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Morgengruß von Helmut Harff: Rechnen sechs

Politiker sollten zur Mathe-Nachhilfe

Nun wird alles besser, vor allem die Luft in den deutschen Innenstädten. Da ist sich die Politik einig. Die zeigt sich schlicht besoffen davon, dass man dafür eine Milliarde Euro zur Verfügung gestellt hat. Das ist eine Zahl mit neun Nullen.

Toll, eine Milliarde! Liebe Politiker, was hattet ihr in Mathe? Nehmt etwas von dem Geld und besorgt Euch kollektiv einen Mathe-Nachhilfelehrer. Grundschulniveau reicht schon aus. Dann hättet Ihr ganz schnell ausrechnen können, dass auf jede der 30 am schlimmsten von Feinstaub und Co. betroffenen Städte 33 Millionen entfallen. Legt man die astronomische Milliarde auf alle rund 80 Millionen Deutsche um, so sind das pro Nase rund 12,50 Euro. Dafür bekommt man eine Feuchtraumsteckdose um daran sein Elektroauto aufzuladen.

Ich verstehe die Politiker, die ein Fahrverbot in den Innenstädten unter allen Umständen verhindern wollen. Sie sind nämlich eine wichtige Ursache für die schlechte Luft. Nein, es sind nicht ihre Dienstwagen. Es sind die dieselbetriebenen Polizeiwagen, die zu ihrem Schutz rumfahren. Zählen Sie nur mal bei Ihrem nächsten Besuch in einer Landeshauptstadt oder in Berlin, wie viele Polizeifahrzeuge allein um die Regierungssitze, die Parteizentralen oder den Berliner Reichstag stehen. Entweder die Politiker verzichten auf den Schutz oder sie ziehen raus aufs Land. Das würde dann auch noch die ländlichen Regionen stärken.

Wer ist noch Schuld am dieselgetriebenen Autoverkehr? Der stationäre Einzelhandel. Die Läden werden alle Tag für Tag und die meisten mehrfach täglich beliefert. Das erledigen dieselgetriebene Lieferwagen – mal kleinere, mal größere. Was muss die Politik machen? Den stationären Einzelhandel verbieten. Angesichts des Onlinehandels braucht den doch ohnehin niemand mehr. Die noch in der Innenstadt lebenden Menschen werden per Fahrrad-Lieferdienste von den Frachtzentren am Stadtrand beliefert.

Wobei, kommt das Dieselfahrverbot, werden in wenigen Jahren die Menschen bis auf einige Aussteiger, Sozialromantiker und eigentlich Wohnungslosen die Innenstädte verlassen haben. Warum? Weil kein Handwerker mehr mit seinem dieselgetriebenen Auto in die Innenstadt darf. Niemand repariert mehr einen Rohrbruch oder ähnliches. Doch das hat ja auch seinen Vorteil: Die Mieten in den Innenstädten sinken rapide und alle Aufmerksamkeit gilt fortan dem bisher vernachlässigten ländlichen Regionen.

Ist dann in wenigen Jahren dort die Luft nur noch schwer atembar, kann man ja wieder in die inzwischen ergrünten und schadstofffreien Städte zurückkehren.  So hat wenigstens die Bauwirtschaft immer etwas zu tun.

Sie fragen sich jetzt, was ich gerade geraucht habe? Nichts, der Beitrag hat auch nichts mit der Feinstaubbelastung in Berlin zu tun. Ich sitze in der Lausitz und lasse meine Gedanken schweifen.

Dabei geht mir durch den Kopf, warum eigentlich in den Innenstädten von Hamburg über Berlin und Stuttgart bis München die Mieten steigen. Wenn man dort angesichts der schadstoffgeschwängerten Luft gleich tot über dem Balkongitter hängt, zieht man dort doch nicht hin. Allerdings, die Politiker wollen ja auch alle in die Hauptstädte. Ist das am Ende mit der Luft nur eine Luftnummer?

Sehr real ist jetzt mein schadstoffarmes Frühstück.

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Frühstück. Allen Politikern viel Erfolg beim Matheunterricht.

 


Veröffentlicht am: 29.11.2017

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