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28.09.2020

 

 


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Begegnungen mit einer Bohne

Eine koffeinhaltige Reise durch die skurrilen Kaffeeszenen dieser Welt

Mit über vier Kilogramm Kaffee hat sich der US-Amerikaner durchschnittlich im vergangenen Jahr wachgehalten, längst gilt das heiß begehrte Gebräu als Standardgetränk – nicht nur in den Staaten.

Von sozialen Koffeinprojekten über künstlerische Kaffee Kunst bis hin zu außergewöhnlichen Gepflogenheiten rund um des Menschens liebstes Getränk – eine Reise zu den absurden Kaffeetrends dieser Welt.

Raleigh, North Carolina: Faires Frühstück


Keiner muss, jeder kann: Das A Place at the Table macht seinem Namen alle Ehre, ist hier doch für wirklich jeden ein Plätzchen frei. Als es im Städtchen Raleigh in North Carolina einst als Zahl-Was-Du-Kannst-Café eröffnete, war die Vision schnell klar: Es sollte ein Ort sein, an dem sich jeder wohlfühlt, an dem jeder an der Gesellschaft teilnehmen kann, und an dem jeder ein Teil von etwas Großem ist. Kaffee & Co. können hier auf die unterschiedlichste Art und Weise beglichen werden: Wer mag und kann, zahlt den vollen Preis, mindestens aber die Hälfte davon.

Alternativ steht es Gästen offen, im Café tatkräftig mitzuhelfen und sich damit Speis und Trank zu erarbeiten – Gläser auffüllen, Teller servieren, Gäste begrüßen oder am „Community Table“ sitzen – das Kartoffelschälen 2.0. Der Gutmensch unter den Cafés finanziert sich durch Spenden, Trinkgelder und sogenannte Tokens, die wir Essensgutscheine fungieren und von Käufernan jene Mitmenschen weiterverschenkt werden können, die sich kein Frühstück leisten können. Gesellschaft trifft auf Genuss!

Sarasota, Florida: Kunst im Kaffee

Dass der morgendliche Blick in den Spiegel nicht immer ganz erheiternd ist, hat vermutlich jeder schon am eigenen Laib erfahren. Warum also nicht einfach drauf verzichten – und lediglich ganz tief in die Kaffeetasse schauen? Die ofKorsBakery in Sarasota an der Westküste Floridas zaubert das Antlitz ihrer Gäste nahezu perfekt auf den Schaum – Herzchen und Schwäne sind damit von gestern! Zwar wird dieser künstlerische Effekt von einer Maschine übernommen, eindrucksvoll ist es trotz allem. Und wer sein eigenes Gesicht nicht mehr sehen kann, darf sich an den europäisch inspirierten Leckereien bedienen: Von Croissants und Crêpes über Strudel und italienische Cannoli bis hin zu herzhaften Snacks wie Suppen, Salaten und Sandwiches. Gesicht zeigen neu definiert!

Qatar: Kniffliges Käffchen


Saffran, Kardamom, leicht geröstete Kaffeebohnen und Wasser – das sind die Zutaten für Ghawa, den traditionellen arabischen Kaffee. Dieser ist in jedem katarischen Haushalt zu finden – frisch gebrüht steht meist ab dem Nachmittag eine Kanne für Familie und Gäste bereit. Ghawa ist aus dem Brauchtum Qatars nicht mehr wegzudenken und ein Symbol für Gastfreundschaft und Großzügigkeit. Beim Genuss des belebenden Getränks sind einige Gepflogenheiten zu beachten, denn schnell hat man unbewusst eine Nachricht gesendet, die gar nicht so gemeint war. Beispielsweise gilt ein „Nein“ als No-Go: Wem ein Kaffee angeboten wird, der sollte diesen in keinem Fall ablehnen – denn dies gilt als äußerst unhöflich.

Auch das Abstellen der Tasse will wohl durchdacht sein. Wer das nämlich macht, ohne zuvor getrunken zu haben, der möchte – so sagt es die Tradition – ein wichtiges und eventuell sogar prekäres Thema besprechen; beispielsweise um die Hand der ältesten Tochter des Hauses anhalten. Und wann ist eigentlich Schluss? Reicht der Gast die leere Kaffeetasse ohne Kommentar zurück, erhält er diese sogleich frisch aufgefüllt wieder. Wer genug Kaffee hat, zeigt dies, indem beim Zurückreichen mit dem Schälchen leichte Schüttelbewegungen ausgeführt werden. Hintergrund dieses Rituals ist die Vermeidung, wichtige Gespräche durch ständiges Gequatsche beim Nachfüllen des Kaffees zu unterbrechen. Na dann: möge der Kaffee vor allen Dingen stark sein!

Seattle, Washington: Die Wiege der amerikanischen Kaffeerevolution

Karamell-Macchiato, Eiskaffee mit Zimtgeschmack oder doch eher eine Kürbisnote? Kaum eine andere Stadt in den USA identifiziert sich so stark mit dem beliebten Heißgetränk wie die Metropole im äußersten Nordwesten des Landes. Hier wird Kaffee nicht nur als Wachmacher konsumiert – hier genießt man ihn den ganzen Tag über, und die Einwohner sind ständig auf der Suche nach der perfekten Röstung. Als Geburtsort der weltweiten Starbucks-Revolution zählt ein Besuch der ersten Filiale zu den Must-Dos für Fans des Kaffee-Giganten – Schlange stehen inklusive! In dem kleinen Laden am Pike Place Market herrscht oft ein reger Andrangmit Besuchern aus der ganzen Welt. Ruhiger aber keinesfalls langweilig wird es beim Original Coffee Crawl von Seattle by Foot. In sechs unterschiedlichen Cafés erfahren die Teilnehmer mehr über Aufbrühverfahren und die Kaffee-Geschichte Seattles – dabei kommt das Verkosten nicht zu kurz!

Hawai‘i Island, Hawai‘i: The Champagne of Coffee: Kaffeekultur in Kona, Hawai‘i Island


45 US-Dollar und mehr für ein Pfund Kaffee? Durchschnitt, wenn es sich um Kona Coffee handelt! Die Arabica-Kaffeebohnen von Hawai‘i Islands Westküste haben den Ruf, eine der exklusivsten und geschmackvollsten Sorten weltweit zu sein. Die Kaffeepflanzen, die sich mit dem Titel Kona Coffee rühmen dürfen, befinden sich auf einer weniger als hundert Quadratkilometer kleinen Fläche am Fuße und an den Hängen des Hualālai Mountain. Seit Beginn des 19. Jahrhunderts wird in dieser Region aufgrund der optimalen Bedingungen Kaffee angepflanzt: Die erhöhte Lage, fruchtbare Vulkanerde, konstant warme Temperaturen sowie Wolken und Schauer am Nachmittag sorgen für intensiven, charakteristischen Kaffeegenuss.

Hawai‘i ist einer von zwei US-Staaten, in denen Kaffee angebaut wird. Während einer Tour bei UCC Hawai‘i, eine von mehreren Hundert Kaffeefarmen, besuchen Gäste zuerst die Plantage und können dann ihren eigenen Kaffee, ganz nach ihrem individuellen Geschmack, rösten, verpacken und als Souvenir mitnehmen. Die Farm hat zusätzlich ein kleines Café; natürlich werden hier auch die eigenen Produkte verkauft – die, aufgrund der geringen Erntemengen und der aufwendigen Ernteprozesse, als „The Champagne of Coffee“ eben ihren Preis haben.

Quatar: Qatar-National-Tourism-Council

 


Veröffentlicht am: 29.01.2019

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