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21.09.2017

 

 

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"Der schönste Moment war nicht die Siegerehrung!

In November 2008 fand in Köln der German Chocolate Master 2008-09 statt. Nach zwei Tagen intensiven Wettbewerbs auf höchstem Niveau konnte sich Michaela Karg, aus dem „Café am Kreuzgang“ in Feuchtwangen, souverän gegen die anderen Wettbewerber durchsetzen. Ihre Kreationen stellten eine Zeitreise durch verschiedene Stile unterschiedlicher Epochen dar. Mit dem Sieg qualifizierte sich Michaela Karg für das Finale der „World Chocolate Masters 2009“, das vom 14.-16. Oktober 2009 im Rahmen des Salon du Chocolat in Paris stattfindet. Dort wird sie gegen 19 andere nationale Gewinner um den begehrten Titel des „World Chocolate Master 2009“ kämpfen.

Tatjana Lundgrün  von Barry Callebaut hat Michaela Karg in der Konditoren-Meisterschule zu Köln bei Ihren Vorbereitungen auf das Finale des „World Chocolate Master 2009“ besucht. Dabei durften sie ihr nicht nur über die Schulter schauen und die ersten Kreationen bewundern, sondern auch ein sehr spannendes Interview führen.

Hallo Frau Karg, vielen Dank, dass Sie sich Zeit für das Interview genommen haben und ich Ihnen bei Ihren Vorbereitungen auf das Finale der World Chocolate Masters 2009 in Paris über die Schulter schauen darf.

Frage:
Unsere Leser sind sicherlich schon sehr gespannt, mehr über Sie und Ihr Vorhaben zu erfahren. Können Sie uns zunächst einmal etwas über sich selbst erzählen?
Michaela Karg:
Mein Name ist Michaela Karg. Ich bin 27 Jahre alt und komme aus Feuchtwangen in Mittelfranken. Mit 16 begann ich meine Lehre als Konditorin, anschließend habe ich direkt Köchin gelernt. Dann fing ich an etwas Berufserfahrung zu sammeln. 2006 besuchte ich die Meisterschule der Konditoren an der Handwerkskammer in Köln und machte dort danach noch den Betriebswirt des Handwerks. Seit 2 Jahren bin ich nun in unserem Familienbetrieb tätig.

Frage:
Was war Ihre Motivation, den Konditorberuf zu erlernen?
Michaela Karg:
Wir haben einen Familienbetrieb, der eine lange Tradition hat. Somit bin ich schon als Kind damit aufgewachsen und werde den Betrieb auch übernehmen.

Frage:
Frau Karg, Sie haben vergangenen November bei den German Chocolate Masters Teil genommen. Was war Ihre Motivation, sich für den Wettbewerb anzumelden?
Michaela Karg:
Es war schon immer ein Traum, bei einem Wettbewerb Teil zu nehmen. Ich war nur nicht sicher, ob der Zeitpunkt richtig ist. Doch durch zahlreichen Zuspruch im Freundes- und Familienkreis habe ich mich dann doch dafür entschieden, mich zu bewerben.

Frage:
Was haben Sie von der Teilnahme am Wettbewerb erwartet?
Michaela Karg:
Nun, ich wollte einfach erleben, wie es ist, bei so einem Wettbewerb mit zumachen, und schauen, wie weit ich komme. In erster Linie war es für meine persönliche Entwicklung.

Frage:
Wurden Ihre Erwartungen erfüllt?
Michaela Karg:
Ja, sogar mehr als das! Ich hätte nie damit gerechnet, gleich den ersten Wettbewerb zu gewinnen. Ich habe eigentlich gar nicht darüber nachgedacht. Umso mehr habe ich mich natürlich darüber gefreut.

Frage:
Welchen Eindruck hatten Sie von dem Wettbewerb? Hat es Ihnen gefallen?
Michaela Karg:
Der Wettbewerb war für mich ein unvergessliches Erlebnis. Es hat sehr viel Spaß gemacht, die ausgearbeiteten Ideen zu präsentieren. Die Siegerehrung verging leider wie im Traum aber ich weiß, dass es ein wunderschöner Moment für mich war.

Frage:
Gibt es bestimmte Erlebnisse aus dem Wettbewerb, die Ihnen besonders in Erinnerung geblieben sind?
Michaela Karg:
Ich glaube für mich wird der gesamte Wettbewerb immer in Erinnerung bleiben.

Frage:
Was war denn der schönste Moment des gesamten Wettbewerbs für Sie?
Michaela Karg:
Der schönste Moment war erstaunlicherweise nicht die Siegerehrung, sondern der Moment in dem ich meine letzte Kreation präsentiert habe. Die ganze Anspannung ist von einem abgefallen und ich war so erleichtert, dass ich alles geschafft habe.

Frage:
Und was war der schlimmste Moment?
Michaela Karg:
Der schlimmste Moment war, als ich am Anfang sofort losgelegt habe, ohne daran zu denken, dass die Schokolade nicht temperiert ist, und dadurch Zeit verloren habe.

