Automobil-News vom 11. Juni 2015

Michael Weyland informiert

Graphic: erdgas mobil

Alternative Antriebe sind unverzichtbar, damit im Straßenverkehr der CO2-Ausstoß sinkt. Eine wichtige Option sind Erdgasfahrzeuge, die niedrige Emissionen mit hoher Fahrleistung und ökonomischen Vorteilen kombinieren. Bisher galten Erdgasfahrzeuge als deutlich teurer als konventionelle Antriebe. Dieses Vorurteil ist jedoch überholt: Denn die Anschaffungspreise von Erdgas- und Dieselmodellen haben sich in den letzten Jahren immer mehr angeglichen. Eine Untersuchung von erdgas mobil hat 2014 ergeben, dass der Mehrpreis zwischen Erdgas und Diesel nur noch bei wenigen hundert Euro liegt; bei manchen Modellen sogar darunter. Vergleicht man beispielsweise die ausstattungsbereinigten Preise eines Fiat Panda, ist die Natural Power-Version sogar nur 60 Euro teurer als das Dieselmodell.

Foto: erdgas mobil

Erdgasmotoren wurden in den vergangenen Jahren stetig weiter entwickelt. Sie verfügen nun nicht nur über mehr Power, sondern sind heute auch weitaus effizienter als früher. Das führt zu einem niedrigeren Verbrauch und damit zu höheren Reichweiten im Erdgasmodus. Bis zu 650 Kilometer sind im reinen Erdgasbetrieb möglich. Wird der Benzintank zusätzlich genutzt, steigt die Reichweite auf bis zu 1.380 Kilometer. Auch in Zeiten der niedrigen Ölpreise blieb Erdgas der günstigste Kraftstoff an der Tankstelle. Laut erdgas mobil kostete Erdgas 2014 im Schnitt 0,72 Euro pro Liter (umgerechnet auf Liter Super-Äquivalent).

Graphic: MMD Automobile GmbH

Zu den Grundlagen einer nachhaltig „grünen“ Mobilität zählen nicht nur fortschrittliche Antriebskonzepte wie die des rein elektrischen Mitsubishi Electric Vehicle und des Plug-in Hybrid Outlander, sondern ein ganzheitlicher Ansatz: die Verbindung von Energiemanagement und Mobilität in intelligenten Stromnetzen („Smart grids“) und die Nutzung technischer Potenziale, die dafür in den genannten Fahrzeugen bereits zur Verfügung stehen. Vor diesem Hintergrund präsentiert sich für Mitsubishi auch auf der diesjährigen Münchener „InterSolar Europe“ (10.-12. Juni 2015,), einer weltweit führenden Fachmesse der Solarwirtschaft, als treibende Kraft und Innovator. In Kooperation mit dem spanischen Energieversorger Endesa s. a. präsentiert das Unternehmen erstmals eine bi-direktionale Ladestation (Typ V2G), bei der Fahrzeug und ein modernes, mit „Powerbox“-Schnittstelle ausgerüstetes Fotovoltaikhaus wechselweise als Stromquelle oder als stationärer Pufferspeicher fungieren.

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