Wirtschafts-News vom 25. September 2015

Michael Weyland informiert

(Michael Weyland) Die erste eigene Wohnung, eine Hochzeit, Nachwuchs, eine Gehaltserhöhung oder die bevorstehende Rente - all dies sind klassische Anlässe, um den eigenen Versicherungsschutz zu überprüfen. Denn die meisten Policen wurden ursprünglich bewusst auf die individuellen Bedürfnisse jedes Einzelnen zugeschnitten. "Veränderte Lebenssituationen und -phasen können eine Unter- oder Überversicherung nach sich ziehen", sagen die Experten der Deutschen Vermögensberatung (DVAG) und erklären, bei welchen Versicherungen eine regelmäßige Überprüfung besonders sinnvoll ist und wie Versicherte durch einen Check-up sogar Geld sparen können. Beispiel: Eine Haftpflichtversicherung übernimmt die Kosten von  Schäden, die der Versicherte versehentlich gegenüber Dritten verursacht hat. Besonders bei alten Verträgen ist die Deckungssumme oft zu gering. Im Schadensfall muss der Versicherungsnehmer unter  Umständen für einen Teil der Kosten selbst aufkommen. Moderne Policen liegen bei mindestens fünf Millionen Euro. Ziehen zum Beispiel Lebenspartner in eine gemeinsame Wohnung, kann einer der Verträge - in der Regel der jüngere -aufgehoben und damit Geld gespart werden. Übrigens: Gegenseitige Ansprüche sind bei Verheirateten oder eheähnlichen  Gemeinschaften in der Regel ohnehin ausgeschlossen. Auch in der Hausratversicherung haben neue Verträge oft günstigere Konditionen.  Bei Berufsunfähigkeitsversicherungen sollte man unbedingt die  Rentenhöhe bei Gehaltsanhebung anpassen. Und auch Riester-Verträge sollte man prüfen, um die  maximale staatliche Förderung ausschöpfen.

Im Auftrag des BKK Dachverbandes befragte Kanthar Health 1.004 Personen zu unterschiedlichen Gesundheitsthemen, einige Fragen wurden schon einmal vor sechs Jahren gestellt. Rund um das Thema Krankenhaus ergab sich, dass für die Bürger die Behandlungsqualität offenbar wichtiger ist als die unmittelbare Nähe einer Klinik.    "Die Umfrageergebnisse zeigen, dass viele Bürger sich mit dem Thema Krankenhaus beschäftigt haben. Gerade die überdurchschnittlich hohe Bereitschaft der Berufstätigen, für gute Qualität im Krankenhaus auch längere Wege zu akzeptieren zeigt, dass die Bundesbürger nicht nur bei technischen Geräten oder Autos auf Qualitätssiegel und TÜV-geprüfte Standards vertrauen. Es ist höchste Zeit, die Debatte um eine Krankenhausreform vom Kopf auf die Füße zu stellen: Die Patienten haben erkannt, dass es nicht darum geht, bei der Klinikdebatte um Standorte zu feilschen, sondern um eine tief gehende Qualitätsdebatte, sagt man beim BKK Dachverband.  Bürger akzeptieren Qualitätsparameter für Krankenhäuser - für fast 80 Prozent darf das Qualitäts-Krankenhaus weiter weg sein.

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