zinszahlungen regelmäßige Erträge generieren. Dass es diese gibt und sie zudem unabhängig von Schwankungen an der Börse ausgezahlt werden, ist aber rund zwei Dritteln der befragten Frauen nicht bekannt. Auch bei den Männern ist rund jeder Zweite nicht über die Ertragschancen informiert. „Wer weiß, dass Aktien und Anleihen kein kompliziertes Finanzprodukt, sondern eine Anlage in ein Wirtschaftsunternehmen sind, die regelmäßige Erträge unabhängig vom aktuellen Kapitalmarktumfeld ausschütten, kann den Schwankungen an den Börsen viel gelassener entgegensehen, denn die Ausschüttungen wirken wie ein ‚Puffer‘“, erläutert Pia Bradtmöller. Doch nutzt mit 11 Prozent nur rund jeder 10. Mann und mit 5 Prozent sogar nur jede 20. Frau derzeit Anlagen, die diese regelmäßigen Erträge ausschütten.

Nur ein Schritt zur aktiven Geldanlage


„Leider gehören vor allem Frauen, die ihr Geld aus Angst vor Schwankungen auf dem Sparbuch liegen lassen oder aus Unerfahrenheit vor einem Investment am Kapitalmarkt zurückschrecken, zu den großen Verlierern der Niedrigzinsphase“, stellt Pia Bradtmöller fest. „Dabei lohnt es sich, auch nur einen Teil des brach liegenden Geldes aktiv für sich arbeiten zu lassen und damit auch den Grundstein für eine bessere Altersabsicherung oder zur Erfüllung von mittelfristigen Anlagezielen zu legen.“

Für Sparerinnen – und natürlich auch Sparer –, die den Schritt zur aktiven Geldanlage gehen möchten, sich aber bisher nicht an die Materie herantrauen, bieten sich aktiv verwaltete, flexible Mischfonds an, die verschiedene ertragsstrake Anlageklassen kombinieren. „Die Mischfonds bauen eine bequeme Brücke zum Kapitalmarkt, denn sie nehmen die ‚Arbeit’ der Geldanlage ab. Sie bieten auch für weniger risikofreudige Anleger schon mit kleinen Anlagebeträgen eine breit gestreute – und damit weniger schwankungsanfällige – Lösung“, so Pia Bradtmöller.

Ein solcher flexibler Mischfonds ist etwa der JPMorgan Investment Funds – Global Income Fund, der seit fast neun Jahren auf dem Markt ist und breit gestreut in über 2.000 Positionen verschiedenster ertagsstarker Anlageklassen investiert – von Dividendenaktien über diverse Anleihensegmente bis hin zu Mischformen wie Wandel oder Hybridanleihen. Eine defensivere Variante ist seit einem Jahr mit dem JPMorgan Investment Funds – Global Income Conservative Fund verfügbar. 

 


Veröffentlicht am: 25.10.2017

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