Startseite  

21.07.2018

 

 

Werbung

 

Vorherigen Artikel lesen Nächsten Artikel lesen

 

Morgengruß von Helmut Harff: Küssen verboten

Das meinten nicht einmal die Prinzen ernst…

Ihren Hit „Küssen verboten“ haben „Die Prinzen“ sicherlich nicht als Beitrag zum Internationalen Tag des Kusses verstanden – oder eben als ein sehr ironischen.

Doch eines ist Fakt: Heute ist küssen erlaubt – am Internationalen Tag des Kusses. Der wohl wichtigste, wenn auch nicht offizielle Feiertag des Jahres hat seine Wurzeln mal nicht in den USA sondern in Großbritannien. Schuld daran soll die strenge Moral und die konservativen Vorstellungen der Margaret-Thatcher-Ära gewesen sein.

Ich finde den Internationalen Tag des Kusses so toll, weil ich küssen toll finde. Der soll, folgt man mehreren Quellen, daraus entstanden sein, dass unsere Vorfahren ihrem Nachwuchs vorgekaute Nahrung von Mund zu Mund übergeben haben. Das möchte ich dann doch nicht. Da ist der Gedanke, dass man bei leidenschaftlichem Küssen pro Minute 20 Kalorien verbrauchen soll, doch viel angenehmer. James Belshaw und Sophia Severin haben dann vom 6. Juli zum 7. Juli 2005 in London in etwa 37.800 Kalorien verbraucht, denn laut dem Guinness-Buch der Rekorde haben sie sich 31 Stunden, 30 Minuten und 30 Sekunden geküsst. Sie hätten auch 100 Kilometer joggen können, um so viele Kalorien zu verbrauchen. Bleibt die Frage, was mehr Spaß macht.

Spaß ist ohnehin wohl das wichtigste Stichwort beim Thema Kuss. Auch wenn "Die Prinzen" warum auch immer mal keine Lust aufs Küssen hatten, stimmt ihnen wohl niemand wirklich zu. Wobei, als Kind fand ich die ganze Küsserei ziemlich eklig. Der Satz: „… gib doch mal der Oma oder wem auch sonst einen Kuss“ löste bei mir einen extremen Fluchtreflex aus. Da gab es dann auch noch die Situation, in der mich ein frühreifes Mädchen – ich glaube, das war noch im Kindergarten – küsste. Ich verbachte gefühlt eine halbe Stunde im Waschraum, um mir den Makel abzuwaschen. Toll, wie sich die Dinge im Laufe der Zeit ändern.

Doch nicht immer war das Küssen in der Öffentlichkeit so gelitten wie heute bei uns. Wie hieß das lange beim Film und in einem Gedicht von Kurt Tucholsky: „Es wird nach einem happy end im Film jewöhnlich abjeblendt.“. Allerdings fand der erste Filmkuss schon 1896 in den Kurzfilm mit dem passenden Titel „The Kiss“ statt. Geküsst wurde May Irwin von John Rice.

Erstaunlich ist für mich, dass der Kuss so positiv besetzt ist, kennen wir doch aus der Bibel den Judas-Kuss, mit dem der Jünger Jesus verriet und ihn so den Häschern auslieferte, die ihn schließlich ans Kreuz nagelten. Wobei, hätte es diesen Kuss nicht gegeben, wäre Jesus nicht auferstanden. Wer weiß, wie die Geschichte dann weiter gegangen wäre.

Noch ein Kuss hat Geschichte geschrieben. Ich meine den Bruderkuss, speziell den zwischen dem sowjetischen Staats- und Parteichef Breschnew und dem DDR-Chef Honecker. Dieser Kuss wird heute täglich von tausenden Berlin-Touristen als Bild in der East Side Gallery fotografiert. Eigentlich nicht schlecht, wenn von den beiden nicht viel mehr übrig geblieben ist, als eben jener Kuss.

Über das Thema Kuss kann man ganze Regale voll Bücher schreiben und vor allem lesen. Doch all das wird dem Kuss nicht annähernd gerecht. Der Kuss, der Internationale Tag des Kusses verdient nur eines – sich küssen. Das geht nur in der Praxis. Theoretisch macht das einfach überhaupt keinen Sinn. Theoretisch kann man keinen Kuss genießen – und man sollte jeden Kuss mit allen Sinnen genießen.

Ob ich heute zum frühstücken komme? Bei mir gilt: Küssen erlaubt.

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Frühstück und gaaaaaanz viele Küsse.

Foto:
Pixabay

 


Veröffentlicht am: 06.07.2018

AusdruckenArtikel drucken

LesenzeichenLesezeichen speichern

FeedbackMit uns Kontakt aufnehmen

NewsletterNewsletter bestellen und abbestellen

TwitterFolge uns auf Twitter

FacebookTeile diesen Beitrag auf Facebook

Hoch: Hoch zum Seitenanfang

Nächsten Artikel: lesen

Vorherigen Artikel: lesen

 

 


Werbung

 


Werbung

 


Werbung

 


Werbung

Neu auf genussmaenner.de


 

 
         
             
     
     
     

 

Service
Impressum
Kontakt
Mediadaten
Newsletter
Datenschutzhinweis
Nutzungshinweise
Presse
Redaktion
RSS 
Sitemap
Suchen

 

Besuchen Sie auch diese Seiten in unserem Netzwerk
| Börsen-Lexikon
| fotomensch berlin - der Fotograf von genussmaenner.de
| Frauenfinanzseite
| Geld & Genuss
| geniesserinnen.de
| gentleman today - Edel geht die Welt zu Grunde
| instock
| marketingmensch | Agentur für Marketing, Werbung & Internet
| Unter der Lupe

 

Rechtliches
© 2007 - 2018 by genussmaenner.de, Berlin. Alle Rechte vorbehalten.

Lesezeichen:
 Del.icio.us Google Bookmark Reddit