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Teilnahmeaufruf

Bevölkerungsstudie zur Corona-Pandemie startet online

Ab Freitag, 20. März 2020, sind Bürgerinnen und Bürger in Deutschland aufgerufen, an einer breit angelegten Bevölkerungsstudie der Akkon Hochschule für Humanwissenschaften in Kooperation mit der Forsa Sozial- und Politikforschung teilzunehmen.

Die Studie, die online zur Verfügung steht, misst die Betroffenheit, die Risikowahrnehmung und die Verhaltensweisen der Bevölkerung, z.B. zur COVID-19-Prävention. Bevölkerungsschutz-Experte Prof. Dr. Henning Goersch hat die Studie mit seinem Team konzipiert, um detailliert zu untersuchen, wie die deutsche Bevölkerung die Corona-Krise erlebt und bewältigt. Erste Ergebnisse werden ab dem 30. März 2020 vorliegen. Ermöglicht wird die Studie durch die Johanniter-Unfall-Hilfe e.V.

Prof. Dr. Henning Goersch, Studiengangsleiter Katastrophen- und Bevölkerungsschutz, Akkon Hochschule für Humanwissenschaften: „Bisher gibt es nur wenige wissenschaftliche Studien zur Krisenbewältigung der deutschen oder europäischen Bevölkerung bei Pandemien. Mit unserem Forschungsvorhaben nutzen wir die aktuelle Situation, um engmaschig Daten über die Pandemiebewältigung zu erheben. Für die Konzeption künftiger Vorsorge- und Schutzkonzepte ist die Analyse, wie die Bevölkerung mit einer solchen Krise umgeht, essenziell wichtig.“

Prof. Dr. Georg Hellmann, Präsident der Akkon Hochschule für Humanwissenschaften: „Die COVID-19-Pandemie stellt unsere Gesellschaft vor komplett neue Herausforderungen. An der Akkon Hochschule lehren und forschen wir in den Disziplinen Bevölkerungsschutz und internationaler Katastrophenhilfe, aber auch in den Bereichen Medizin, Pflege und Soziales. Daher nutzen wir schon während der Pandemie-Lage unsere interdisziplinäre Expertise, um Daten zu erheben und Ansätze für neue Bevölkerungsschutz-Konzepte zu entwickeln, damit unsere Gesellschaft auf künftige Krisensituationen noch besser reagieren kann."

Risikowahrnehmung und Verhalten im Krisenfall

Die Studie besteht aus vier Teilen, die sich unterschiedlichen Aspekten einer sozialwissenschaftlichen Analyse der aktuellen Situation widmen. Im ersten Teil geht es um die Alltagseinschränkungen der Menschen und ihre hauptsächlich wahrgenommenen Probleme. Die medizinische Betroffenheit spielt dabei eine untergeordnete Rolle. Der zweite Teil untersucht die Wahrnehmung der eigenen Gefährdung sowie die Beurteilung der Information der Öffentlichkeit und des staatlichen Krisenmanagements. Nach der Untersuchung etwaiger Vorsorgemaßnahmen der Bürgerinnen und Bürger im dritten Teil, widmet sich die Studie im vierten Teil dem Verhalten der Bevölkerung in der Corona-Krise.

Mehrstufige Erhebung

Die Bevölkerungsstudie der Akkon Hochschule für Humanwissenschaften zur Corona-Pandemie ist mehrstufig angelegt: Am heutigen Freitag beginnt eine erste Erhebungsphase mit einer in der gesamten Öffentlichkeit breit gestreuten Online-Befragung. Diese ist als so genanntes Panel angelegt, das heißt, Teilnehmende können sich für weitere Befragungen registrieren. So kann über den Verlauf der Corona-Pandemie die Entwicklung verschiedener Indikatoren untersucht werden. Parallel zu der Studie startet zeitgleich und mit demselben Fragebogen eine Onlinebefragung durch die Forsa Sozial- und Politikforschung. In der Kombination beider Erhebungsinstrumente werden methodische Repräsentativität sowie eine weite Befragungsgrundlage sichergestellt, so dass die Ergebnisse besonders aussagekräftig für die Gesamtbevölkerung sind. 



Die Akkon Hochschule für Humanwissenschaften

Die Akkon Hochschule für Humanwissenschaften in Berlin ist seit 2009 Deutschlands erste Hochschule für Humanwissenschaften. Die staatlich anerkannte private Hochschule bietet transdisziplinäre Studiengänge in den Fachbereichen „Pflege und Medizin“, Pädagogik und Soziales“ sowie „Humanitäre Hilfe und Bevölkerungsschutz“. Die Studiengänge richten sich überwiegend an Berufstätige und qualifizieren sie akademisch für erweiterte Fach- und Führungspositionen. In der praxisorientierten Lehre und wissenschaftlichen Forschung arbeitet die Akkon Hochschule eng mit nationalen und internationalen sozialen und humanitären Organisationen sowie öffentlichen Institutionen zusammen.

 


Veröffentlicht am: 20.03.2020

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