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21.07.2018

 

 

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Morgengruß von Helmut Harff: ARD, ZDF und Deutschlandradio…

… wer braucht die?

Vor dem Volksentscheid zum Weiterbestehen des öffentlich-rechtlichen Rundfinks in der Schweiz kochen auch hierzulande die Wogen hoch. Dabei wird einerseits darüber diskutiert, ob wir in Deutschland überhaupt einen öffentlich-rechtlichen Rundfunk brauchen. Die andere Diskussion dreht sich um dessen Finanzierung.

Doch damit nicht genug. Man diskutiert auch über Inhalte oder deren Fehlen und über Werbung im beitragsfinanzierten Rundfunk und Fernsehen. Jede Diskussion ist erst einmal nachzuvollziehen. Doch wie sinnvoll ist es, den öffentlich-rechtlichen Rundfunk grundsätzlich in Frage zu stellen?

Diese Frage kann ich nur mit nein beantworten. Wem es nur um die 17,50  Euro monatliche Rundfunksteuer geht, der ist ein Kleinkrämer und würde sich nach dem Wegfall der so finanzierten Programme die Augen reiben. Doch dazu gleich mehr.

Ich höre immer wieder das Argument, dass der eine oder andere gar keine öffentlich-rechtlichen Sender hört und dennoch die Gebühr – die ja einer Steuer gleichzusetzen ist – zahlen muss. Ich zahle auch Steuern, die für Kindergärten, die Parteienfinanzierung oder das Finanzamt verwendet wird. All das brauche ich nicht.

Doch man sollte sich auch mal ansehen, was mit den Gebühren außer Tatort oder Plus-Minus noch angestellt wird. Die öffentlich-rechtlichen Sender gehören zu den größten Sponsoren. Damit meine ich nicht nur den Sport. Die Sender sind sehr häufig dabei, wenn es um öffentliche Veranstaltungen geht, sie haben Orchester. Ohne die 17,50 Euro wäre die Kulturlandschaft in Deutschland wesentlich ärmer, viele Veranstaltungen gäbe es nicht mehr. Und, viele Künstler wären schlicht arbeitslos. Auch das sollte man beachten.

Allerdings gebe ich all denen Recht, die über Reformen nachdenken. Ich verstehe beispielswiese nicht, warum  Sendeanstalten, die aus Steuermitteln finanziert werden, auf die Quote sehen. Quote ist nur für eines wichtig – für die Werbung. Und hier sehe ich noch ein Problem. Wieso gibt es in öffentlich-rechtlichen Programmen Werbung? Weil man das Geld braucht, weil man mit mehr als 8 Milliarden Euro im Jahr nicht auskommt oder weil man mit Geld nicht richtig umgehen kann?

Die öffentlich-rechtlichen Sender müssen sich sehr schnell überlegen, wie man das Programm so gestalten kann, dass es möglichst viele Menschen anspricht, dass es frei von Quotendenken seinem Auftrag nachkommt und dass es werbefrei – zumindest ohne Werbepausen – daher kommt. Man muss bei ARD, ZDF und Deutschlandradio auch immer wieder die eigene Qualität, die eigene Leistung hinterfragen. Dann wird man sie auch nicht ständig in Frage stellen.

Noch ein Wort an die, die den öffentlich-rechtlichen Rundfunk lieber heute als morgen abschaffen wollen: Das wird nur die privaten Sender freuen, denn die können sich dann auf die zusätzlichen Werbeeinnahmen freuen. Das wäre aber noch verschmerzbar. Doch was soll die Privaten nach dem Aus der steuerfinanzierten Konkurrenz noch davon abhalten, ihre Angebote nur noch gegen Gebühren auszustrahlen? Das würde garantiert deutlich teurer werden, als 17,50 Euro - und das für Programme, die ganz sicher nicht besser als die heutigen von ARD, ZDF und Deutschlandradio sind.

Wie immer läuft bei mir nicht nur zum Frühstück Deutschlandradio Kultur.

Ich wünsche Ihnen ein genussvolles Frühstück.

 


Veröffentlicht am: 03.03.2018

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