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22.11.2017

 

 

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PICASSO! in Cottbus

Nicht versäumen: Das Ballett von Lode Devos

(Helmut Harff) Cottbus ist nicht nur die „Hauptstadt“ der Lausitz und ein Hochschulstandort, Cottbus ist auch künstlerisch wertvoll. Verantwortlich dafür ist maßgeblich das Staatstheater Cottbus, ein wunderschöner  Bau, der 1908 eingeweiht wurde.

Doch im Dreisparten-Theater blickt man nicht zurück, sondern ist so modern wie nur irgend möglich. Ja, hier schafft man es, künstlerische Highlights auf  die Bühne zu bringen. Das gelang vor kurzem dem kleinen nur neun Frauen und Männer umfassenden Ballettensemble mit dem Ballettabend „Picasso!“. Dem belgischen Chorografen und Béjart-Schüler Lode Devos gelang ein Abend, der seines Gleichen sucht und den man so auch von berühmteren Compagnies nur höchst selten zu sehen bekommt.

Im kleinen aber feinen Programmheft heißt es: „In „Picasso!“ überträgt Devos die Dynamik der Werke Picassos in tänzerische Energie und Bewegungsformen. So entwickelt und verändert sich die Choreographie gemäß den Schaffensphasen Picassos auf allen Ebenen: in der Tanzsprache, im Kostüm, im Bühnenbild. Diese Freiheit, die nichts von vornherein ausschließt und auf Akzeptanz, Annäherung und Verwandlung beruht, ist jedoch immer gefährdet. Davon handelt der zweite Teil des Balletts. Im Mittelpunkt steht Picassos Bild „Guernica“, das den spanischen Bürgerkrieg thematisiert. Bühne und Kostüme sind radikal verändert, die Tanzsprache und die Musik ebenfalls. Picasso und seine Kunst überdauerten jedoch auch die fundamentale Gefährdung durch die Repressionen des Krieges.“

Das klingt ziemlich theoretisch, doch was da im von Lode Devos und Hans-Holger Schmidt entworfenen Bühnenbild passiert, ist eine tänzerische Explosion der Sonderklasse. Es zeigt sich, dass das kleine Ensemble nur aus ausgezeichneten Solisten besteht. Jemand herauszuheben verbietet sich einfach. Man muss kein Picasso-Kenner sein, um fasziniert von dem zu sein, was da auf der Bühne in Cottbus passiert.

Geht es im ersten Teil noch farbenfroh zu – die Kostüme entwarf die ehemalige Startänzerin Anne-Frederique Hoingne  - wird es im zweiten Teil düsterer und staubiger. Das Thema ist dann das wohl bekannteste Picasso-Gemälde „Guernica“, das den spanischen Bürgerkrieg thematisiert. Was hier die Tänzerinnen und Tänzern  Greta Dato, Inmaculada Marín Lopéz / Sara Peña, Denise Ruddock, Venira Welijan, René Klötzer, Stefan Kulhawec, Niko Ilias König, Joe Monaghan und Jason Sabrou gelang, verdient einfach größte Hochachtung. Nicht nur, dass die Bühne mit Sand oder etwas ähnlichem gefüllt war, stammt die Musik auch noch vom modernen polnischen Komponisten Krzysztof Penderecki. Das sind gleich zwei Herausforderungen für die Tänzerinnen und Tänzer, die die Cottbuser mit Bravur meistern.

Ich ziehe meinen Hut ganz tief vor der Cottbuser Compagnie und empfehle jedem Ballettfan die Reise nach Cottbus. Diesen Trip in die so gern geschmähte Provinz wird man garantiert nicht bereuen.

Weitere Aufführungstermine:

06.04.2017, Donnerstag, 19:30 Uhr
16.04.2017, Sonntag, 19:00 Uhr
06.05.2017, Samstag, 19:30 Uhr
30.05.2017, Dienstag, 19:30 Uhr
15.06.2017, Donnerstag, 19:30 Uhr
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Fotos: © Marlies Kross

 


Veröffentlicht am: 17.03.2017

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