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Morgengruß von Helmut Harff: Schere im Kopf

Es gibt zu viele Tabus

Wir regen uns gern über Zensur auf. Wo immer nicht jeder sagen kann, was er will, da sind wir ganz schnell mit bitteren Vorwürfen bei der Hand. Wir sind uns auch sicher, dass wir in einem Land leben, wo man eben seine Meinung sagen kann – zumindest so lange, wie man niemanden so richtig unter der Gürtellinie trifft.

Doch leben wir in so einem medialen Garten Eden? Fragt man Vertreter von der AfD, so werden die das genauso wie die Macher des Satieremagazins „Titanic“, sicherlich nicht mit einem klaren ja antworten. Darüber kann man ja mit einem Schulterzucken hinweg gehen.

Doch sollte man das? Nein und das vor allem nicht, weil es in viel zu vielen Fällen nicht nur eine offene Bevormundung, sondern weil es in viel zu vielen Fällen eine Schere im Kopf gibt.

Nimmt man nur mal die Debatte um die sexuelle Belästigungen gegenüber Frauen. Traut sich beispielsweise im Fernsehen, in den Leitmedien oder in den Parlamenten jemand mal kritische Fragen zu stellen. Ich meine solche Fragen:

Wieso melden sich gerade jetzt betroffene Frauen – teilweise nach dem die Übergriffe Jahrzehnte zurück liegen?

Warum haben sich Frauen – vor allem Schauspielerinnen – augenscheinlich gegen die fortwährenden sexuellen Belästigungen nicht gewehrt?

Gab und gibt es auch Übergriffe gegenüber Männer?

Wieso konzentrieren sich die Vorwürfe auf so wenige Berufsgruppen?

Die Liste von Fragen, die sicherlich nicht nur mir kommen, gelten für viele als Tabubruch, werden als Machogehabe, als mögliche Verharmlosung, als frauenfeindlich gebrandmarkt. Das durfte ich in den vergangenen Tagen wiederholt erleben. Wer heute bei Tabuthemen sich nicht mit einfachen, dem Mainstream folgende Fragen zufrieden gibt, kommt fast genau wie Täter an den Pranger.

Ich verstehe nicht, warum man nicht versucht, Fragen zu beantworten, auch wenn sie nicht mit ein, zwei Floskeln zu beantworten sind.

Übrigens: Nicht nur die sexuellen Übergriffe gegenüber Frauen sind ein Tabuthema. Bio-Lebensmittel, die Haltung von Haustieren, Lohngerechtigkeit, das Männerbild, die Entchristianisierung unserer Gesellschaft – um nur einige zu nennen- sind ebenfalls Themen, die mit sehr vielen Tabus belegt sind.

Ja, wir leben in einem Land, in dem die Pressefreiheit ein sehr hohes Gut ist. Wir müssen aber aufpassen, dass wir uns das mit immer mehr Scheren im Kopf nicht selber kaputt machen.

Ich mache jetzt erst einmal Frühstück.

Ich wünsche Ihnen ein genussvolles Frühstück.

 


Veröffentlicht am: 05.01.2018

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