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18.07.2018

 

 

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Vorsicht Maut

Autoreisende in Europa sollten sich informieren

Mit Beginn der Ferienzeit werden alljährlich für zahlreiche Bundesbürger die Urlaubsplanungen konkret. Viele haben vor, mit dem Auto ins Ausland zu fahren. Vor Antritt der Reise sollten sich diese Urlauber nicht nur Gedanken über die schnellste, landschaftlich schönste oder auch stauärmste Route machen.

Vielmehr ist es ratsam, sich ebenfalls mit den unterschiedlichen Vorschriften und Verkehrsregeln in den Reiseländern, durch die es geht, vertraut zu machen. Zu diesen Vorgaben zählen nicht zuletzt auch die Mautgebühren, die in etlichen europäischen Nachbarländern für das Benutzen von Autobahnen, Schnellstraßen, Brücken oder Tunnels gefordert werden. Auch in einigen Innenstädten Europas wird unterdessen eine sogenannte Citymaut erhoben, mitunter muss auch für das Befahren von Umweltzonen bezahlt werden. Wer sich darüber rechtzeitig informiert, kann sich viel Ärger und nicht zuletzt zum Teil auch saftige Strafen ersparen.

Insbesondere bei den Mautgebühren sollte man besser etwas genauer hinschauen, denn die Reglements weichen in etlichen Ländern zum Teil deutlich voneinander ab. Grundsätzlich gibt es in Europa zwei verschiedene Mautsysteme: Da ist zum einen die zeitbezogene Maut, die über eine Vignette, in Österreich mehr oder weniger liebevoll „Pickerl“ genannt, entrichtet wird. Daneben sind in anderen Ländern streckenbezogene Mautforderungen zu begleichen, bei denen die Beträge abhängig von Straße oder Streckenabschnitt variieren.

Neun Länder in der EU verlangen eine solche streckenbezogene Maut: In Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Irland, Italien, Kroatien, Polen, Portugal und Spanien werden die Autofahrer je nach zurückgelegten Kilometern zur Kasse gebeten. Gleiches gilt für die Nicht-EU-Länder Bosnien-Herzegowina, Mazedonien, Norwegen, Serbien, die Türkei und Weißrussland. Diese Mautsysteme sind jedoch nicht überall durchgängig, was bedeutet, dass es auch kostenfreie Autobahn- und Schnellstraßenabschnitte gibt. Für die mautpflichtigen Bereiche entrichtet der Autofahrer seinen Obolus entweder beim Ein- oder beim Ausfahren an den dafür vorgesehenen Mautstationen.

Diese Fahrtunterbrechungen entfallen in jenen acht Ländern, wo das Recht zum Befahren von Autobahnen oder Schnellstraßen mit einer zeitlich begrenzten Vignette erworben werden muss. Dies ist in Bulgarien, Österreich, Rumänien, der Schweiz, der Slowakei, Slowenien, Tschechien und Ungarn der Fall. Einige europäische Länder verlangen zudem gesonderte Mautgebühren für Brücken, Tunnel und Pässe, wie etwa Österreich, Schweiz, Italien, Frankreich, Dänemark und Schweden. Dabei können zum Beispiel je nach Länge eines Tunnels von 5,50 Euro für den österreichischen Bosruck-Tunnel (5509 Meter) bis zu 44,40 Euro für den 11,6 Kilometer langen Mont-Blanc-Tunnel zwischen Frankreich und Italien fällig werden, wie der ADAC ermittelte.

Der Fortschritt der Digitalisierung macht auch vor der Maut nicht Halt und so gibt es auf Europas Straßen ebenfalls elektronische Bezahlsysteme. Wie der ADAC berichtet werden in Ungarn die Gebühren inzwischen komplett elektronisch registriert und abgebucht: Dort müssen sich Autofahrer vor dem Befahren der betreffenden Strecken online registrieren und eine sogenannte E-Vignette kaufen. Auch Portugal und Polen setzen demnach auf verschiedenen Streckenabschnitten elektronische Bezahlsysteme ein, bei denen die gefahrenen Kilometer über einen zu erwerbenden „Transponder“ registriert werden. In Ungarn, Rumänien und der Slowakei hingegen benötigen Autofahrer eine elektronische E-Vignette. Und auch Österreich führt jetzt das „digitale Pickerl“ ein.

Gleich nach welchem System die Autofahrer in den europäischen Nachbarländern zur Kasse gebeten werden, in einem Punkt ähneln sie sich überwiegend: Verstöße gegen die Maut-Regeln können teuer werden, wie der ADAC warnt. Demnach sind etwa in Slowenien bis zu 800 Euro Strafe möglich, wenn im Auto keine Vignette vorhanden oder diese nicht richtig angebracht ist. Im Vergleich dazu ist Österreich mit Bußgeldern ab 120 Euro noch geradezu „billig“. Alle Automobilverbände empfehlen vor diesem Hintergrund, sich vor Reiseantritt genau über die zu entrichtenden Mautzahlungen zu informieren und auch entsprechend vorzubereiten: Etwa indem man ausreichend Kleingeld zurechtlegt, damit es am „Mauthäuschen“ nicht zu unnötigen Problemen kommt.

Quelle: Goslar-Institut

 


Veröffentlicht am: 06.07.2018

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