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24.08.2019

 

 


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Morgengruß von Helmut Harff: (k)eine Klagemauer?

Dafür gibt es kein Geld

Vor wenigen Tagen hörte ich im Radio einen Beitrag, in dem es darum ging, dass Frauen sich eine Klagemauer nach dem Vorbild in Jerusalem errichtet haben. Frauen und Klagemauer? Nein es ging nicht um Angela Merkel, Annegret Kramp-Karrenbauer, es ging auch nicht um Theresa May.

Wenn diese Frauen eine Klagemauer errichten würden, könnte ich das ja verstehen. Wobei dann zu klären wäre, für wen die Klagemauer errichtet würde. Klagen da die Politikerinnen über all das, was man ihnen antut oder klagen da die, die angesichts ihrer Politik viel zu klagen haben? Sollte letzteres der Fall sein, hätte man ja auch die Mauer zwischen Ost und West stehen lassen können.

Nein, es war nicht die Rede von Politikerinnen sondern von Nonnen, von katholischen Ordensfrauen. Mein erster Gedanke war: Wozu brauchen Nonnen eine Klagemauer? Sind die nicht tagtäglich mit Gott im Gespräch? Warum müssen die noch extra eine Mauer haben, um zu klagen? Worüber klagen Nonnen im Angesicht der Mauer, worüber sie in ihren Gebeten nicht klagen könnten?

Irgendwie fand ich die Idee der Nonnen zumindest merkwürdig.  Doch wie wäre es, wenn wir, wenn ich mir eine Klagemauer baue? Das kann zur Not ja auch eine mit Steinen verkleidete Wand sein. Dann stellte ich mir vor, wie ich vor so einer Wand stehe und klage. Das sorgt dann für ein Gefühl zwischen Belustigung und Selbstschämen.

Es war mir sehr schnell klar, dass es bei mir keinen Cent für den Bau einer Klagemauer geben wird. Da fällt mir etwas ein: Wieso verzichtet Donald Trump nicht generös auf seine Mauer nach Mexiko und plant nicht als Ersatz eine Klagemauer, an der je nach Standort von der einen Seite die US-Bürger und von der anderen Seite die Mexikaner und Flüchtlinge ihre Klagen äußern können? So eine acht Meter hohe Klagemauer können doch auch die Demokraten nicht einfach ablehnen. Schließlich können sie dort auch über die Trump-Politik klagen.

Da fällt mir noch etwas ein: War die Berliner Mauer gar kein Antifaschistischer Schutzwall, sondern eben auch eine Klagemauer? Über kaum ein anderes Bauwerk in Deutschland wurde so viel geklagt, wie eben über diese Mauer.

Doch zurück zu meinem Mauerplänen. Ich versichere, dass ich nicht vorhabe, eine Mauer zu errichten. Zumindest keine, um vor  ihr zu klagen. Wenn überhaupt, dann will ich eine Danke-Mauer. Wobei ich die auch nicht brauche, auch wenn sie deutlich sinnvoller ist, als eben eine Klagemauer.

Es ist für mich, für meine Seele, für mein Wohlbefinden, für meine Gesundheit wesentlich besser, wenn ich mich bedanke, wenn ich Danke sage, als wenn ich ständig klage.  Ja, auch das kommt vor, aber ich bemühe mich, dass das eher die Ausnahme ist. Es macht einfach mehr Spaß, sich zu bedanken, als zu klagen.

Wenn ich – was vor allem im Urlaub passiert – katholische Kirchen besuche, dann zünde ich immer eine Kerze an. Das tue ich in dem Gedanken, mich zu bedanken, nie, um etwas zu bitten oder gar zu klagen. Wozu also eine Klagemauer?

Jetzt bedanke ich mich erst einmal bei der besten Frau der Welt, die gerade Frühstück gemacht hat.

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Frühstück.

Foto: Pixabay

 


Veröffentlicht am: 30.01.2019

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