Morgengruß von Helmut Harff: Danke!!!

… am Welttag der Dankbarkeit

Heute ist der Welttag der Dankbarkeit. Dieser Tag wird spätestens seit 1977 begangen und gilt vielen als Ergänzung zum ebenfalls am 21. September begangenen Internationalen Tag des Friedens.

Für den Frieden sind wir Deutschen seit Jahrzehnten, gehen für ihn auf die Straße, haben uns sogar mit der Polizei am Weltfriedenstag geprügelt. Hat schon mal jemand davon gehört, dass jemand am 21. September für mehr Dankbarkeit demonstriert hat? Hat jemand schon mal davon gehört, dass es eine Demo vor einer Polizeiwache, vor einer Feuerwache, vor einem Pflegeheim, vor einem Krankenhaus gab, bei der es darum ging, sich zu bedanken? Ich nicht.

Der Tag der Dankbarkeit, der passt irgendwie nicht so zu uns, denn außer in der Werbung kommt Dankbarkeit zumindest im öffentlichen Leben nicht so häufig vor. Dankbarkeit, das fällt uns schwer. Schön, wenn uns andere ihrer Dankbarkeit versichern, wenn der Partner vor Dankbarkeit zerfließt, wenn der Nachwuchs dankbar ist, wenn man als Chef dankbare Mitarbeiter hat, dann mag man das schon. Zur Not kauft man den bewussten Kasten Konfekt um Danke zu sagen.

Und doch, es schadet dem eigenen Ruf, auch dem Ruf als harter Kerl nicht, seine Dankbarkeit zu zeigen. Dankbarkeit muss man nicht unbedingt mit Pralinen oder noch teureren Geschenken zeigen. Häufig reicht ein einfaches Danke, ein freundlicher Händedruck, verbunden mit einem Lächeln.

Danke, dieses Wort sollte, nein muss in unserem täglichen Sprachgebrauch einen deutlich größeren Platz einnehmen. Sich bedanken macht viel mehr Spaß, als ständig zu meckern. Mir  macht es vor allem Spaß, sich bei unfreundlichen Zeitgenossen zu bedanken. Man kann diese Menschen damit so schön verwirren. Bedanken Sie sich beispielsweise mal bei jemand, der sie voller Entrüstung darauf hinweist, dass Sie ihren Müll nicht richtig trennen. Sagen Sie ihm Danke dafür, dass er sich so für die Umwelt einsetzt.

Ich habe mir schon lange angewöhnt, mich zu bedanken. Das fällt nicht schwer, tut nicht weh und hat zumindest zur Folge, dass auch anderen Menschen das Wort Danke über die Lippen kommt.

Heute sage ich Bauer Heinz Hartweger und seiner Frau Gerhild ganz herzlich danke. Das Ehepaar sind die unwahrscheinlich engagierten und phantasievollen Besitzer vom Landgut Moserhof in Kärnten. So perfekten Gastgebern kann man eigentlich nicht genug danken, ich jedenfalls ziehe meinen Hut vor beiden.

Allen anderen sage ich gerade heute Danke!

Wir, die beste Frau der Welt und ich, schlendern von unserem Moserhof-Landhaus zum Frühstück. Anschließend werden wieder die Wanderschuhe geschnürt.

Ich wünsche Ihnen ein genussvolles Frühstück.

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