Vatertag - Tag der junger Komasäufer

Wegen Alkoholvergiftung kommen fünfmal mehr junge Männer ins Krankenhaus



Trinken bis der Arzt kommt: Am Vatertag steigt die Zahl jugendlicher „Komasäufer“ drastisch an. Das zeigt eine aktuelle Krankenhausstatistik der DAK-Gesundheit für die vergangenen drei Jahre.

Nach Analyse der Krankenkasse wurden an den Vatertagen fast fünfmal so viele 16- bis 20-Jährige nach Alkoholmissbrauch in einer Klinik behandelt wie im Jahresdurchschnitt.

Laut Statistik der DAK-Gesundheit landeten von Anfang 2014 bis Ende 2016 im Durchschnitt täglich 2,4 männliche Jugendliche zwischen 16 und 20 Jahren wegen Alkoholmissbrauch im Krankenhaus. An Vatertagen waren es mit 12 Fällen statistisch fünfmal so viele. Allerdings ist die Zahl der jungen Vatertags-Komasäufer rückläufig: Waren es 2014 noch fünfzehn, so zählte die Krankenkasse 2015 dreizehn und 2016 nur noch acht Fälle unter ihren männlichen Versicherten. „Das ist ein positiver Trend“, kommentiert Ralf Kremer, Suchtexperte der DAK-Gesundheit, die Ergebnisse. „In Deutschland kennen anscheinend immer mehr junge Männer ihre Grenze beim Alkohol, selbst am Vatertag.“

Bei Auswertung aller Altersgruppen ergibt sich keine Auffälligkeit für den Vatertag. Von 2014 bis 2016 kamen statistisch jeden Tag 45,3 männliche Alkoholopfer in eine Klinik. An den Vatertagen lag die Gesamtzahl im Durchschnitt mit 45,7 Fällen kaum höher.

Mit Blick auf die relativ hohen Zahlen jugendlicher „Komasäufer“ an den Vatertagen erinnert die DAK-Gesundheit an die Vorbildfunktion der Eltern. „Jugendliche orientieren sich stark an dem, was Erwachsene ihnen vorleben“, sagt Kremer. „Gerade beim Alkoholkonsum sollten Eltern immer vor Augen haben, dass Kinder ihr Verhalten grundsätzlich als erstrebenswert ansehen und kopieren.“

Foto: Pixabay

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