Startseite  

16.07.2018

 

 

Werbung

 

Vorherigen Artikel lesen Nächsten Artikel lesen

 

Wirtschafts-News vom 12. Januar 2018

Michael Weyland informiert...

(Michael Weyland) Also eines muss man zugeben. Manche Pressetexte arbeiten mit herrlichen Wortspielen. In dem Text zu unserer heutigen Buchbesprechung fand ich gleich zwei, wobei eines zugegebenermaßen identisch mit dem Buchtitel ist. Das Buch stammt von Heribert Niehues, trägt den Titel „Rost in Peace“ – Automobile Fundstücke in den USA. Irgendwie – warum auch immer - hat mich das an das Musikstück „Lost in France“ erinnert, aber das nur am Rande.

Dass der Pressetext zum Buch mit „Blech gehabt“ losgeht, fand ich amüsant, denn es geht in der Tat um das, was wir in Deutschland als „heilig´s Blechle“ bezeichnen, um das Auto. Was sofort auffällt ist, dass das Buch zweisprachig – in Deutsch und Englisch – gehalten ist. Die Texte sind aber fast – ich sage bewusst FAST – sekundär, das Buch lebt in erster Linie von seinen wunderschönen Fotos. Dass es die gibt, liegt in erster Linie wohl daran, dass ausrangierte Autos in den USA oft nicht wie bei uns in der Schrottpresse landen, sondern einfach irgendwo am Straßenrand, in Wiesen, Wäldern und Scheunen einfach vor sich hin rosten, nachdem sie ihren Dienst eingestellt haben. Kurioserweise sehen diese Autowracks nicht einmal annähernd so hässlich aus, wie das auf unseren Schrottplätzen der Fall ist. Der Pressetext spricht da von morbider Würde und das kann ich unterschreiben.  Diese Autowracks strahlen - da hat der Pressetext völlig recht - eine seltsam anziehende Schönheit aus. Völlig verbeult und verlassen, halb begraben unter wuchernden Pflanzen oder in trister Einsamkeit verrottend als Sinnbilder einer ebenso anrührenden wie unausweichlichen Vergänglichkeit.   Der Hudson Hornet von 1961 ist perfekt der zerklüfteten Umgebung Arizonas angepasst; der 1956er Plymouth Savoy fügt sich geradezu harmonisch in das Savannenambiente von Montana ein.

Das Buch ist in drei Abschnitte gegliedert, die einigen der Hauptregionen der USA entsprechen: Der Wilde Westen, der Mittlere Westen und der tiefe Süden. So fügen die Fotos sich zu einer Rundreise zusammen, bei der das Land ganz anders erscheint als auf den geläufigen Fotos.  Interieurs und Stillleben, Landschaftsstudien mit verblassend bunten Rostbeulen als seltsamem Dekor.  Lost in Peace - Automobile Fundstücke in den USA von Heribert Niehues  zeigt auf 144 Seiten neben den deutschen und englischen Texten 167 Farbfotos, von denen wirklich eins schöner als das andere ist. Das Buch ist im Delius Klasing Verlag in Bielefeld erschienen, kostet in Deutschland € 24,90 und die ist es ohne Wenn und Aber auch wert. 

Diesen Beitrag können Sie nachhören oder downloaden unter:
www.was-audio.de/aanews/News20180112_kvp.mp3

 


Veröffentlicht am: 12.01.2018

AusdruckenArtikel drucken

LesenzeichenLesezeichen speichern

FeedbackMit uns Kontakt aufnehmen

NewsletterNewsletter bestellen und abbestellen

TwitterFolge uns auf Twitter

FacebookTeile diesen Beitrag auf Facebook

Hoch: Hoch zum Seitenanfang

Nächsten Artikel: lesen

Vorherigen Artikel: lesen

 

 


Werbung

 


Werbung

 


Werbung

 


Werbung

Neu auf genussmaenner.de


 

 
         
             
     
     
     

 

Service
Impressum
Kontakt
Mediadaten
Newsletter
Datenschutzhinweis
Nutzungshinweise
Presse
Redaktion
RSS 
Sitemap
Suchen

 

Besuchen Sie auch diese Seiten in unserem Netzwerk
| Börsen-Lexikon
| fotomensch berlin - der Fotograf von genussmaenner.de
| Frauenfinanzseite
| Geld & Genuss
| geniesserinnen.de
| gentleman today - Edel geht die Welt zu Grunde
| instock
| marketingmensch | Agentur für Marketing, Werbung & Internet
| Unter der Lupe

 

Rechtliches
© 2007 - 2018 by genussmaenner.de, Berlin. Alle Rechte vorbehalten.

Lesezeichen:
 Del.icio.us Google Bookmark Reddit