Bikulturelle Beziehungen

Große Mehrheit ist skeptisch

Dies ist aktuell Deutschlands große Herausforderung: Nach Ansicht des Bundespräsidenten „soll nun zusammenwachsen, was bisher nicht zusammengehörte“ – und er meint damit Menschen verschiedener Herkunftsländer, Religionen, Hautfarben und Kulturen.

Die Offenheit für Beziehungen untereinander ist zweifellos ein guter Anhaltspunkt für das Gelingen. Die Top-5-Singlebörse bildkontakte.de wollte es genauer wissen. Sie hat unter ihren mehr als drei Millionen Mitgliedern eine Umfrage durchgeführt – mit ernüchterndem Ergebnis.

Insbesondere Männer haben grundlegende Vorbehalte: Für nur 15 Prozent kommt eine Frau aus einem anderen Kulturkreis als Partnerin überhaupt infrage. „Nahezu jeder dritte Mann (31 Prozent) schließt eine solche Beziehung kategorisch aus“, erläutert Christian Kirschey, Geschäftsführer von bildkontakte.de. Bei den Frauen sind es sogar 51 Prozent, die einer bikulturellen Partnerschaft eher ablehnend gegenüberstehen oder das Zustandekommen bestenfalls vom Einzelfall abhängig machen.

Liebe über alle Grenzen – das birgt Konfliktpotenzial


Während zwei Drittel der Männer unterschiedliche Sichtweisen hinsichtlich Sexualität und Partnerschaft als größte Schwierigkeit in einer bikulturellen Beziehung benennen, bewerten Frauen Missverständnisse durch sprachliche Barrieren als problematisch (54 Prozent). Mit je etwa 50 Prozent sehen Frauen und Männer religiöse Differenzen gleichermaßen kritisch.

Doch bikulturelle Partnerschaften bieten auch Chancen: Ein größeres Verständnis für die Kultur des Partners fördere Toleranz und Flexibilität – darin sind sich die Geschlechter einig. Rund die Hälfte der Befragten bestätigt, neue Erfahrungen erweitern den persönlichen Horizont und helfen, die interkulturelle Verständigung zu verbessern.

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