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Wirtschafts-News vom 22. November 2017

Michael Weyland informiert

(Michael Weyland) Abgabestichtag für die Einkommensteuererklärung 2016 war in der Regel der 31. Mai 2017. Wurden die Unterlagen nicht termingerecht beim Finanzamt eingereicht, so kann meist eine Verlängerung erwirkt werden, sofern diese gut begründet und schriftlich beantragt wurde. Jedoch schieben nicht wenige ihre Einkommensteuererklärung vor sich her und der eine oder andere kann die verlängerte Abgabefrist auch nicht einhalten. Die Lohi (Lohnsteuerhilfe Bayern e. V.) zeigt auf, was das für Konsequenzen haben kann.

Versäumniszuschlag, Zwangsgeld und Steuerschätzung. Sie alle dienen dem Finanzamt als Druckmittel für die Abgabe der Steuererklärung, falls die regulären Fristen verstrichen sind. Bevor so etwas verhängt wird, kommt allerdings noch ein Erinnerungsschreiben des Finanzamts, mit dem auf die versäumte Abgabe hingewiesen wird. Wer seine Steuererklärung trotz gegebenenfalls mehrmaliger Aufforderung immer noch nicht abgibt, der bekommt ein Zwangsgeld angedroht. Sollte man dann wieder nicht tätig werden, setzt das Finanzamt das Zwangsgeld fest.

Allerspätestens jetzt sollte man seiner Pflicht nachkommen und die Steuerunterlagen einreichen. Dadurch wird eine Aufhebung des Zwangsgeldes erwirkt, weil der Grund dafür entfallen ist. Das gilt selbst dann, wenn die Steuererklärung unvollständig ist und noch Belege fehlen.Alternativ kann das Finanzamt die Besteuerungsgrundlagen aber auch schätzen. Der Finanzbeamte wägt bei nicht fristgerechter Abgabe ab, ob der Steuerpflichtige eher durch ein Zwangsgeld zur Abgabe bewegt werden kann, oder ob eine Schätzung der Steuer durch das Finanzamt effektiver ist.

Wer nicht abgibt, kann jedenfalls davon ausgehen, dass diese Steuerschätzung eher zu seinen Ungunsten ausfällt. Und die Verpflichtung zur Abgabe der eigenen Steuererklärung wird durch eine Schätzung ebenfalls nicht aufgehoben. Daneben gibt es auch noch den Verspätungszuschlag, der mit dem Steuerbescheid festgesetzt wird. Er ist eine Art Strafe für eine verzögerte Abgabe. Je länger die Abgabefrist überzogen wurde, desto teurer wird es in der Regel. Die Höhe liegt im Ermessen des Finanzamtes. Der Verspätungszuschlag kann maximal bis zu zehn Prozent des Steuerbetrags ausmachen, höchstens aber 25.000 Euro. Werden fällige Steuern nicht nachgezahlt, fallen zusätzlich Zinsen an. Im schlimmsten Fall kann das Finanzamt die verspätete Abgabe sogar als strafrechtlich bedeutend einschätzen. Eine verspätete Abgabe kann nämlich als Steuerhinterziehung gelten. Etwa wenn man - um eine Steuernachzahlung zeitlich nach hinten zu schieben - die Abgabefristen für die Steuererklärung bewusst missachtet. Dies kann nochmal zusätzlich zu den steuerlichen Nachteilen, wie einem Verspätungszuschlag, zu einer Geldstrafe führen. 

Diesen Beitrag können Sie nachhören oder downloaden unter:
www.was-audio.de/aanews/News20171121_kvp.mp3

 


Veröffentlicht am: 22.11.2017

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