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Morgengruß von Helmut Harff: Vision

… ein aussterbender Begriff?

Heute ist mir wieder einmal in einem Radiobeitrag im Zusammenhang mit der Politik, genauer mit der SPD, das Wort Vision begegnet. Vision, eine Vision haben – ist das nicht ein aussterbender Begriff?

Ich habe dann gleich mal gegoogelt. Nein, nicht dass ich den Begriff nicht mehr kenne. Ich wollte wissen, ob Vision noch ein wichtiger Begriff ist. Dem scheint so, denn zu Vision gibt es sagenhafte 1.230.000.000 Einträge. Selbst bei der Eingabe von SPD und Vision gibt es noch 10.400.000 Einträge.

Beide Zahlen haben mich sehr gewundert, denn mein subjektiver Eindruck ist es eben, dass ich nicht gerade mit Visionen überschüttet werde. Vor allem wenn ich an unsere Politiker denke, so fallen mir viele Begriffe für diese Kaste ein, das Wort Vision oder gar Visionär ist unter Garantie nicht dabei.

Doch das trifft nicht nur auf die Politiker zu, das gilt auch für sehr viele leitenden Mitarbeiter in der Wirtschaft, aber auch für die Unternehmer selber. Wirkliche Visionäre – so zumindest mein Eindruck – sind auch hier sehr dünn gesät. Ich habe sogar den Eindruck, dass es immer weniger Visionäre gibt.

Doch wenn ich Recht habe, dass die Eliten in ihrer Mehrheit keine Visionen mehr haben oder diese nicht öffentlich, nicht medienwirksam äußern, so ist es nicht verwunderlich, wenn man auch von sogenannten normalen Leuten beim Stichwort Vision nicht sehr viel zu hören bekommt. Redet man mit Unternehmensgründern, aber auch mit jungen Leuten, so hört man vieles, nur Visionen sind selten, für meinen Geschmack viel zu selten darunter.

Doch wenn die Politik, wenn die Wirtschaft, wenn weite Teile der Gesellschaft nur wenig visionär sind, so bedeutet das im besten Fall, dass wir auch zukünftig so weiter wurschteln wie bisher, dass wir nichts ändern, ja Veränderungen sogar scheuen. Kein Wunder wenn die Kanzlerin gern davon spricht, dass sich die Dinge bewährt haben. Dem zufolge können wir kaum darauf hoffen, dass wir von der Politik so etwas wie Visionen hören.

Was sagt uns das? Dass wir es sind, die Visionen haben sollten, haben müssen. Das ist im privaten Leben so, aber auch für das Große und Ganze. Visionen sind nämlich das, was uns voran bringt. Ohne wirkliche Visionen gibt es keine Entwicklung, ohne Visionen bleiben wir Kleingeister, die Angst vor Veränderung, vor Anderem, vor Neuem haben. Haben wir privat, aber auch als Gesellschaft keine Visionen, werden wir abgehangen, haben sehr bald das Nachsehen.

Wobei, es gibt Dinge, bei denen auch ich keine Visionen habe. Dazu gehört mein Frühstück. Dabei halte ich es mit der Kanzlerin und greife gern auf Bewährtes zurück.

Ihnen wünsche ich ein sonniges  Frühstück und zumindest hin und wieder eine Vision. Es muss ja keine Erscheinung sein.

 


Veröffentlicht am: 21.04.2018

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