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Morgengruß von Helmut Harff: Ab in den Urlaub

Es gibt viele Möglichkeiten …

Ein Dauerbrenner in der Familie, unter Freunden oder Kollegen ist das Thema Urlaub. Die einen rätseln, wohin man fahren möchte, was das Budget hergibt, welche Sparangebote wirklich toll sind. Die anderen berichten vom Urlaub. Die einen erzählen, wie toll alles war und jeder Bericht wird noch etwas prächtiger. Die anderen erzählen, was alles nicht toll war und wieviel Geld sie einklagen wollen.

Urlaub, das ist ein Thema, das augenscheinlich nie langweilig wird. Darüber kann man fast überall reden. Selbst schwer kranke Menschen möchten vor ihrem Ableben noch einmal verreisen. Und, schließlich spricht man sogar von der letzten Reise.

Reisen war schon immer wichtig, man wollte andere Länder und andere Sitten kennen lernen. Man nahm dafür viel Strapazen auf sich und war teilweise wochenlang unterwegs.

Wochenlang unterwegs? Nimmt man heute mal die durchschnittlichen Übernachtungszeiten, so gibt es wohl kaum eine europäische Destination, die mit Zahlen von mehr als durchschnittlichen fünf Übernachtungen je Gast aufwarten kann.

Ältere können sich noch daran erinnern, dass man früher zehn oder 14 Tage auf einmal in den Urlaub fuhr. Kürzere Reisen, so war man sich einig, bringen nicht die gewünschte Erholung. Ich war regelmäßig vier und mehr Wochen unterwegs. Andere brauchten noch länger, wenn sie beispielsweise Indien mit dem Bully entdecken wollten.

Und heute? Da ist es trotz 30 und mehr Tagen Urlaub kaum noch üblich, länger in den Urlaub zu fahren. Fünf Tage sind schon lang, dafür fährt man dann drei, vier oder fünfmal in den Urlaub. Legte man vor dreißig Jahren noch auf der Urlaubsreise vielleicht 2.000 Kilometer im Auto oder per Bahn und Flugzeug zurück, kommen heute viele auf 6.000 und mehr Reisekilometer.

Mal abgesehen von der so deutlich gestiegenen Umweltbelastung, ist man also das drei- und mehrfache an Kilometern unterwegs. Das geht auf Kosten der Urlaubszeit und der Erholung. Das ist auch ganz sicher alles andere als gesund. Ganz im Gegenteil: Ich bin mir sicher, dass die vielen Urlaubsreisen – sehr gern zu weit entfernten Zielen und mit einem langen abzuarbeitenden Katalog im Kopf – ein wesentlicher Auslöser für das sind, was wir gern als Burn-out bezeichnen.

Doch wo liegt der Ausweg? Sicherlich nicht in einem entweder oder, sondern in einer vernünftigen Urlaubsplanung. Warum nicht wieder den klassischen Jahresurlaub aktivieren, zwei und mehr Wochen am Stück verreisen? Das kann dann auch ruhig weiter weg gehen. Dazu kann man sich noch ein oder zwei Kurzaufenthalte gönnen, aber sozusagen vor der Haustür.

Überall gibt es Wellnesshotels, Thermen oder ähnliche Urlaubsziele, die von der eigenen Tür aus in maximal zwei Stunden zu erreichen sind. Dort kann man sich verwöhnen lassen, die Seele baumeln lassen, zur Ruhe kommen und gleichzeitig aktiv sein. Man kann sehr vieles machen, muss es aber nicht, sollte es sogar nicht. Nicht alles was angeboten wird, muss der Kurzurlauber vor der eigenen Haustür auch abarbeiten. Schließlich wollen die Betreiber allen Gästen etwas bieten.

Wenn ich mir beispielsweise ansehe, was das Tropical Islands – beheimatet in einer der weltweit größten freitragenden Hallen – alles bietet, so braucht man schon mindestens drei Tage um wirklich alles auszuprobieren, was allein unter dem Hallendach geboten wird. Da hat man noch keinen Schritt vor die Halle gesetzt, hat beispielsweise keine Kahnfahrt oder eine Kanutour durch den nur wenige Fahrminuten entfernt liegende Spreewald erlebt.

Ich glaube, dass Urlaub vor allem mit einem etwas zu tun hat – mit Entspannung. Urlaub darf kein Grund für negativen Stress sein, für dessen Planung und Durchführung man mehr Zeit und Kraft aufwendet, als für das übrige Leben. Das Leben genießen, sollte die Urlaubsdevise sein – ob im langen Jahresurlaub oder in der Kurzversion in der Nähe der eigenen Haustür.

Ich genieße jetzt meinen morgendlichen Mini-Urlaub, mein Frühstück.

Ich wünsche Ihnen ein genussvolles Frühstück und viel Spaß beim nächsten Urlaub.

 


Veröffentlicht am: 20.01.2018

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