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Thema Digitalisierung

Sieben Fehler, die Sie unbedingt vermeiden sollten

Der deutsche Philosoph Walter Benjamin berichtet in seiner Arbeit „Der Saturnring oder etwas vom Eisenbahnbau“ 1929 darüber, wie schwierig es Innovationen hatten, sich zu etablieren. Er erinnert an das Ende des 19. Jahrhunderts und den Beginn des Eisenbahnwesens.

Die Entdeckung eines neuen Materials, Gusseisen, erlaubte es fortschrittlichen Ingenieuren Markthallen, Wintergärten, Passagen zu bauen, die es vorher noch nicht gab. Daraus entwickelte sich die eigentliche Innovation, nämlich Bahnhöfe und der Eisenbahnbau. Es entstanden jene Konstruktionen, die kein Vorbild in der Vergangenheit hatten und aus völlig neuen Bedürfnissen hervorgingen. Schritt für Schritt eroberte sich damals diese Technik „gegen Schwierigkeiten und Einwände, von denen wir uns heute nicht mehr leicht einen Begriff machen, neue Gebiete“. Z.B. wurde behauptet, man könne niemals genug Eisen für das damals sehr überschaubare Schienennetz in England auftreiben.

Ähnlich war es mit dem Flugzeug, dem Auto, dem Computer. Die einen haben alles dafür gegeben, bei diesen Entwicklungen dabei zu sein. Die anderen haben gewarnt und sich davor gefürchtet.  

Wieviel Zeit und Kraft kostet es Sie heute, sich über ständige digitale Veränderungen aufzuregen oder sich zu sorgen, die Sie nicht beeinflussen können? Ihr Unternehmen führt eine neue Software zur Abrechnung ein? Ihre Kunden kommunizieren online mit Ihnen, das Telefonsystem ist auf einen Zentralcomputer umgestellt? Neue gesetzliche Grundlagen erfordern neue Adressdatenbanken und scheinbar sinnlose zusätzlichen Aktivitäten?

Anders als beim Umstieg vom Pferd auf die neuen Verkehrsmittel gibt es in Sachen Digitalisierung kein Raushalten mehr. Sie ist längst in allen Lebensbereichen angekommen und wird dies weiter tun. Es gibt sieben Fehler, mit denen wir uns den Umgang mit der neuen Welt selbst schwer machen. Sie zu kennen, gibt Ihnen die Möglichkeit, sie zu vermeiden und es sich leichter und angenehmer zu machen:    

Fehler 1: Sie wollen in einer neuen Welt mit alten Methoden weitermachen
Als Menschen des 20 Jahrhunderts sind wir mit Denk-, Verhaltens-, und Organisationstechniken dieser Zeit groß und erfolgreich geworden. Leider funktionieren sie in der digitalen Welt nicht mehr genauso. Ein Beispiel ist das lineare Denken. Wir sind es gewohnt, dass, wenn wir A tun, B herauskommt und wir auf diese Weise Dinge 1:1 beeinflussen wollen. Dies funktioniert in einer Welt vernetzter Dinge, die selbst lernen, nicht mehr. Wir dürfen uns daran gewöhnen, nicht alles kontrollieren zu können. Wir konnten es auch vorher nur scheinbar, doch die Illusion hat uns in Sicherheit gewiegt.    

Fehler 2: Sie glauben, dass ein Ende in Sicht ist
Ebenfalls aus der alten Denk- und Arbeitswelt stammt die Illusion, dass wir zur „eigentlichen“ Aufgabe übergehen können, wenn die letzte E-Mail beantwortet und das neue Datenerfassungsprogramm verstanden ist. Ein fataler Irrtum. Denn die Weiterentwicklung ist fundamentaler Bestandteil der Digitalisierung. Wenn wir gar kein Ende erwarten, sondern die nächste neue Version, dann regt uns das auch nicht mehr auf. 

Fehler 3: Sie wollen Ihre Aufgaben allein lösen
Auch das war früher einmal machbar, ja normal. Doch die Komplexität der Informationen, deren wechselseitige Beeinflussung und schnelle Veränderung machen ein gemeinsames Verstehen und Agieren notwendig. Ein Einzelner kann nicht mehr alles wissen, an alles denken, alle Entwicklungen verfolgen. Dies ist kein Zeichen von Schwäche oder Wissenslücken, sondern vielmehr potenziert sich das Wissen der Einzelnen zu einem großen agilen Ganzen. Außerdem tun uns Menschen soziale Kontakte sehr gut und so handeln und denken wir besser.  

