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Morgengruß von Helmut Harff: Elektro-Muffel

Autofahrer sind Traditionisten…

Folgt man dem was so Politiker postulieren und auch sehr vielen Medienberichten, dann steht das Zeitalter der Elektromobilität schon mit beiden Beinen in der Tür. Die genannten tun auch so, dass mit diesem Zeitalter die Schadstoffbelastung kein Problem mehr ist und wir so auch das Weltklima retten.

Doch wie einer heutigen Meldung zu entnehmen ist, sehen das die allermeisten Autofahrer hierzulande wohl nicht so. Wie ich darauf komme? Die Bundesregierung will ja den Umstieg von Autos mit Verbrennungsmotor auf solche mit einem Elektroantrieb unterstützen und hat ein entsprechendes Programm aufgelegt. Wer auf ein reines Elektroauto umsteigt hat Anspruch auf 2.000 Euro, wer auf ein Hybridauto umsteigt auf 1.500 Euro. Der Fördertopf ist so groß, dass 300.000 Umsteiger mit dem Geld rechnen können.

Und wie ist die Realität? Bisher gibt es 46.800 Anträge. Geht das so weiter, reicht das Geld noch Jahre. Das zeigt, dass die paar Euros nicht locken. Das ist auch kein Wunder, wenn man sieht, wie teuer heute die geförderten Autos sind. Dazu kommt, dass die Zahl der Ladestationen so gering ist, dass kaum ein Elektro-Automobilist damit rechnen kann, an einem Parkplatz auch eine Ladestation zu finden.

Auch Hybridautos sind augenscheinlich nicht des hiesigen Autofahrers Liebling. Auch hier ist wohl der deutlich höhere Anschaffungspreis eine große Hürde für den Umstieg.

Redet man mit anderen Autofahrern, so glaubt so gut wie keiner, dass er mit dem Umstieg wirklich etwas für die Schadstoffminimierung oder die Rettung des Weltklimas leisten kann. Dazu vielleicht eine Zahl den NABU: Die Umweltschützer haben ausgerechnet, dass die 15 größten Seeschiffe der Welt jährlich mehr schädliche Schwefeloxide ausstoßen, als alle 760 Millionen Autos weltweit.

Dazu kommt, Elektroautos produzieren Feinstaub, der Strom muss irgendwo produziert werden und auch die Entsorgung der Batterien ist noch ein Problem. Wer noch etwas weiter denkt, stellt die Frage, woher allein die Kabel für ein flächendeckendes Netz von Ladestationen kommen soll. Von Fragen nach den unendlich vielen Baustellen und wer die genehmigen soll, mal ganz abgesehen.

Da bleibten einige Fragen: Wieso will uns die Politik, warum wollen uns so viele Umweltschützer mit so viel Vehemenz davon überzeugen, dass mit dem Umstieg auf Elektroautos alles in Butter sei? Haben sie keine anderen Ideen? Wollen sie keine anderen Lösungen als die, die wir als mobilitätsabhängige Bevölkerung selber zahlen müssen? Welche Lobby steht hinter diesem einseitigen Festhalten am Individualverkehr, wie wir ihn seit 100 Jahren Tag für Tag ausgebaut haben und das noch immer tun?

Ich finde es gut, dass sich die allermeisten Autofahrer, die ja in den allermeisten Fällen auf ihren bezahlbaren fahrbaren Untersatz angewiesen sind, diesmal von der Politik nicht in die Förderfalle locken lassen. Viele denken sicherlich noch an die unselige Abwrackprämie. So etwas will wohl kaum nochmal einer.

Ich will jetzt ein leichtes Frühstück. Die weihnachtlichen Kilos auf den Hüften verlangen Zurückhaltung.

Ich wünsche Ihnen ein genussvolles Frühstück. Lassen Sie das Auto doch einfach mal stehen. Dann bekommt der Finanzminister wenigstens weniger Mineralölsteuer.

 


Veröffentlicht am: 03.01.2018

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