Wirtschafts-News vom 28. Oktober 2015

Michael Weyland informiert...

(Michael Weyland) 6 von 10 Deutschen würden gerne ihre Hausbank wechseln – lediglich 20 Prozent setzen diesen Wunsch aber auch um. Eine Scheidung ist für Deutsche somit wahrscheinlicher als ein Kontowechsel. Laut Statistischem Bundesamt wurde 2014 in Deutschland knapp jede zweite Ehe geschieden – ähnlich wahrscheinlich ist es, den Stromanbieter oder den Telefonanbieter zu wechseln. Wie erklärt sich also die besonders hohe Zurückhaltung beim Kontowechsel? „Es ist einfach der Aufwand, der die Menschen abschreckt. So wird trotz Unzufriedenheit mit der Hausbank kein Wechsel vollzogen“, erklärt man bei der FinReach GmbH. Diesem Aufwand wirkt ab 2016 eine neue Richtlinie der Bundesregierung entgegen. Das Ziel hierbei: Den Kontowechsel für alle Bürger zu vereinfachen. So soll es künftig nicht mehr nötig sein, Lastschriftverfahren und Daueraufträge manuell umzuziehen. Diesen Vorgang werden in Zukunft die Banken für den Kunden übernehmen. Der Verbraucher muss sich beim Kontowechsel somit nur noch an ein Institut – seine neue Bank – wenden. Der Aufwand und damit die Hürden des Kontowechsels werden für den Verbraucher reduziert. Während sich viele Kreditinstitute erst durch den Druck der neuen Richtlinie mit der Vereinfachung des Kontowechsels beschäftigen, existiert auf Seiten der Startups bereits eine Lösung : Das Berliner Fintech-Startup FinReach verspricht heute schon einen Kontowechsel-Service in 5 Minuten. Der Umzug von Lastschriften und Daueraufträgen per Smartphone oder Tablet vollzieht sich mit der FinReach-Lösung im Handumdrehen.

Moderne Kraftfahrzeuge gleichen inzwischen fahrenden Computern. Das bringt viele Vorteile, aber auch eine Reihe von Problemen mit sich, erklärt der Bundesverband öffentlich bestellter und vereidigter sowie qualifizierter Sachverständiger (BVS). Während die Manipulation mechanischer Tachometer noch äußerlich sichtbare Spuren hinterließ, erfolgt sie heute mit dem richtigen technischen Gerät minutenschnell und äußerst diskret. Und lukrativ ist die einfach ausführbare, aber schwer nachweisbare Manipulation für Betrüger allemal: Der Kaufpreis eines Gebrauchtwagens lässt sich mit wenig Arbeitsaufwand und Risiko erheblich steigern; die Laufleistung ist eine der wichtigsten Kennziffern für die Kfz-Wertermittlung. Nach offiziellen polizeilichen Schätzungen könnten bis zu 30 Prozent aller Gebrauchtwagen von Manipulationen betroffen sein. Es handelt sich demnach um ein Massenphänomen, das Schäden in Milliardenhöhe verursacht.

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