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21.07.2018

 

 

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Morgengruß von Helmut Harff: 2017 war ein Frauenjahr

... oder?

Blick man auf 2017 zurück, so ist es wohl das Jahr der Frauen gewesen. Ich bin mir sicher, dass es Frauen noch nie zuvor gelungen ist, so viele Männer in der Versenkung verschwinden zu lassen, wie in 2017. Immer lautetete der Vorwurf: Sexuelle Übergriffigkeit.

Mich wundert zwar, dass die meisten Taten schon Jahre, wenn nicht Jahrzehnte zurück liegen, aber es scheinen alle Vorwürfe zu stimmen, denn so gut wie kein beschuldigter Mann hat ernsthaft versucht sich zu verteidigen. Wundern tut mich das schon.

Ich höre allerdings auch immer wieder von Frauen, dass es sich nun immer mehr Männer überhaupt nicht mehr trauen, einer Frau zu nähern. Selbst Annäherungsversuchen seitens Frauen würden sich Männern entziehen. Mann, so wird vermutet, habe einfach Angst, dass er irgendwann beschuldigt wird, eine harmlose Geste falsch verstanden zu haben und eben als übergriffig bezeichnet zu werden. Mal sehen wohin das führt.

Und sonst? War 2017 wohl doch nicht so toll für die Frauen. Noch immer bekommen Frauen für vergleichbare Arbeiten in vielen Fällen weniger Geld als männliche Kollegen. Schön, in einigen Unternehmen können Arbeitnehmer – Männer wie Frauen – nachfragen was Kolleginnen und Kollegen in vergleichbaren Jobs verdienen und ein gleiches Gehalt sogar einklagen. Doch wer wird das machen und wie groß sind die Erfolgschancen? Ich habe da meine Zweifel, dass 2018 als das Jahr in die Geschichte eingehen wird, in dem die Frage nach der Lohngerechtigkeit endgültig ad acta gelegt werden konnte.

Und sonst? Noch immer gibt es viel zu wenige Frauen in Führungspositionen. Ob das die alleinige Schuld von Männernetzwerken und der Frauenfeindlichkeit der männlichen Eliten ist? Ich habe da meine Zweifel. Frauen müssen einfach viel häufiger ihren Hut in den Ring werfen, sie müssen laut und mit Überzeugung rufen: „Ich kann das, ich will das, ich mach das“. Ich hoffe, dass das viel mehr Frauen in diesem Jahr machen und dabei erfolgreich sind.

Und sonst? Habe ich mein Problem mit dem Frauenbild. Nein, nicht mit dem Frauenbild der Männer, sondern mit dem von Frauen über Frauen. Die reduzieren in viel zu vielen Fällen ihre Geschlechtsgenossinnen nämlich auf deren Äußerlichkeiten. Haben Sie schon mal in Männerzeitungen seitenlange Bilderstrecken gesehen, in denen es ausschließlich um das mehr oder weniger kleidsame Outfit von Männern auf dem roten Teppich inklusive der Nennung des Designers gesehen? Frauenzeitschriften, aber auch Magazinsendungen und Promimagazine im Fernsehen leben davon. Männer kümmern sich deutlich weniger um Busenblitzer, Fältchen oder den einen oder anderen modischen Fauxpas von Frauen, als die Damenwelt selber.

Und sonst? In der Politik haben Frauen wieder deutlich an Boden eingebüßt. Da ist Frau Dr. Merkel. Sie war die ungekürte Königen von Deutschland und so etwas wie die legitime Nachfolgerin von Kaiser Karl dem Großen in Europa. Von der Herrlichkeit ist nicht mehr viel übrig. Gleiches gilt für die britische Premierministerin Theresa May. Die hat sich gründlich verzockt, als sie Neuwahlen verkündete und eine riesige Ohrfeige bekam. Auch Beata Maria Szydło musste ihren Stuhl als polnische Ministerpräsidentin räumen. Politikerin scheint derzeit nicht wirklich ein toller Job zu sein.

Wenn ich ein Fazit ziehe, haben Frauen vielfach die Schlagzeilen beherrscht, gewonnen haben sie aus meiner Sicht 2017 nicht viel.
 
Warum das so ist, darüber kann man ja mal beim Frühstück nachdenken oder auch diskutieren.

Ich wünsche allen – Männern wie Frauen – ein genussvolles Frühstück.

 


Veröffentlicht am: 02.01.2018

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