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Morgengruß von Helmut Harff: 40 Milliarden

Soooooo viele Euro

Die Kommission für Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung (oft nur Kohlekommission genannt), hat nun vor einigen Tagen ihre Ideen für den Ausstieg aus der Kohle in Deutschland präsentiert.

Wie gesagt, es waren nur Empfehlungen einer von der Regierung eingesetzten Truppe, von der ich zumindest nicht weiß, warum wer dazu eingeladen wurde. Ich weiß nur, dass man sich vor allem immer eines war – nicht einig. So gesehen sind die jetzt gemachten Vorschläge ziemlich sicher nur ein kleiner gemeinsamer Nenner. Ein großer Wurf sieht sicherlich anderes aus. Doch so ist das, wenn Veganer und Fleischesser ein gemeinsames Menü zaubern müssen.

Doch die Ideen, gern als Empfehlungen betitelt, sind nun mal in der Welt und werden gern diskutiert. Viele Menschen, auch in den Medien, starren wie das Kaninchen auf die Schlange auf die im Raum stehenden 40 Milliarden Euro, die die vom Kohleausstieg betroffenen Regionen zur Abfederung der Ausstiegsfolgen bekommen sollen. Wie gesagt, ob das so kommt ist noch unwahrscheinlicher als ein geregelter Brexit.

Doch was bedeuten die 40 Milliarden Euro, die ja der Steuerzahler aufbringen muss? Wie gesagt, die 40 Milliarden Euro sollen über 20 Jahre verteilt zur Verfügung gestellt werden. Das sind dann mal 2 Milliarden Euro im Jahr. Nur mal eine Vergleichszahl dazu:  Die Fregatte „Baden-Württemberg“, der neue Stolz der Bundesmarine, kostet 3,1 Milliarden Euro.

Doch zurück zu den 40 Milliarden. Ich habe mal recherchiert und gerechnet:  46 Millionen Menschen in Deutschland sind entweder abhängig beschäftigt oder zahlen als Selbstständige Steuern. Dazu kommen rund fünf Millionen steuerpflichtige Rentner. Das sind also zurückhaltend gerechnet 50 Millionen Menschen, die in Deutschland Steuer zahlen. Das heißt, dass jeder Steuerbürger über die nächsten 20 Jahre für den Umbau der Braunkohleregionen sagenhafte 40 Euro im Jahr zahlen muss. Rechnet man noch einmal so viele Milliarden für die Entschädigung der Konzerne und andere Kosten in gleicher Höhe hinzu, so liegen wir bei 80 Euro im Jahr. Das sind dann unwahrscheinliche 0,22 Euro pro Tag. Worüber regen wir uns da auf?

Was mich eher aufregt ist, dass die sogenannte Kohlekommission zwar gesagt hat, bis wann man aus der Kohle endgültig aussteigen soll oder will. Ich habe aber noch kein Wort davon gehört, wie man es bis dahin wirklich erreichen will, uns mit Strom aus regenerativen Energieträgern zu versorgen. Ich wüsste gern, wie man es erreichen will, dass man die notwendigen Einrichtungen wie Windräder, Solarparks, Wasserkraftwerke aber auch Überlandleitungen und Energiespeicher bauen will, die ja augenscheinlich keiner zumindest vor seiner Haustür haben will? Hier nennt auch keiner Kosten und folglich sagt auch niemand, wer die tragen soll. Man will lediglich verhindern, dass Energie nicht viel teurer wird. Wer soll das glauben?

Ich glaube noch nichts von alledem, was da bisher so berichtet, erzählt und diskutiert wird. Schließlich ist das nur die Empfehlung einer Kommission, von denen es ja mehrere gibt. Spannend wird es erst, wenn das Ganze in Gesetze gefasst wird. Doch wann das passiert und wer dann das Land regiert, das weiß wohl auch noch niemand.

Ich weiß nur, dass ich jetzt aufpassen muss, dass beim Aufbacken aus meinen Frühstücksbrötchen keine Kohle wird.

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Frühstück.

Foto: Pixabay

 


Veröffentlicht am: 29.01.2019

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