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21.07.2018

 

 

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Morgengruß von Helmut Harff: (K)ein Gärtnertag

… der Tag des Unkrauts

Noch ist die Gartenzeit nicht wirklich ausgebrochen. Zumindest hier im Osten Deutschlands haben die Bäume noch nicht ausgeschlagen. Die Hobby-Gärtner können noch nicht viel tun, nicht einmal zur Hacke greifen um dem Unkraut zuleibe zu rücken. Es wächst schlicht noch nicht.

Und dennoch steht genau das Unkraut heute im Mittelpunkt des Interesses, denn heute ist der Tag des Unkrauts. Den haben 2003 ausgerechnet Garten-Blogger ins Leben gerufen. Was hat Leute, die tagtäglich über ihr Treiben auf der eigenen Scholle berichten, dazu veranlasst, einen Tag des Unkrauts ins Leben zu rufen? Vielleicht ist der Grund, dass sich das Gärtnerleben in weiten Teilen genau um das eine dreht, das Unkraut.

Neben Maulwürfen, Schnecken, Kartoffelkäfern, Baumschädlingen und Kirschen fressenden Vögeln ist die unerwünschte Begleitvegetation in Kulturpflanzenbeständen und im Rasen der Hauptgegner der Gärtner. Unkraut muss mit allen Mitteln bekämpft werden. Dem rückt man mit der Hand, der Hacke, der Unkrautkralle, der chemischen Keule oder dem Brenner zuleibe. Allerdings ist der Kampf gegen die von wohlmeinenden Zeitgenossen auch etwas irreführend als Wildkräuter bezeichnete Plage nicht zu gewinnen.

Doch muss es überhaupt zum Krieg zwischen Pflanzen, die einfach so da sind, und dem Gärtner kommen? Muss der Garten frei von allem sein, was man nicht selber gepflanzt und gehegt hat? Wieso fällt es dem Kleingärtner so schwer, mit dem, was man als Unkraut bezeichnet, einfach zu leben. Warum fällt es ihm so schwer, die Volksweisheit umzusetzen, die da lautet: „Wenn Du einen Feind nicht besiegen kannst, dann mache ihn Dir zum Freund“.

Vielleicht war das die Intention derjenigen, die den 28. März zum „Tag des Unkrauts“ erklärten. Vieles von dem, was Kleingärtner auf die Palme bringt – die wäre hierzulande übrigens auch ein Unkraut – ist doch zumindest hübsch. Wozu ist ein Golfrasen im Vorgarten nütze? Niemand spielt dort Golf, der Hund darf nicht rauf und er sieht auch noch langweilig aus. Er zeugt maximal vom Fleiß seines Besitzers und davon, dass der nicht viel mehr zu tun hat, als seinen Rasen zweimal wöchentlich zu pflegen.

Ich finde einen Rasen, vielmehr eine Wiese mit Gänseblümchen, Butterblumen und sonstigen Blümchen viel schöner, als cleanen Rasen. Ich finde eine Wildkräuterwiese mit Sauerampfer, Hirtentäschel und was da noch so an Wildkräutern wächst eine richtige Augenweide. Die Blumen kann man genießen und einige sogar in die Vase stecken, die Kräuter kann man essen. Noch wichtiger ist aber, dass es auf so einer (Un)kräuter-Wiese unzählige Falter und andere Insekten gibt und wer mag keine Schmetterlinge.

Ja, mang den Erdbeeren, zwischen den Bohnen und anderem Angepflanzten finde ich Unkraut auch nicht wirklich hilfreich. Hier lege auch ich ab und an mal Hand an und zupfe raus, was ich dort nicht haben will. Doch deshalb zu radikalen Mitteln greifen? Nein, wenn meine Handarbeit nicht ausreicht, werde ich mich hüten, irgendwelche Chemie einzusetzen. Für mich verbietet es sich, wegen einiger Unkräuter Chemie einzusetzen. Dann wachsen die eben.

Irgendwie ist es doch eine gute Idee gewesen, einen „Tag des Unkrauts“ ins Leben zu rufen. Worüber hätte ich sonst heute schreiben sollen.

Unkraut spielt bei meinem Frühstück heute noch keine Rolle. Ich freue mich aber schon darauf, meine Butterstulle dick mit frischen Kräutern aus dem Garten bestreuen zu können.

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Frühstück – mit oder ohne Kräuter.

 


Veröffentlicht am: 28.03.2018

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