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22.09.2019

 

 


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Morgengruß von Helmut Harff: Dreimal Europa

... von Deutschland über Tschechien nach Österreich

Die Beste Frau der Welt und ich sind mal wieder auf Tour. Diesmal nicht auf Einladung, sondern weil uns Leser auf den Reiseclub Cottbus aufmerksam gemacht haben und wir einmal im Leben den Wiener Opernball erleben wollen.

Nein, wir haben nicht im Lotto gewonnen, die Reise beinhaltet "lediglich" die Teilnahme an der Generalprobe zum Wiener Opernball. Aber das nun am Rande und hier in den nächsten Tagen mehr zum Veranstalter, zu Wien und eben dem Opernball.

Auf unserer sehr entspannten Reise aus der heimlichen Lausitzer Hauptstadt sprach die charmante Reiseleiterin einen Satz aus, der wohl im Bus keine Verwunderung auslöste, den wahrscheinlich viele überhörten. Sie meinte, dass wir es wohl gar nicht bemerkt hätten, aber wir haben soeben die Grenze nach Tschechien überfahren.

Einerseits fand ich völlig normal, dass man das im 21. Jahrhundert in der Mitte Europas nicht mehr bemerkt, andererseits berührte es mich ziemlich, dass man es immer noch sagt, vielleicht sogar sagen muss. Eine Grenze nicht zu bemerken, das ist doch einerseits für uns total normal, für die allermeisten Menschen auf diesem Planeten allerdings nicht. Eine Grenze zu überfahren, ohne dass man es bemerkt, das ist etwas, was wir auf möglichst lange Zeit erhalten sollten. Dazu haben wir bei der Europawahl ja bald auch Gelegenheit.

Und doch hatte die Reiseleiterin mit ihrer Äußerung nicht den Nagel auf den Kopf getroffen. Wer aus dem Fenster sah, bekam sehr schnell nämlich doch mit, dass sich da draußen etwas geändert hat. Die Dörfer, durch die wir fuhren, die Städte die wir eher in der Ferne sahen, sahen deutlich anders aus. In der Ferne rauchten Schlote, die - so sah es aus -  nicht die strengen EU-Umweltauflagen erfüllten. Und die Dörfer? Die Straßen schienen in Ordnung und das, wie man Schildern am Straßenrand entnehmen konnte, vor allem dank EU-Geldern. Gut angelegte Gelder, denn so konnten wir ohne Gerüttel mit unserem Bus gen Wien rollen.

Doch für die Sanierung der Häuser entlang der Straße reichte das Geld dann eben nicht. Dafür gibt es nichts aus Brüssel und augenscheinlich auch nichts aus Prag. Häuser, die den Eindruck machen, wirklich im 1a-Zustand zu sein, waren kaum zu sehen. Das wiederum zeigte mir, dass wir in Europa noch viel zu tun haben, bis die Menschen überall und vor allem im EU-Raum in etwa gleiche Lebensverhältnisse haben. Daran sollte man in Brüssel arbeiten und nicht an kaum noch nachzuvollziehenden Umweltauflagen, die sich ohnehin nur die Reichen leisten können.

Und dann nahte die österreichische Grenze. Das wir uns der näherten, sah ich schon einige Kilometer bevor wir die wirklich erreichten. Es mehrten sich fast schlagartig die Schilder, die auf Casinos, aber vor allem auf Sexclubs, auf Erotik-Angebote hinwiesen. Das war dann die andere, die Kehrseite, die hässliche Fratze Europas. Das war dann das, was die Unterschiede zwischen den EU-Ländern zeigt. Das zeigte eben noch einmal auf sehr brutale Weise, warum es gerade in Ländern wie Tschechien so viele EU-Gegner gibt. Übrigens habe ich an der Deutsch-Tschechischen Grenze keine Hinweise auf das Tun von Sexarbeiterinnen gefunden. Aber, ich werde auf der Rückfahrt noch einmal genau darauf achten.

So, jetzt gehen die Beste Frau der Welt und ich erst einmal im Parkhotel Schönbrunn, direkt neben der Sommerresidenz der Habsburger, frühstücken.

Ihnen wünsche ich ein genussvolles Frühstück.

Eines noch in eigener Sache: Heute wird es keinen Wochenend-Newsletter geben. Wie auch, wenn ich den ganzen Tag in Wien unterwegs bin.

Foto: Pixabay

 


Veröffentlicht am: 24.02.2019

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