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Morgengruß von Helmut Harff: 2017-Begriffe

Einige Schlagworte…

In den vergangenen Tagen habe ich mir einige Schlagworte zum ausklingenden Jahr aufgeschrieben. Wie nicht anders zu erwarten, kam dabei eine Liste von eher oder total negativ besetzten Begriffen heraus.

Ich habe diese zufällig gehörten oder mir eingefallenen Begriffe – zu denen keine aus meinem eigenen Leben gehören – einfach mal in alphabetischer Reihenfolge aufgeschrieben:  Allzeithoch, Air Berlin-Pleite, Auf die Fresse, Bitcoin, Brexit, Dieselskandal, drittes Geschlecht, E-Mobilität, Fake News, Fachkräftemangel, Fahrverbot, Familiennachzug, Feinstaub, Flüchtlingsobergrenze, Groko, Hungerkatastrophe, Jamaika, Klimawandel, Lutherjahr, Sexismus, sexuelle Belästigung, Sondierungsgespräche, Steueroasen, Videobeweis.

Wenn ich mir die nochmal durchlese, dann stelle ich fest, dass nur drei positiv besetzt sind. Das sind Allzeithoch, drittes Geschlecht und Lutherjahr. Die deutschen Leitindizes Dax und Tecdax markierten in diesem Jahr neue, bis dato nicht erreichte Höchststände, die aber bis zum Jahresende nicht gehalten werden konnten.

Der Bundesgerichtshof forderte für Menschen, die sich in das heteronormale Geschlechtssystem („Frau“ oder „Mann“) nicht einordnen lassen (wollen) die Einführung eines dritten Geschlechts ins Geburtsregister. Ich bin mal gespannt, wie die Politik mit diesem Urteil umgeht. Übrigens: Die Schriftstellerin und Philosophin Simone de Beauvoir (1908–1986) bezeichnete Frauen nach der Menopause, in der sie die Empfängnisfähigkeit verlieren und die Sexualität dann zeugungslos wird, als ein drittes Geschlecht. (Quelle: Wikipedia) Ob das auch für zeugungsunfähige Männer gilt? Dann wären sicherlich etwa die Hälfte der Deutschen weder Mann noch Frau. Ob sich das durchsetzt?

2017 feierte die evangelische Kirche den 500. Jahrestag von Luthers Thesenanschlag und damit 500 Jahre Reformation. Ich erlebte das Lutherjahr aber eher als eine kircheninterne Veranstaltung ohne große Ausstrahlung in die zumeist säkulare Gesellschaft. Hier hat man eine große Chance verpasst, den Glaube wieder in die Gesellschaft zu tragen. Zumindest hatten viele Menschen einen zusätzlichen Feiertag.

Und sonst:  Jeder Begriff, der etwas mit der Politik zu tun hat, lässt uns nur müde abwinken oder sorgt für Wut. Eines ist klar: 2017 war ein dicker Sargnagel für die Demokratie. Ich bin mir sicher, dass das, was uns die Parteien und ihre selbstgefälligen Führungen in diesem Jahr geboten haben, noch lange nachwirken werden – und das nicht positiv.

Dass viele Menschen unter Krieg, Hunger und Vertreibung leiden und der Rest der Welt absolut keine Ahnung davon hat, wie man das Sterben, Hungern und Flüchten zumindest eindämmen kann, ist wohl die schlechteste Position in der 2017-Bilanz.

Das es in Sachen Klimawandel null Fortschritte gab, zeigt, dass uns noch immer das Hemd viel näher als die Hose ist. Jede Wette: Meine 2018-Bilanz zu diesem Thema wird nicht einen Jota besser ausfallen. Vielleicht blühen dann zu Weihnachten schon die Frühjahrsblumen.

Autos, vor allem solche mit Dieselmotoren, aber auch die E-Mobilität, waren ein Megathema in den Medien. Außer Sonntagsreden hierzulande und hohen Strafen für deutsche Autobauer in den USA tat sich auch hier nicht viel. Hier und da mal eine Ladesäule – viel mehr ist nicht passiert.

Dagegen sind Schlagworte wie der immer wieder in die Kritik geratene Videobeweis im Fußball oder das Endlosthema Steuerflucht und Steuerparadiese schon fast Peanuts.

Und dann sind da noch die Schlagworte Sexismus und sexuelle Belästigung. Diesem Thema widme ich mich dieser Tage gesondert.

Jetzt widme ich mich erst einmal meinem Frühstück.

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Frühstück. Achtung: Feuerwerk erst Morgen Abend abbrennen!

 


Veröffentlicht am: 30.12.2017

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