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Das ist ja wie Champagner!

Die FESTTAGE 2019 vom 12. bis 22. April Unter den Linden

Nur noch wenige Wochen sind es, bis die FESTTAGE beginnen, und die Vorfreude auf diesen Höhepunkt mitten im Frühling schwingt in der Luft. Ganz zu dieser Laune passt die Oper, die zu den diesjährigen FESTTAGEN Premiere feiert, und deren Sujet bei ihrem Komponisten Prokofjew direkt die Assoziation mit Champager erweckte.

Und so kommt sie nun daher: charmant, perlend und geist- und spannungsreich: Sergej Prokojews »Die Verlobung im Kloster«, neu inszeniert von Dmitri Tcherniakov. Die Besetzung, u. a. mit Aida Garifullina besitzt Starqualitäten, wie auch die zweite große FESTTAGE-Oper, Wagners »Die Meistersinger von Nürnberg«, oder das Konzertprogramm mit Anna Netrebko als Solistin und Rolando Villazón als Solist - alles unter der musikalischen Leitung von Daniel Barenboim.

 »Das ist ja wie Champagner! ...«

»... Daraus ließe sich eine Oper im Stil von Mozart und Rossini machen!« Als Sergej Prokofjew 1940 das Sujet seines nachmals »Die Verlobung im Kloster« betitelten Bühnenwerks kennen lernte, zeigte er sich sofort animiert. Nach einer an absurd-witzigen Situationen reichen Komödie des irischen Dichters Richard Sheridan aus dem späten 18. Jahrhundert schrieb er innerhalb weniger Monate eine »lyrisch-komische Oper«, voller Esprit und Inspiration, mit zahlreichen Anklängen an klassische Formen, aber doch in seinem sehr eigenem »Prokofjew-Stil«. Mehrere Paare, die nach mancherlei Verwirrungen und Verwicklungen schließlich zueinander finden, dazu gefoppte Drahtzieher, die sich in eigener Schlinge verfangen, bieten viel komödiantisches Potential, das Prokofjew auch voll ausschöpft.

Die musikalische Leitung der Neuproduktion an der Staatsoper Unter den Linden liegt in den Händen von Daniel Barenboim, der gemeinsam mit der Staatskapelle, dem Staatsopernchor und einem Solistenensemble um Aida Garifullina, Violetta Urmana, Andrey Zhilikhovsky, Stephan Rügamer, Goran Jurić u. a. Prokofjews Werk zum Leben erwecken wird.
Premiere am 13. April Weitere Termine: 17. & 22. April

Jetzt noch erleben: Jörg Widmanns »Babylon«


Von einer »zeitgenössischen Vollblutoper« sprach eine Berliner Tageszeitung anlässlich der Uraufführung von Jörg Widmanns überarbeiteter Fassung seiner Oper »Babylon«. Opulent ist die Produktion in jeglicher Hinsicht: Die Inszenierung von Andreas Kriegenburg siedelt die multikulturelle Gesellschaft der antiken Hochkultur-Metropole in einem spektakulär konstruierten Hochhaus an, durch die großen vielschichtigen Klangbilder steuert der junge Dirigent Christopher Ward souverän Staatskapelle und Staatsopernchor. Am Ende des Abends wurden vor allem auch das Solistenensemble um Susanne Elmark, Mojca Erdmann, Marina Prudenskaya, Charles Workman und John Tomlinson für seine beeindruckende Bühnenpräsenz umjubelt.
Drei Mal steht das Werk nun noch auf dem Spielplan der Staatsoper: am 20., 22. & 24. März

Foto: Marcus Ebener

 


Veröffentlicht am: 20.03.2019

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