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19.11.2017

 

 

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Segelyacht - Sportgerät mit hohem Wohnkomfort

Es ist der Standort zwischen Nord- und Ostsee und direkt an der Elbe, der die hanseboot seit Jahrzehnten für die Bootsbranche so interessant macht. Hier sind Segelyacht- und Motorbooteigner zu Hause und bescheren der Internationalen Bootsausstellung in Hamburg, die in diesem Jahr vom 24. Oktober bis zum 1. November stattfindet, seit jeher ein fachkundiges und interessiertes Publikum. Traditionell nutzen die Werften den idealen Orderzeitpunkt im Herbst, um auf der hanseboot ihre neuen Boote zu präsentieren und die Trends für die kommende Segelsportsaison anzukündigen. In diesem Jahr geht der Trend eindeutig zu sportlichen Segelyachten, auf denen gleichermaßen ein komfortables Wohnen möglich ist.

Sportlich segeln bedeutet für die meisten Yachteigner immer etwas schneller zu sein als das Boot voraus oder querab. Dabei muss die Yacht auch von einer kleinen Besatzung einfach und zugleich optimal beherrschbar sein. Schon seit vielen Jahren sind Werften mit so genannten Performance-Cruisern erfolgreich. Das sind Yachten, mit denen man sich erfolgreich an Regatten beteiligen kann, die sich aber genauso gut für komfortable und eben schnelle Urlaubstörns eignen. Heutzutage berücksichtigen so gut wie alle Werften den Aspekt Leistung (Performance) für ihre Flotten reiner Fahrtenyachten (Cruiser).

Auf der hanseboot zeigt sich, dass auch Bootsbauer wie die schwedische Hallberg-Rassy Werft oder Großserienbauer wie die Bavaria Yachtbau GmbH in Giebelstadt bei Würzburg diesem Trend mit ihren Premieren Rechnung tragen. Bei neuen Yachten wie der 9,50 Meter langen Hallberg-Rassy HR 310 oder der HR 342 (Länge: 10,32 Meter) weisen das Verhältnisse von Segelfläche zu Gesamtgewicht sowie die moderne Rumpf- und Kielform auf ein hohes Geschwindigkeitspotential hin – ohne dass dabei der Sicherheitsaspekt vernachlässigt wurde. Zu verdanken ist diese Entwicklung der letzten Jahre dem argentinischen Stardesigner und HR-Hauskonstrukteur Germán Frers. Er hat dafür gesorgt, dass nun auch Hallberg-Rassy-Eigner zum Überholen ansetzen können.

Bavaria holte sich für die beiden Premieren Bavaria 55 Cruiser und 32 Cruiser, die in Hamburg gezeigt werden, sogar die Hilfe des für seine besonders schnellen Rümpfe bekannten Konstruktionsbüros von Bruce Farr. Auch die anderen Fahrtenyachten der Bavaria-Cruiser-Flotte wurden durch mehr Kielgewicht und mehr Segelfläche modifiziert. Während der hanseboot ist in Halle A1 nahezu die gesamte Bavaria Flotte zu sehen.

Der HanseGroup-Konzern aus Greifswald, zu dem mittlerweile auch die Yachtmarken Dehler und Moody zählen, hat für seine Hanse-Yachten von vornherein Wert auf viel Speed und komfortable Wohnmöglichkeiten gelegt. Werft-Chef Michael Schmidt prägte den Begriff der „Crossover-Yachten“, die gleichermaßen Sportlichkeit, komfortablen Lebensraum unter Deck und einfache Bedienbarkeit mit hohem Geschwindigkeitspotential verbinden. Die Greifswalder lassen die Reihe der neuen Hanse-Yachten von knapp neun bis über 16 Meter von dem Konstruktionsbüro Judel/Vrolijk und Co. in Bremerhaven zeichnen. Das Designbüro ist für schnelle Racer bekannt und erlangte mit dem zweimaligen Gewinn des America’s Cup durch den von Rolf Vrolijk konstruierten Schweizer Cupper Alinghi Weltruhm. Die HanseGroup zeigt nahezu ihr gesamtes Programm auf der hanseboot. Präsentiert werden neben sechs Hanse Yachten unterschiedlicher Größe, drei Dehler-Yachten nach einem so genannten „Face lift“ und drei Yachten der Marke Moody.

