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Wirtschafts-News vom 26. Januar 2018

Michael Weyland informiert...

(Michael Weyland) Immer mehr Bundesbürger zahlen ihre Einkäufe im stationären Handel mit Karte. "Auslaufmodell" ist das Bargeld deshalb aber lange noch nicht. Im Gegenteil: mehr als jeder dritte Verbraucher zahlt an der Kasse weiterhin bevorzugt in bar, ein weiteres Drittel zu gleichen Teilen in bar und mit Karte. Neue "kontaktlose" Bezahlverfahren werden erst selten genutzt.

Dies zeigt die aktuelle Ausgabe des «Trendmonitor Finanzdienstleistungen» des Marktforschungsinstituts Nordlight Research. Rund 1.200 Bundesbürger ab 18 Jahren mit Internetanschluss wurden repräsentativ zur Akzeptanz und Nutzung unterschiedlicher Bezahlsysteme sowie zu ihrem aktuellen Spar-, Anlage- und Versicherungsverhalten befragt.

28 Prozent der Befragten Konsumenten geben demnach an, im Alltag bereits überwiegend bargeldlos zu zahlen, auch jenseits von Online-Käufen. Vor zwei Jahren lag dieser Wert erst bei 21 Prozent. Gleichwohl bleibt die große Mehrheit der Deutschen dem Bargeld treu, und interessiert sich zugleich wenig für innovative Bezahlverfahren. Neue Verfahren zum kontaktlosen Bezahlen mit Karte (Tätigen kleinerer Einkäufe bis 25 Euro ohne Unterschrift/PIN) werden bisher erst von unter zehn Prozent der Konsumenten genutzt. Dabei kommt nicht einmal jede zweite Karte mit kontaktloser Zahlfunktion aktiv zum Einsatz. 50 Prozent der Bundesbürger sind die Systeme "Paypass" (Mastercard), "girocard kontaktlos" (Sparkassen/VR-Banken) oder "Paywave" (Visa) zwar dem Namen nach bereits bekannt; das Nutzungsinteresse ist allerdings bisher gering. Auch das mobile Bezahlen via Smartphone und Wallet App hat in der Breite der Bevölkerung einen schweren Stand. In der Bekanntheit und Nutzung liegt "Payback Pay" hier an der Spitze, gefolgt von "Apple Pay", "Google Wallet" und weiteren. Genutzt wird das Mobile Payment allerdings erst selten: "Apple Pay" ist beispielsweise einem Drittel der Bundesbürger namentlich bekannt; heruntergeladen haben die App allerdings nur drei Prozent und aktiv nutzen tun diese lediglich ein Prozent. App-Angebote wie "SEQR" oder "Boon" sind erst wenigen Deutschen bisher überhaupt bekannt. Neben der Bekanntheit, Akzeptanz und Nutzung unterschiedlicher Zahlungssysteme untersucht der aktuelle «Trendmonitor Finanzdienstleistungen» auch das aktuelle Spar- und Anlageverhalten der Bundesbürger. Hier zeigt sich: der Trend zum Abschied vom Sparen setzt sich fort. Aktuell sparen 51 Prozent der Bundesbürger weniger als vor Beginn der Niedrigzinsphase im Jahr 2008; 28 Prozent davon sogar "deutlich weniger".

Diesen Beitrag können Sie nachhören oder downloaden unter:
www.was-audio.de/aanews/News20180125_kvp.mp3

 


Veröffentlicht am: 25.01.2018

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