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21.07.2018

 

 

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Morgengruß von Helmut Harff: Meer Ärger

... mit dem Meer

Früher war es das Meer, dass den Menschen viel Ärger und Verduss bereitetet. Noch immer ist das Meer unberechenbar, es versorgt Millionen von Menschen, über das Meer verlaufen die wichtigsten Handelsruten und es bringt auch immer wieder Tod und Verderben.

Für viele Menschen ist das Meer ein Sehnsuchtsort - nicht nur im Urlaub. Andererseits wissen wir noch immer von unseren Meeren weniger als vom Mond. Die meisten dort beheimateten Lebenwesen kennen wir noch nicht einmal. Das Meer ist bis auf wenige Ausnahmen Terra Incognita - ein unbekanntes Land.

Unser Wissen ist bis heute mehr als lückehaft und doch schaffen wir es, diesen sehr wichtigen Raum auf unsere Erde immer mehr zu belasten, ihn Stück für Stück zu zerstören. Erst haben wir versucht, zahlreiche im Meer lebenden Tiere auszurotten. Nach dem sich das wirtschaftlich nicht mehr lohnte, haben wir das hier und da aufgegeben. Dann haben wir versucht, so viel wie möglich Fische zu fangen. Auch da erreichten wir schnell eine Dimension, die das Meer nicht oder nur schwer verkraften konnte.

Heute "füttern" wir das Meer mit Abfällen, so dass es schon nicht mehr nur Magenvestimmungen bekommt, sondern sich beginnt zu übergeben. Schuld daran ist unser Futter. Wir füttern das Meer mit dem, was tausende Schiffe Tag für Tag bei ihren Fahrten über die Meere hinterlassen. Wir füttern es mit unseren Abfällen. Sind die irgendwie organischer Art oder sonstwie vom Meer abbaubar, so kommt das mit unserem Dreck augenscheinlich noch ganz gut zurecht. Besser wohl als wir, die wir unseren Dreck dann mit dem Fischen wieder auf den Teller bekommen.

In den letzten Jahren alarmieren allerdings immer häufiger Meldungen, wonach unser Plastikmüll die Meere und ihre Bewohner in einer Art und Weise belasten, wie es das bisher noch nie gab. Landete unser Plastikmüll bisher in den ärmsten Ländern der Welt, so wollen die den schon lange nicht mehr. Also verschwindet der immer mehr im Meer.

Dagegen will man nun vorgehen, in dem man beispielsweise Plastik-Einkaufstüten verbieten will. Wieder so eine Gutmenschen-Schnapsidee, die sich toll anhört, aber mit hoher Wahrscheinlichkeit die Meere nicht rettet. Man beobachte nur mal auf unseren Autobahnen, wie viele Industriegüter, Autos oder Boote, ja ganze Anlageteile und solche von Windrädern dick in Plastik eingepackt transportiert werden. Allein für den Transport einer Wagenladung hochwertiger Pkw wird wahrscheinlich mehr Plastik verbraucht, als ein Mensch im Leben an Plastik-Einkaufsbeuteln benötigt.

Nicht wir Platiktütenbenutzer ermorden das Meer, das schafft die Industrie ganz allein. Doch da trauen sich die Gutmenschen und wohl auch die Politiker nicht ran. Die ziehen sich bei diesem Thema lieber ihren vergötterten Jutebeutel über den Kopf.

Es scheint so, als wir Dinge, deren Größe, deren Dimension für uns nicht wirklich fassbar sind, für unzerstörbar halten und deshalb damit so sorglos umgehen. Doch heute wissen wir, auch das Meer hat seine Grenzen. Wenn wir die nicht akzeptieren, bekommt nicht nur das Meer, dann bekommen vor allem wir Probleme. Denn, auch hier gilt: Das Meer braucht uns nicht, wir aber das Meer. Vielleicht ist das die wichtigste Erkenntnis am 8. Juni, dem Internationalen Tag des Meers.

Ich gehe jetzt mit meinem Stoff-Brötchenbeutel, den ich einst selber genäht und bestickt habe, zum Bäcker.

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Frühstück.

Foto:
Pixabay

 


Veröffentlicht am: 08.06.2018

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