Wirtschafts-News vom 10. Mai 2016

Michael Weyland informiert

(Michael Weyland) Über wenige Themen kann man sich so schön streiten wie über das „Riestern“.  Während es die einen für den Stein der Weisen halten, sind die anderen der Ansicht, es ist völlig unsinnig. Die Wahrheit liegt wie immer irgendwo dazwischen!

In der aktuellen Debatte rund um Altersarmut und Rente kommt Riester schlecht weg. Denn leider tummeln sich am Markt nach wie vor zu teure Produkte. Eine neue Analyse des gemeinnützigen Verbrauchermagazins Finanztip zeigt jedoch: Wer den RICHTIGEN Vertrag ausfindig macht, kann von der staatlich geförderten Vorsorge deutlich profitieren.

Insbesondere lohnen Sparpläne mit Aktienfonds für Riester-Sparer, die noch mehr als 20 Jahre Zeit bis zur Rente haben. Dabei kommt es auf die richtige Balance zwischen Renditechancen und Kosten an. Der Riester-Fondssparplan ist beliebt: Immerhin jeder fünfte Riester-Sparer hat Ende 2015 mit Aktien gespart. Allerdings, so sagt man bei Finanztip, seien die Unterschiede, sowohl in der Anlagestrategie als auch bei den Kosten, enorm. Das Spektrum reicht von teuren, renditeschwachen bis hin zu günstigen und renditestärkeren Fondssparplänen. Riester-Sparer sollten daher ganz genau darauf achten, welchen Vertrag sie abschließen. "Kosten und Renditeaussichten müssen im richtigen Verhältnis stehen", so Finanztip. Finanztip hat die acht wichtigsten Riester-Fondssparpläne auf verschiedene Kriterien hin untersucht, darunter die zu erwartenden Kosten, das Anlagemodell, die Fondsauswahl und die Bonität des Anbieters.  Wichtig sind vor allem staatliche Zulagen und Steuervorteile. Dabei fällt rechnerisch die Förderung umso mehr ins Gewicht, je weniger Rendite die Anlage selbst liefert. Sollte sich die Fondsanlage im schlimmsten Fall gar nicht verzinsen und dem Sparer blieben lediglich seine eingezahlten Beiträge und die staatlichen Zulagen, sorgt allein die Förderung für eine ordentliche Rendite. So beläuft sich das Renditeplus für einen Single, der 50.000 Euro im Jahr verdient und noch 30 Jahre bis zur Rente hat, auf etwa 3,3 Prozent pro Jahr.  Finanztip hat den Renditeaufschlag durch Förderung für die Ansparphase berechnet. Auf die gesamte Lebenszeit des Sparers gerechnet fällt er geringer aus, weil Riester-Renten im Alter voll versteuert werden müssen. Die große Mehrheit der Sparer profitiert aber, da deren persönlicher Steuersatz als Rentner deutlich geringer ist als während des Berufslebens.

Detaillierte Informationen gibt es unter www.finanztip.de/riester/riestern-mit-fonds/

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