Fehler 4: Sie wollen alles sofort beherrschen
Wir wünschen uns, die Dinge zu durchdringen und zu verstehen. Und das möglichst rasch. Keine Zeit zu haben ist an der Tagesordnung. Bei digitalen Themen erwarten wir dies ebenfalls. Auch dann, wenn wir gar nicht mit ihnen großgeworden sind. Denn die Digitalisierung ist gerade einmal ca. 20 Jahre jung, die Smartphones elf. Die neue Technik lädt zum Entdecken, Ausprobieren und Kennenlernen ein anstatt zum Auf-einmal-alles-Wissen. 

Fehler 5: Sie sind dagegen anstatt dafür

In vielen Unternehmen wird Kraft, Zeit und Geld investiert, um alle Mitarbeiter für die digitalen Veränderungen zu gewinnen und mitzunehmen. Gerade erfahrene Arbeitnehmer sträuben sich oft dagegen. Obwohl sie bei Fernsehen, Radio, Auto, Telefon und vielem mehr längst damit leben. Es kostet viel Kraft, gegen etwas zu sein und behindert das Gehirn in seiner normalen Arbeit. Dann machen selbst die täglichen vertrauten Dinge keine Freude mehr. Schuld daran ist aber nicht die Digitalisierung, sondern unser Sträuben dagegen. Besser wäre es, auf Entdeckungsreise zu gehen, zu testen, was möglich ist. Unser Gehirn liebt es, zu lernen und Probleme zu lösen. Und nach 30 Tagen bis drei Monaten stellt sich ein neues Gefühl der Vertrautheit ein.

Fehler 6: Wir fokussieren uns auf das Negative

Unser Gehirn folgt ohnehin der Tendenz, Probleme und Gefahren schneller zu erkennen, sie sich besser zu merken und sie größer zu machen, als sie in der Realität sind. Erleben wir negativen Stress, weil wir uns überfordert fühlen, Angst haben oder ähnliches, bekommen wir zudem den sogenannten Tunnelblick. Das heißt, wir sehen noch mehr Probleme und keine Lösungen. Nach dem Zufallsprinzip gibt es eine 50:50-Chance, dass etwas auch besser wird. Vor allem dann, wenn wir uns damit beschäftigen, damit es vertrauter wird und wenn wir dies mit Freude tun.   

Fehler 7: Sie nehmen sich keine Zeit

Informieren anstatt ignorieren wäre das optimale Vorgehen in unserer neuen digitalen Welt. Wenn wir alles schnell-schnell erledigen wollen, machen wir mehr Fehler als in einem gelassenen Zustand. Wir lernen und verstehen nichts, wenn es hektisch und nebenbei geschieht. Feste Zeiten, um sich mit neuen Programmen und Begriffen zu befassen und sich Unbekanntes erklären zu lassen, wären eine Lösung.



Meine Einladung an Sie: Sorgen wir gemeinsam für mehr Wohlbefinden in der digitalen Arbeitswelt


Aus der Erkenntnis, dass gemeinsames Wissen und Entwickeln unserer neuen Arbeitswelt besser entspricht, möchte ich lernen. Mein neues Vortrags- und Buchthema soll mit Ihnen gemeinsam entstehen. Arbeitstitel: Die Kunst des guten Umgangs mit der digitalen Welt. Ich möchte Menschen in Unternehmen zeigen, warum unser Gehirn uns die Akzeptanz von digitalen Veränderungen schwerer anstatt leichter macht, wie wir uns darauf einstellen und unser Gehirn umprogrammieren können. Wie wir den Umgang mit der Digitalisierung selbst steuern anstatt uns steuern zu lassen. Dazu bitte ich um Ihre Erfahrungen:

1. Welche Themen brennen Ihnen in Sachen Digitalisierung
unter den Nägeln? Worüber regen Sie sich auf? Auf welche Fragen hätten Sie für sich und Ihre Mitarbeiter gern Antworten? Welche Antworten haben Sie gefunden?

2.  Welches ist für Sie der ansprechendste Vortragstitel?
Die Kunst, der digitalen Welt mit Wohlbefinden zu begegnen
Die Kunst des guten Umgangs mit der digitalen Welt
Die Kunst, der digitalen Welt selbst bestimmt zu begegnen
Oder ein ganz anderer, nämlich: ...............

Sie erreichen mich, indem Sie mir einfach eine Mail an buero@ilonabuergel.de schreiben. Danke fürs Mitmachen.

 


Veröffentlicht am: 27.05.2018

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