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Morgengruß von Helmut Harff: Das war es

... das erste Halbjahr 2018


Die erste Hälfte dieses Jahres ist mit Ablauf des heutigen Tages Geschichte. Da ist es an der Zeit, Bilanz zu ziehen. So eine Bilanz fällt bei jedem anders aus. Jeder erlebt und sieht die Dinge anders, jedermanns Leben verläuft anders. Für den einen waren die ersten sechs Monate des Jahres voller Freude, für den anderen voller Trauer. Deshalb kann mein Rückblick nur ein persönlicher sein.

Blicke ich auf den Zeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni 2018 zurück, so war das ganz persönlich eine gute Zeit mit der besten Frau der Welt an meiner Seite. Wir haben das Leben genossen, wir haben es uns schön gemacht. Dazu trug das sehr frühe und anhaltend schöne sommerliche Wetter - wie wir es in Berlin und der Lausitz hatten - maßgeblich bei. Wir konnten schon mehr im Garten sitzen, als es in anderen Sommern überhaupt möglich war.

Doch nehme ich die persönliche Brille ab, so fällt das Fazit für das erste Halbjahr 2018 sehr, sehr viel trüber  aus. Wir hatten erst gar keine Regierung und bekamen dann eine, die keiner wollte und die bis heute auch nicht will. Deutschland präsentierte sich 2018 eher als Bananenrepublik als ein Stabilitätsanker. Was da politisch vor allem auf Bundesebene, aber beispielsweise auch in Bayern läuft, ist weit mehr als das viel beschworene Trauerspiel, es ist ein Desaster, dessen Folgen man für Europa, aber vor allem für uns nicht absehen kann.

Es scheint auch kein Ende des Trauerspiels - genannt deutsche Automobilindustrie - zu geben. Es ist wohl nur eine Frage der Zeit, wann Vorstandssitzungen in der Freistunde im Gefängnis stattfinden. Vielleicht baut man ja schon mal einen Trakt mit Sitzungszimmern, der Wirtschaftsbossen vorbehalten ist. Ich hoffe, dass das wirklich alles nur ein Problem der Autowirtschaft ist.

Was war noch? Wir müssen nicht mehr bei Spielen der Fußballnationalmannschaft der Männer darum zittern, dass sie nicht zweistellig verlieren. Die hatte nichts in Moskau zu suchen. Wie meinte ein Kollege erleichtert: Für mich beginnt jetzt erst die Weltmeisterschaft.

Und sonst? Sonst haben wir keine Probleme - mit Ausnahme von Donald Trump und den Flüchtlingen. Wobei man meinen könnte, wir hätten überhaupt nur ein Problem - nämlich die Flüchtlinge. Die sind das allseits beherschende Thema - zumindest in der Politik und den Medien. Es gab 2018 ganz sicher keinen Tag, an dem die Flüchtlinge nicht die nationale und internationale Politik beschäftigten. Das geht soweit, dass Europa und die Handlungsfähigkeit der ohnehin schwachen deutschen Regierung arg in die Bredouille geraten sind. Ich bin gespannt, wann und vor allem wie man da wieder raus kommt.

Was gab es positives? Da muss ich schon etwas länger nachdenken. Wir stehen noch nicht vor Neuwahlen, die Autobauer verkaufen noch immer ihre Autos, Dieselfahrverbote gibt es noch immer nicht wirklich, der Mindestlohn steigt und die Arbeitslosigkeit sinkt. Auch nicht zu vergessen: Wir sind an unserem Umgang mit der Umwelt noch immer nicht gestorben, unsere Lebenserwartung steigt sogar.

Was mir angesichts des erste Halbjahres 2018 Sorgen macht, ist meine Beobachtung, dass kein Ruck durch das Land geht, dass niemand wirklich rebelliert, dass alles so dahin trottet. Wenn ich es recht überlege, dann macht mir das am meisten Sorgen.

Ich setzte mich jetzt in die Sonne und genieße das Frühstück.

Ihnen wünsche ich eine sorgenfreies und genussvolles Frühstück.

Foto:
Pixabay

 


Veröffentlicht am: 30.06.2018

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