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19.11.2019

 

 


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Das Smartphone wird zur Schaltzentrale

... für den Radfahrer

Funkübertragung macht das Fahrrad 2019 noch smarter. Davon profitieren nicht nur Fahrrad‐Nerds und Spitzensportler, sondern auch Alltagsfahrer. Der pressedienst‐fahrrad erklärt den Anbruch der drahtlosen Ära am Fahrrad.

Mit „AXS“ liefert der US‐fränkische Komponentenspezialist Sram das heißeste Thema zum Start der Radsportsaison 2019. Hinter den drei Buchstaben, ausgesprochen „access“ wie englisch „Zugang“, verbergen sich ein eigens entwickeltes Funkprotokoll und eine komplett konfigurierbare Schaltzentrale. Damit lassen sich ab sofort diverse Komponenten für Mountainbikes und Rennräder kabellos ansteuern und bedienen. Verwalten kann man das System in der AXS‐App (für Android und iOS erhältlich).

Welches Aufsehen die neue MTB‐Schaltung schon vor ihrem Launch in der Fahrradbranche erregte, zeigt die aktuelle Leserwahl von MTB-News.de, Deutschlands größtem Mountainbike-Portal. Die Funk‐Schaltung „Eagle AXS“ kam auf den zweiten Platz in der Kategorie „Innovativstes Produkt des Jahres 2018“ – obwohl es vor der Veröffentlichung am 6. Februar 2019 keine detaillierten Informationen außer ein paar erhaschten Fotos von Prototypen gab!

Der Funk ist übergesprungen

Bekannt ist das Aerial‐Protokoll aus Srams Rennradschaltung „eTap“. Es beschleunigt und präzisiert das Schalten – nun auch im Gelände. Darum bedeutet der zweite Platz einige Vorschusslorbeeren für ein System, mit dem bisher fast ausschließlich Profisportler und Entwickler Praxiserfahrungen sammeln konnten. Für Maximilian Topp, PR‐Koordinator Mountainbike bei Sram, aber ein Zeichen, dass man die Bedürfnisse der Mountainbiker erkannt hat: „Mit AXS wollen wir das Radfahren verbessern und vereinfachen. Die Schaltung ist einfach besser, schneller, effizienter – und auf Wunsch individualisierbar.“

Der eigene Funkstandard sorgt dafür, dass die Komponenten miteinander kommunizieren und eine starke Verschlüsselung verhindert Interferenzen von anderen Systemen. Über die App lassen sich alle unterschiedlichen AXS‐Komponenten steuern und verwalten – sie ist zum Betrieb der Teile aber nicht zwingend nötig. Die App zeigt Akku‐ bzw. Batterieladestand aller Komponenten an und ermöglicht auch individuelle Einstellung und Feinjustierung. Während der Fahrt müssen Komponenten und Smartphone aber nicht miteinander verbunden sein.

Alles ist denkbar

So können beispielsweise die Schaltfunktionen wie vom Fahrer gewünscht auf die Schalthebel links und rechts verteilt werden. Dafür bietet Sram mit der „Eagle AXS“ (ab 2.000 Euro) eine drahtlose Mountainbike‐Schaltung und mit der „Red eTap AXS“ (ab 2.868 Euro) das passende Rennradpendant. Zusätzlich wird von der Sram‐Unternehmenstochter Rockshox eine funkgesteuerte Teleskop‐Sattelstütze („Reverb AXS“, 800 Euro) angeboten, deren Bedienung ebenfalls über AXS läuft – hier entfällt das umständliche Verlegen der Hydraulikleitungen im Rahmen und ein Großteil des Service. „Das ist aber erst der Anfang. Man braucht nicht viel Phantasie, um AXS auch in Dämpfer, Federgabel oder im hauseigenen Reifendruckmesser ‚Tyrewiz‘ zu sehen. Alles kann mit einem Click verwaltet und gesteuert werden. Das Fahrrad steht somit vor einem Paradigmenwechsel“, ist Topp überzeugt.

Digitalisierung versalzt Dieben die Suppe


Wie weit die Digitalisierung im Fahrradmarkt angekommen ist, zeigt sich auch an anderen Produktbereichen, in denen das Smartphone die Funktion der Schaltzentrale übernimmt und das Radfahrerleben im Alltag und Sport ungemein erleichtert. Die Sicherheitsexperten von Abus haben mit dem „A770 SmartX“ (ab 199,95 Euro) beispielsweise ein Schloss entwickelt, das sich bei eingeschalteter App bei Annäherung automatisch entriegelt – ohne umständliches Suchen nach einem Schlüssel. „Die App zeigt aber auch den genauen Standort des Rades an. Gerade bei großen Radparkplätzen ist das ein enormer Vorteil“, so Marketingmanager Torsten Mendel.

Falls das hochwertige Rad doch gestohlen wird, ermöglicht die App „eConnect“ vom E‐Bike-Hersteller Haibike ebenfalls Live‐Ortung und -Tracking. Außerdem verfügt das System über eine Notruffunktion: Im Falle eines Sturzes wird automatisch ein SMS‐Hilferuf an definierte Notfallkontakte ausgelöst. So bietet es ein echtes Plus an Sicherheit. „Das digitale Bike ist keine Illusion mehr, sondern wird 2019 mehr denn je zur Realität. Die Möglichkeiten, die sich Radfahrern in Zukunft bieten, sind vielfältig und auf jeden Einsatzzweck abgestimmt“, sagt dazu Andy Benz, Head of Project Management.

Und App geht die Fahrt

Navigiert wird bereits per Google Maps, Bike Citizens oder speziellen GPS‐Geräten, die ebenfalls per App mit dem Smartphone kommunizieren und eigene Kommunikationszentralen sind. „In Kombination mit der Lezyne-App ‚Ally‘ können Tourdaten unserer GPS‐Geräte völlig unkompliziert mit Freunden geteilt werden. Ebenso kann man sich auf Tour live im Internet verfolgen lassen, wenn man z. B. in fernen Ländern unterwegs ist“, erklärt Mareen Werner von Sport Import, deutscher Vertriebspartner des GPS‐Geräteherstellers. Hierfür lasse man einfach beim Start eine automatische Mail mit einem Tracking‐Link an einen definierten Empfängerkreis verschicken. „Einfacher geht es nicht“, so Werner.

Foto: www.sram.com | pd-f

 


Veröffentlicht am: 07.02.2019

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