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Morgengruß von Helmut Harff: Wunsch und Wirklichkeit

Ein Blick nach Genf...

In Genf trifft sich derzeit fast alles, was in der Autobranche mitreden will und kann. Noch bis zum 18. März findet dort die 88. Auflage des Autosalon Genf statt.

Autos heute? Das sind garantiert alles wahnsinnig ökologische Autos, keine Diesel, keine Spritfresser, keine Superboliden, keine PS-Monster, keine zu SUVs aufgeblasenen Kleinwagen. Heute gibt es auf einer so wichtigen Show nur noch Elektroautos, maximal solche mit Hybrid- oder Erdgasantrieb. Die Autos sind soooo vernünftig, fahren schon autonom. Es werden reihenweise Autos präsentiert, die wirklich als visionär gelten können. Es werden auch Mobilitätsmodelle jenseits von Carsharing oder anderen schon gängigen Angeboten vorgestellt.

Ja, es gibt auf dem Genfer Autosalon Elektroautos, es gibt moderne Antriebe und auch das Thema autonomes Fahren kommt vor. Glaubt man der Darstellung in vielen Medien, so sind das sogar die beherschenden Themen. Wenn ich mir allerdings das Messeangebot ansehe, dann stehen wie schon vor Jahren und Jahrzehnten die Superboliden, die PS-Monster im Fokus des Interesses. Sehen Sie ich nur einmal die Automeldungen der vergangenen Tage auf genussmaenner.de an.

Selbst bei den batteriebetrieben Autos geht es längst nicht immer um Effektivität, um maximale Reichweite bei gutem Komfort. Auch hier protzt man mit bis zu 1.000 PS und Autos, die es mit Formel1-Rennwagen aufnehmen können. Ansonsten überbieten sich die Hersteller von E-Autos eher in hochtrabenden Visionen, können sich aber nach wie vor nicht auf ein Ladesystem verständigen. Ich habe auch noch kein Wort davon gehört, wie man mit nicht mehr gebrauchten Batterien verfahren will, wer die abertausenden von Ladestationen bauen will und soll und wo der Strom herkommen wird, wenn allein aus den 11 Millionen in Deutschland zugelassenen Diesel-PKWs und -Kleintransportern solche mit E-Antrieb werden sollen.

Ach, der Diesel, der ist nicht tot, ganz im Gegenteil. Mit Mercedes hat ein deutscher Autobauer - wer sonst - einen Plug-in-Hybridantrieb mit Selbstzünder vorgestellt, der es im Batteriebrieb auf die sagenhafte Reichweit von 50 Kilometer unter besten Bedingungen bringen soll. O.k., für eine Fahrt durch Stuttgart könnte das reichen.

Und sonst? Visionen, einigens was man wohl eher unter purer Wunschvorstellung abbuchen kann. Vieles von diesen Visionen wird man nie wieder sehen - und das ist auch gut so.

Was ich bisher noch nicht gesehen habe, ist ein Fahrzeug, das weniger als 3 Liter Treibstoff im realen Autoleben benötigt, das einiges an Platz und Komfort bietet, das im urbanen Umfeld genauso zuhause ist wie auf der Autobahn, das aber leicht, kompakt und bezahlbar bleibt. Das ist zuviel verlangt? Finde ich nicht. Man muss nur den guten alten Papp-Trabant mit einem hochtechnisierten Golf kreuzen. Das sollte doch den so viel gepriesenen deutsche Ingieneuren auch ohne jede Schummelei möglich sein.

Ich finde, dass zumindest die 88. Auflage des Genfer Autosalons viel zu wenig präsentiert, womit wir unsere heutigen Mobilitätsprobleme in den Griff bekommen. Aus meiner Sicht war da ein wirklich zukunftsfestes, praktikables und bezahlbarens Auto nicht darunter.

Doch heute interessiert mich noch mehr als das Auto das Thema Reisen, deshalb reise ich jetzt mit öffentlichen Verkehrsmittel zur ITB. Da gibt es auch gleich Frühstück.

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Frühstück. Viel Spaß dabei, das Rad aus dem Winterschlaf zu holen.

 


Veröffentlicht am: 09.03.2018

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