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Land Rover wird 70 Jahre

Britische 4x4-Marke feiert ihre Geburtsstunde

Ein Geländewagen mit landwirtschaftlichen Wurzeln

Der erste Land-Rover – bis 1990 wurde der Name mit Bindestrich geschrieben – erschien am 30. April 1948 auf der Amsterdam Motor Show. Maurice Fernand Cary Wilks (1904 – 1963), leitender Ingenieur bei Rover und Bruder des geschäftsführenden Direktors Spencer Bernau Wilks, wollte einen „Rover für den Farmer, mit dem er überall hinkommt und alles machen kann, einen universellen Land Rover“. Maurice Wilks erhoffte sich von einem solchen Fahrzeug die dringend benötigten Ausfuhrgewinne für den krisengeschüttelten Automobilhersteller. Hintergrund: Wegen chronischer Devisenknappheit teilte die britische Regierung in den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg der Industrie die wertvollen Rohstoffe nach der Höhe der Exporterlöse zu.

Konstruktive Merkmale des Ur-Land Rover waren ein Kastenrahmenchassis, Starrachsen vorn und hinten sowie eine Aluminiumkarosserie. Das Leichtmetall war nämlich äußerst korrosionsbeständig und im Gegensatz zu Stahl ohne teure Presswerkzeuge zu bearbeiten. Um die Fertigung rationell zu gestalten, entschieden sich die Entwickler für ein kantiges, leicht umsetzbares Design. Die geradlinige Bauweise erleichterte darüber hinaus den Bau von Sonderausführungen und damit die universelle Einsatzfähigkeit des Fahrzeugs. Als Motor bot sich zunächst ein 37 kW (50 PS) starker Vierzylinder mit 1,6 Liter Hubraum aus dem Rover-Regal an.

Einfach, robust und erfolgreich

Für den Geländeeinsatz verfügte der „Landy“, wie er von seinen Freunden schon bald getauft wurde, über ein Reduktionsgetriebe. Der Antrieb auf die Vorderachse ließ sich per Zugschalter entkoppeln. Ansonsten präsentierte sich der Land Rover äußerst spartanisch. Ein festes Dach, abschließbare Türen, gefederte Sitze oder Seitenscheiben mit Gummidichtung gab es nicht, denn man wollte den Steuerbonus als landwirtschaftliches Fahrzeug nicht gefährden. Sehr übersichtlich war auch das Farbprogramm: Anfangs gab es den Geländewagen ausschließlich in Grün. Getestet wurde der rustikale Offroader im so genannten „Dschungel“, einem direkt neben der Fabrik in Solihull angelegten Testareal voller Hügel, Schlammfelder und Geröllpisten. Seit dem Ur-Land Rover musste hier jede Neuentwicklung des Unternehmens – gestern wie heute – ihre Fähigkeiten im Gelände unter Beweis stellen.

Roger Crathorne, „Mr. Land Rover“, bis 2014 über 50 Jahre lang für Land Rover tätig, unter anderem als Entwicklungsingenieur, Ausbilder, Demonstrationsfahrer und Testpilot – und Zeitzeuge der Land Rover Geschichte: „Als wir das Fahrzeug bei der Amsterdam Motor Show vorstellten, bekamen wir sofort unglaublich viele Vorbestellungen, und der Rover-Vorstand erkannte, dass er damit einen Volltreffer gelandet hatte.“

Der Land Rover war vom Start weg ein Erfolg: Schon zwei Jahre nach seiner Premiere wurde das Modell in 70 Länder exportiert. Nach Einführung einer Variante mit langem Radstand 1954 war der britische Kletterkünstler erstmals auch mit festem Dach und vier Türen erhältlich.

Zweitkarriere beim Militär

1958 debütierte die optisch überarbeitete Serie II des Land Rover. Auch das Militär hatte mittlerweile die Qualitäten des Fahrzeugs entdeckt. Bereits 1951 wurden kleinere Kontingente in den Dienst Ihrer Majestät gestellt. 1956 wurde der robuste Wagen schließlich zum Standardfahrzeug der britischen Streitkräfte erhoben, andere Armeen folgten rasch.

Insgesamt gingen rund 50 Prozent aller jemals produzierten Fahrzeuge der Land Rover-/Defender-Reihe an Militärs und Behörden, darunter Versionen mit Panzerung und Kettenantrieb sowie der „Lightweight“ von 1965, der mit nur 1250 Kilogramm Leergewicht an den Hubschrauberhaken genommen werden konnte. Dass der Werbeslogan „Go anywhere“ in Solihull ernst genommen wurde, zeigten auch etliche zivile Sonderausführungen für den härtesten Offroad-Einsatz, wie Modelle mit 6x6-Antrieb und sogar einige Land Rover, die für den Betrieb auf Eisenbahnschienen umgerüstet waren.

Im Geschäftsjahr 1970/71 stellte Land Rover mit mehr als 56.000 Fahrzeugen einen neuen Verkaufsrekord auf. Bezogen auf den Land Rover – den späteren Defender – gilt er noch heute. Auch die Krise der britischen Automobilindustrie in den 1970er-Jahren überstand der Geländewagen ohne Blessuren: Stets pendelten die Verkaufszahlen um die 50.000, bis 1976 der einmillionste „Landy“ von der Linie rollte.
Inzwischen war 1971 die dritte Serie des Klassikers auf dem Markt erschienen, die sich äußerlich kaum von ihrem Vorgänger unterschied, unter der Alukarosse allerdings mit Details wie einem vollsynchronisierten Getriebe aufwarten konnte. Ab 1979 bekam das Spitzenmodell der Baureihe einen permanenten Allradantrieb mit sperrbarem Zentraldifferenzial.

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Veröffentlicht am: 01.05.2018

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