Frage:
Nun, Sie haben nicht nur erfolgreich Teil genommen, sondern sind auch als Siegerin aus dem Wettbewerb hervorgegangen. Was bedeutet der Titel „German Chocolate Master“ für Sie persönlich?
Michaela Karg:
Ich merke es vor allem im Betrieb. Viele Menschen sprechen mich darauf an und interessieren sich dafür.

Frage:
Das heißt der Titel hat auch direkte Auswirkungen auf Ihren Beruf?
Michaela Karg:
Ja, auf jeden Fall. Das Interesse seitens der Kunden ist wirklich groß.

Frage:
Frau Karg, wir befinden uns jetzt in der Konditoren-Meisterschule in Köln, wo Sie sich auf das kommende Finale in Paris vorbereiten. Wie sehen diese Vorbereitungen aus?
Michaela Karg:
Zunächst fängt man damit an, sich ein Konzept im Kopf zu überlegen. Man sucht Ideen, bringt sie zu Papier, macht viele Entwürfe und Proben, bis es dann in die Fertigstellung und Feinarbeit geht.

Frage:
Gibt es jetzt einen Unterschied zu den Vorbereitungen auf die Vorentscheidung?
Michaela Karg:
Auf jeden Fall! Denn der Maßstab liegt deutlich über dem nationalen Entscheid. Die Erwartungen sind natürlich viel höher, somit auch der Aufwand in den Vorbereitungen.

Frage:
Bekommen Sie denn auch Unterstützung oder sind Sie ganz auf sich allein gestellt?
Michaela Karg:
Die meiste Unterstützung bekomme ich von Nicht-Fachleuten. Sie inspirieren mich zu neuen Ideen, die ich dann in den Kreationen umsetzen kann. Und es ist auch sehr hilfreich, dass ich hier in der Konditorschule üben kann. Die letztendliche Umsetzung liegt natürlich bei mir.

Frage:
Frau Karg, Sie haben jetzt schon mehrmals das Konzept angesprochen. Setzen Sie bestimmte Schwerpunkte bei Ihren Vorbereitungen?
Michaela Karg:
Schwerpunkte würde ich nicht sagen. Ich versuche alles nacheinander abzuarbeiten. Das Schaustück ist soweit fertig. Einige Feinheiten werden natürlich noch hier und da gemacht – man probiert Dinge aus, doch das Grundkonzept steht. Und ich fange jetzt mit den Pralinen an.

Frage:
Sie haben so eben das Schaustück und die Pralinen angesprochen. Die dritte Aufgabe ist ein Schokoladendessert. Stehen die Kreationen einzeln für sich unter dem Aspekt der Haute Couture oder gibt es einen Zusammenhang?
Michaela Karg:
Ein roter Faden muss durch alle Kreationen erkennbar sein. Haute Couture ist das Thema und durch mein Konzept versuche ich die Kreationen miteinander zu verbinden.

Frage:
Haben Sie eine Lieblingsaufgabe - Schaustück, Dessert oder Praline?
Michaela Karg:
Alle Aufgaben sind für sich sehr schön und interessant. Doch das Schaustück ist meiner Meinung nach das Beste, da man die Möglichkeit hat, sich künstlerisch auszudrücken. Es ist die schönste Art, sich und das Handwerk darzustellen.

Frage:
Es sind noch drei Monate bis zum Finale. Kommt schon langsam die Aufregung?
Michaela Karg:
Diese war auch schon vor drei Monaten da. Die Anfangszeit ist immer am schlimmsten, da man sich viele Gedanken macht und Ideen sucht. Sobald das Konzept steht, wird man ruhiger und kurz vor dem Wettbewerb kann man es kaum erwarten. Das war auch beim letzten Mal so – zwei Wochen vor dem Wettbewerb wollte ich nur noch loslegen.

Frage:
Worauf freuen Sie sich am meisten?
Michaela Karg:
Hmm, das ist schwierig. Zur Zeit freue ich mich darauf, dass das Konzept steht, und ich mit meinen Vorbereitungen fertig werde.

Frage:
Gibt es etwas, was Sie besonders fürchten? Etwas, was schief laufen könnte?
Michaela Karg:
Fürchten? Nicht direkt. Es gibt einige Sachen, die schief laufen könnten, insbesondere beim Transport. Doch ich hoffe, dass wir alles heil nach Paris bekommen.

Frage:
Eine letzte Frage zum Schluss: Frau Karg, Sie kommen aus Franken. Und unsere Leser kommen aus ganz Deutschland. Können Sie uns eine fränkische Spezialität aus dem Konditoreibereich verraten, die man sonst nirgendwo kennt?
Michaela Karg:
Eine typische Spezialität sind „Schneeballen“.

Frage:
Was ist das genau? 
Michaela Karg:
Es ist eine Art Schmalzgebäck in heißem Fett ausgebacken. Angeboten werden diese überall in Franken.

Ich bedanke mich ganz herzlich für das interessante und aufschlussreiche Gespräch und wünsche Ihnen im Namen des gesamten Barry Callebaut Teams noch viel Erfolg und Spaß bei den Vorbereitungen.

Auf Wiedersehen Frau Karg. Wir sehen uns in Paris!

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Veröffentlicht am: 10.07.2009

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