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02.07.2020

 

 


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„Mister Two“

... überraschte die Autowelt

„Mister Two“ – Sportwagenfans zaubert dieser Spitzname für den zweisitzigen Toyota MR2 mit Mittelmotor ein Lächeln ins Gesicht. Als das keilförmige Sportcoupé mit drehfreudigem 16-Ventil-Vierzylinder auf der Tokyo Motor Show 1983 Prototyp präsentiert wurde, war das eine Sensation.

Mit Mittelmotor-Layout, klassischem Hinterradantrieb und T-Bar-Roof mit herausnehmbaren Dachhälften differenzierte sich das Leichtgewicht von konventionellen japanischen Sportwagen und traf den Nerv einer Zeit, in der bezahlbare Zweisitzer vom Aussterben bedroht waren.

Seinen internationalen Verkaufsstart feierte der Toyota MR2 deshalb schon im Juni 1984. Es war der Beginn einer globalen Bestsellerkarriere, die drei Generationen des kompakten Renners hervorbrachte, denn der bis 2007 gebaute Toyota MR2 vereinte die Talente eines preiswerten Pulsbeschleunigers mit der Alltagstauglichkeit und Robustheit japanischer Großserientechnik. Die weltweite Sportwagen-Community feierte den 977 Kilogramm leichten und 124 PS (91 kW) leistenden Emotionsträger der Baureihe W10 mit insgesamt über 320.000 Bestellungen und sicherte dem Toyota MR2 so den Status des meistgebauten japanischen Mittelmotor-Zweisitzers.

Der Typencode MR2 versteht sich eigentlich als Kurzform von „Midship Runabout 2-seater“ (kleiner zweisitziger Mittelmotorsportler), aber auch „Midship-engine, rear-drive, 2-seater“ (Mittelmotor, Heckantrieb, 2-Sitzer). Bereits 1976 setzte Toyota die Initialzündung für dieses Mittelmotor-Projekt, denn das auch in der Formel 1 bekannte Midengine-Layout erfuhr damals in vielen kleinen Sportlern kurzzeitig große Popularität. Bei Toyota sollte das kompakte Mittelmotor-Coupé die Nachfolge des legendären Toyota Sports 800 aus den 1960er Jahren antreten und ähnlich wie dieser erste asiatische Gran Turismo mit herausnehmbarem Dacheinsatz wurde auch der MR2 mit T-Bar-Roof fürs Frischluft-Vergnügen entwickelt.

Allerdings handelte es sich nun um geteilte Dachhälften, alternativ gab es ein Glas-Hebedach. Genau mit diesem Fenster zum Himmel avancierte das 3,95 Meter kurze und nur 1,25 Meter hohe Sportcoupé im März 1985 zum Star in den Schauräumen der deutschen Toyota-Händler. Trotzdem wünschten sich hierzulande viele Roadster- und Targa-Fans das besonders in Nordamerika beliebte T-Bar-Roof und so folgte Toyota diesem Kundenwunsch schon 1986. Damit nicht genug, die deutsche Firma Schwan transformierte das T-Bar zu einer klassischen einteiligen Dachöffnung, heute gelten die wenigen bei Schwan umgebauten Toyota MR2 Cabriolets als gesuchte Raritäten.

Der MR2 zeigte von Beginn an die Kondition und Ausdauer eines Langstreckenläufers. Der 4A-GE genannte und im Rallyesport bewährte 16-Ventil-Vierzylinder – übrigens schon ab 1986 mit geregeltem Drei-Wege-Katalysator – vermittelte ab 4500 Umdrehungen vehementen Vorwärtsdrang, wie sonst fast nur weit stärkere Sportwagen. So absolvierte der MR2 den Sprint von null auf 100 km/h in 8,1 Sekunden – ein Wert, mit dem sich Mitte der 1980er Jahre auch hochpreisige italienische Supersportler schmückten. Den Zenit erreichte die Drehzahlnadel im Toyota erst bei 7300 Touren.

Durch die zentrale Anordnung der schweren Massen von Motor und Getriebe zwischen den Achsen verfügen Mittelmotor-Sportwagen über ein neutraleres Fahrverhalten als konventionell konstruierte Automobile mit Front- oder Heckmotor. Sogar ein Problem von Mittelmotorkonstruktionen konnte Toyota beim MR2 lösen: Das geringe Trägheitsmoment um die Hochachse begünstigt die Handlichkeit des Autos. Für optimierte Geradeauslaufstabilität des Toyota MR2 dient an der Hinterachse die Vorspureinstellung von beachtlichen fünf Millimetern.

Bis 1989 verkörperte der Toyota MR2 erfolgreich japanischen Mittelmotor-Sportsgeist, dies auch in damals aufsehenerregenden Zweifarben-Lackierungen und ab 1987 auf internationalen Märkten mit spektakulärer Kompressor-Aufladung für 145 PS (106 kW) Leistung und furiose 0-100-km/h-Beschleunigungswerte von unter 7,0 Sekunden. Dann stand die nächste Generation des MR2 in den Startlöchern – und versprach noch mehr sportliche Leistung.

Foto: Auto-Medienportal.Net/Toyota-Museum

 


Veröffentlicht am: 04.04.2020

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