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21.07.2018

 

 

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Morgengruß von Helmut Harff: Denke ich an Deutschland

… so denke ich auch an unsere Presselandschaft

Denk ich an Deutschland in der Nacht,
Dann bin ich um den Schlaf gebracht…

So lauten die ersten zwei Zeilen des wohl bekanntesten Gedichts von Heinrich Heine. Gott sei Dank sind die Zeiten, in denen der Dichter lebte vorbei. Das heißt nicht, dass mich nicht auch noch heute beim Gedanken an unser Land so manches um den Schlaf bringt.


Doch im Gegensatz zu Heinrich Heine leidet wohl kaum jemand heute unter einer Zensur, so lange er sich in den weit gestreckten Grenzen des Rechtes, vor allem des Presserechtes, des Rechtes auf freie Meinungsäußerung und der künstlerischen Freiheit bewegt. Das gehört zu den Dingen, die mich eben in Deutschland nicht um den Schlaf bringen.

Gut, ich bin kein politischer Journalist, sieht man vielleicht von einigen Kolumnen ab. Und doch, bin ich froh, ein deutscher Journalist, aber auch ein Medienkonsument zu sein. Es gibt nicht sehr viele Länder, in denen ich so frei schreiben kann. Es gibt auch nur wenige Länder, in denen ich mich so umfassend informieren kann.

Das ist ein sehr hohes Gut, dessen wir uns immer mal wieder bewusst sein sollen. Leider ist es auch im Fall der Pressefreiheit so, dass man kaum schätzt, was als selbstverständlich erscheint. Dabei ist es nicht selbstverständlich, so ziemlich alles schreiben und noch viel mehr lesen, hören und sehen zu können.

Ja, auch unsere Medienlandschaft ist nicht perfekt, aber was ist das schon. Es gibt immer Dinge, die man kritisieren, die man verbessern kann. Und doch, wir sollten unsere Pressefreiheit mehr schätzen, auch in dem wir sie nicht nur kritisch begleiten, sondern ihren Wert anerkennen.

Wir beschweren uns gern über die Rundfunkgebühren, jammern über Werbung in den Medien, kritisieren die Onlineangebote und Onlineanbieter. Doch wir gehören zu den wenigen Millionen Menschen, die sich überhaupt darüber beschweren können. Viele Milliarden Menschen wären mehr als froh, wenn das ihre Probleme mit den Medien wären. Sie wären überhaupt froh, verschiedenste Medien nutzen zu können, ohne Ärger zu bekommen, ohne gar Strafen zu befürchten.

Auch wir Journalisten maulen gern rum, kritteln an unserer Presselandschaft rum. Doch sollten wir dabei nicht vergessen, dass wir maximal von den Vorgaben seitens Besitzern, Betreibern und Chefredaktionen abhängig sind. Wir müssen nicht um unser Leben fürchten, unsere Arbeit bringt uns nicht ins Gefängnis.

Denk ist an Deutschland in der Nacht, so bin ich froh in einem Land zu leben, in dem Pressefreiheit ein hohes Gut ist. Das wünsche ich am heutigen Tag der Pressefreiheit allen Kollegen, aber auch allen Pressekonsumenten.

Tun wir alles dafür, dass wir uns dieses Gut bewahren und tun wir alles dafür, dass es überall Pressefreiheit gibt.

Ein Ohr am Radio und ein Blick in die Zeitung – so frühstücke ich nun erst mal.

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Frühstück.

 


Veröffentlicht am: 03.05.2018

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