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Mehrheit der Riester-Verträge reduziert Vorsorgelücke nicht

... stellt die Sutor Bank fest

Die Riester-Rente ist in der Krise: zu geringe Renditen, wenig Produktauswahl, immer weniger Neuabschlüsse.

Wie erst kürzlich eine Studie des Instituts für Vorsorge und Finanzplanung offenbarte, liegt gerade bei den fondsgebundenen Riester-Produkten, die per se höhere Renditechancen haben sollten als klassische Riester-Verträge mit Garantieverzinsung, einiges im Argen: Demnach bekommen Sparer überwiegend Verträge mit niedrigem Risiko und entsprechend geringen Ertragschancen angeboten, obwohl der Anlagezeitraum sehr lang ist.

Doch nur mit einer zumindest anfangs hohen Aktienquote lässt sich sinnvoll fürs Alter vorsorgen. „Die überwiegende Zahl der Riester-Produkte sorgt nicht dafür, dass Anleger beruhigt ihrem Renteneintritt entgegensehen können“, sagt Michael Gott, Vertriebsleiter bei der Hamburger Sutor Bank. Das eigentliche Ziel der Riester-Rente, nämlich die Vorsorgelücke der Sparer deutlich zu verringern, werde ansonsten nicht erreicht.

Nicht die Zulage, sondern die Rendite zählt

„Die niedrigen Zinsen lassen Erträge aus der Riester-Rente derzeit bescheiden aussehen“
, erklärt Michael Gott. Dabei steuert der Staat schon gegen und hat ab 2018 seine Förderung erhöht: Die jährliche Grundzulage stieg von 154 Euro auf 175 Euro, Familien mit Kindern erhalten weiterhin eine Zulage von bis zu 300 Euro für jedes nach 2008 geborene Kind, für ältere Kinder immerhin noch 185 Euro. „Es kann allerdings nicht Sinn des Riesterns sein, dass die einzige Rendite die staatliche Zulage ist“, so Gott.

Ein wirklicher Vermögensaufbau ist erst möglich, wenn auch das gewählte Produkt aus sich heraus eine gute Rendite erzielt und die Sparbeiträge – immerhin vier Prozent des Bruttoeinkommens – sinnvoll arbeiten und wachsen können. Der Weg zu mehr Rendite führt derzeit jedoch nur über Aktien. Statistisch gesehen erzielen Aktien langfristig eine Durchschnittsrendite zwischen sieben und acht Prozent pro Jahr, bei Anlagehorizonten von mehr als 20 Jahren sinkt auch das Verlustrisiko gegen Null. Passive Produkte wie ETFs oder Indexfonds sind besonders geeignet – denn deren Kostenquoten sind deutlich geringer als bei aktiven Fonds und es ist damit sehr gut möglich, besonders nah an die Durchschnittsrendite der Aktienmärkte heranzukommen.

Lebenszyklus-Modell beim Riestern


„Natürlich schwanken Aktien stärker als Rentenpapiere“, erläutert Michael Gott. Die Angst, bei einem Aktieninvestment genau dann einen Einbruch zu erleben, wenn das Geld zur Auszahlung kommen soll, ist also durchaus berechtigt – selbst wenn vorher über viele Jahre eine gute Rendite erzielt werden konnte. „Aber auch dies lässt sich steuern – nämlich indem am Anfang der Sparphase möglichst viel Geld in Aktien fließt und gute Gewinne bringt. Im Laufe der Zeit wird dann – gleich einem Lebenszyklus-Modell – immer stärker in schwankungsarme, aber auch weniger renditeträchtige Rentenpapiere umgeschichtet“. Je höher der Aktienanteil am Anfang, desto größer das Renditepolster, mit dem der Anleger in die Zukunft geht.

Viele Riester-Aktienquoten unter 40 Prozent – sinnvoll sind bis zu 90 Prozent am Anfang

Dieser einfache Zusammenhang wird bei vielen Riester-Produkten jedoch immer noch missachtet. Entweder – und das sind die meisten – bleibt die Aufteilung auf Aktien und Renten über die gesamte Laufzeit starr. Oder aber es wird zwar umgeschichtet, der Start erfolgt aber mit einem viel zu niedrigen Aktienanteil. Selbst bei den Varianten mit Fondssparplänen wird häufig ein viel zu geringer Anteil in Aktien angelegt. Bei manchen der beliebtesten Angebote gehen gerade einmal 40 Prozent des Geldes in Aktienfonds.

„Eine geringe Aktienquote mag gut sein, um beim Verkauf der Produkte darauf hinzuweisen, dass es so gut wie kein Risiko gibt“, erklärt Gott. Dafür aber werden diese Produkte auch nie nennenswert zu einem nachhaltigen Vermögensaufbau beitragen. Wer dagegen mit einem Anlagehorizont von weit über 20 Jahren einen Riester-Vertrag abschließt, kann getrost mit einer Aktienquote von 90 Prozent beginnen.

„Anleger sollten verstärkt darauf achten, auf Produkte mit einer Aktienquote von anfangs deutlich über 50 Prozent zu setzen, um auf lange Sicht ein höheres Anlageergebnis zu erzielen als dies bei Produkten mit sehr geringen Aktienquoten der Fall sein dürfte“, so die Erfahrung von Michael Gott.



Die Sutor Bank


Die Hamburger Sutor Bank, gegründet 1921, ist eine der wenigen unabhängigen Privatbanken Deutschlands. Sie bietet mit ihrer Vermögensverwaltung für alle den unkomplizierten Einstieg in den Kapitalmarkt, leistet individuelle Vermögensberatung und managt zahlreiche Stiftungen. Für Finanzdienstleister entwickelt die Sutor Bank Finanzprodukte und übernimmt das technische und administrative Depotmanagement.

 


Veröffentlicht am: 15.06.2018

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