Immer schon sportlich ausgelegt sind X-Yachts A/S aus Dänemark. Dieser Ausrichtung bleibt man treu, ergänzt jedoch einen Schuss Komfort. So präsentiert die Werft mit der neuen XC-42 eine Premiere, die sie als Cruiser bezeichnet. Mit dieser hochwertigen Fahrtenyacht erfüllen die Dänen Wünsche von Kunden nach mehr Komfort und bieten zugleich ein hohes Geschwindigkeitspotential.

Sportliches, schnelles Segeln erhöht den Spaßfaktor auf dem Wasser. Nur darum geht es bei den modernen, so genannten Daysailern, die als ein weiterer Trend auf der hanseboot auszumachen sind. Daysailer sind tatsächlich Segelyachten, die für den puren Segelspaß entwickelt wurden. Ihre Eigenschaften: großes Geschwindigkeitspotential bei einfacher Handhabung. Wenn dann auch noch ein modernes Design dazu kommt, wecken Segelboote dieser Art Lifestyle-Ambitionen. Hersteller bestätigen, dass dieser Typ Segelboot Neueinsteiger interessiert, die bisher Trendsportarten wie Surfen betrieben.

Werften haben darauf reagiert. Eine Ausnahmerscheinung in dem Angebot der Daysailer ist die 18,62 Meter lange Brenta 60, des italienischen Konstrukteurs Luca Brenta, die jüngst in der Kieler Knierim-Werft gebaut wurde und während der hanseboot vor dem Eingang Mitte der Hamburg Messe Aufmerksamkeit erregen wird. Mit einer Segelfläche von über 470 Quadratmetern auf Kursen vor dem Wind und einer Verdrängung von nur 13 Tonnen ist die Brenta ein „Spaßmacher“ der Luxusklasse, der auf der hanseboot zum Träumen anregt.

Ein weiterer Vertreter des Luxussegments auf der Hamburger Bootsaustellung und annähernd gleich groß ist die 18,86 Meter lange Swan 60. Die neueste Yacht der finnischen Edelwerft Nautor, deren Yachten als Rolls-Royce auf dem Wasser gelten, kommt als Weltpremiere nach Hamburg. Die Yacht präsentiert sich in Halle A1 als moderner Cruiser-Racer des obersten Segments mit einer durch und durch luxuriösen Ausstattung unter Deck. Mit einem Preis von rund 2,1 Millionen Euro in der Grundausstattung gehört die neueste Swan mit zu den teuersten Yachten der diesjährigen hanseboot. In diesem Preissegment bewegen sich auch die 20,12 Meter lange Swan 66 und die 20,60 Meter lange Oyster 655 aus England – beide im hanseboot-Hafen zu sehen.

Auf ihre Kosten kommen auf der hanseboot jedoch auch Freunde des Jollensegelns, was in der Regel für Erwachsene ab rund 4000 Euro Anschaffungspreis beginnen kann. Ein  Beispiel ist die 3,40 Meter lange unverwüstliche Topperjolle von Aqua Marin. Groß im Angebot der kleinen Boote sind jedoch auch schnelle Strandkatamarane von Nacra, Topcat und Hobie Cat.

Zum 50. Jubiläum der Internationalen Bootsausstellung Hamburg präsentieren rund 700 Aussteller aus 30 Nationen an die 1.000 Boote und Yachten – darunter zahlreiche Premieren – sowie internationale Neuentwicklungen bei Ausrüstung und Zubehör. Die hanseboot 2009 vom 24. Oktober bis zum 1. November ist an den beiden Wochenenden (jeweils Samstag und Sonntag) von 10 bis 18 Uhr und von Montag bis Freitag von 10 bis 19 Uhr auf dem Gelände der Hamburg Messe und im hanseboot-Hafen am Baumwall sowie im neuen In-Water hanseboot-Hafen in der HafenCity geöffnet.

Weitere Informationen unter www.hanseboot.de.

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Veröffentlicht am: 08.10.2009

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