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23.09.2017

 

 

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Lauffener Weingärtner eG will Innovationsführer bleiben

Neue Sorten im Programm

(wg) Die Lauffener Weingärtner eG will der Innovationsführer unter den württembergischen Weingenossenschaften bleiben. „Unser Ziel ist es, auch weiterhin durch neue Rebsorten und besondere önologische Verfahren Impulse zu setzen und unseren Kunden einzigartige und markante Weine anzubieten“, sagt Vorstandschef Dietrich Rembold.

Inzwischen haben die Weingärtner in ihren Rebflächen in Lauffen und Mundelsheim 43 Rebsorten im Anbau. „Diese Sortenvielfalt und der Ausbau im Keller, zum Beispiel mit Holzvarianten, ermöglicht uns, den Freunden unserer Weine völlig neue Geschmackserlebnisse zu bieten“, erklärt Kellermeister Michael Böhm. Er kann sich sogar (langfristig gedacht) vorstellen, dass angesichts des Klimawandels künftig am Neckar auch südländische Rebsorten wie z.B. Primitivo angebaut werden.

Die aktuelle Innovation der Lauffener Weingärtner sorgte für einen absoluten Renner. Mit dem zur Internationalen Weinmesse ProWein im Märzvorgestellten „Lesestoff“ konnte die Katzenbeißer-WG erfolgreich im Markt punkten: Inzwischen wurden von der Rotwein-Cuvée aus Cabernet-Sorten deutschlandweit fast 100 000 Flaschen abgesetzt. „Diesen breiten und schnellen Starterfolgeiner Markteinführung  gab es zuvor noch nie“, bilanziert Marian Kopp, der Geschäftsführende Vorstand, erfreut den Verkaufsschlager. Und er verspricht bereits heute, zur ProWein 2018 in Düsseldorf eine weitere Innovation aus der Hölderlinstadt vorzustellen.

Weitere Novitäten im Portfolio der größten württembergischen Einzel-Weingärtnergenossenschaft waren in diesem Jahr der zwölf Monate im Betonfass ausgebaute Grauburgunder Betonique, der neue Rebsortenwein Sauvignon Cita aus Mundelsheim, eine in Weinsberg entwickelte Kreuzung aus Sauvignon Blanc und Riesling, sowie vor einigen Jahren bereits der Verkaufsschlager Blanc des Noirs „Schwarz/Weiß“, ein weißgekelterter Schwarzriesling.
   
Außerdem gründeten die Lauffener Weingärtner 2012 mit zwei Partnergenossenschaften das Gemeinschaftsprojekt „Württemberger Weinbergwerk“ zur Förderung des Weinbaus in den Steillagen. Lauffen und Mundelsheim verfügen mit 106 ha über die größte Steillagenfläche in Württemberg.
   
„Nicht nur wir als Vorstand sind innovationsfreudig, sondern auch unsere Mitglieder“, stellt Dietrich Rembold zufrieden fest.Deshalb kann die größte Einzel-Weingärtnergenossenschaft in Württemberg ihre Strategie fortsetzen, ideenreich und mit absolutem Qualitätsanspruch auf dem hart umkämpften Weinmarkt zu überzeugen und erfolgreich zu agieren. Nicht von ungefähr hat die Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) die Lauffener Weingärtner seit 13 Jahren ununterbrochen als „bester Weinerzeuger in Württemberg“ prädikatisiert.

Neben der ständigen Erweiterung des ohnehin schon breiten Sortiments wird in Lauffen und Mundelsheim auch die Nachwuchsförderung groß geschrieben. So gehört die 2007 gegründete Lauffener Vinitiative zu den ersten Jungwinzervereinigungen im deutschen Weinbau, deren Arbeit bereits mit dem Deutschen Rotweinpreis sowie dem Jungwinzer-Preis verschiedener Organisationen gewürdigt wurde.Das Ziel ist es „Weine von allerhöchster Güte, eigenständig und einzigartig, mit klarem Charakter und einem unverwechselbaren Bekenntnis zu ihrer Herkunft“ zu machen.

„Wir haben angesichts vieler Jungwinzer keine Nachwuchsprobleme“, konstatiert Dietrich Rembold. Auch die Zahl der Vollerwerbsbetriebe – 80 in Lauffen, 8 in Mundelsheim – ist seit Jahren konstant, auch dank der nachfolgenden Generationen.  Zudem wachse die Rebfläche jährlich um ca. 10 ha, was nicht auf neue Mitglieder zurückzuführen ist, sondern auf die Pacht zusätzlicher Weinberge durch bestehende Mitglieder.
  
Angesichts der verschärften Wettbewerbs-Situation zwischen deutschen und ausländischen Weinen ist Michael Böhm froh, dass die Lauffener Weingärtner „die ganze Bandbreite“ des Weines abdecken können. „Der Handel brauchtim Grunde keine Auslandsweine mehr, weil wir als deutsche Erzeuger inzwischen hier die Geschmackserlebnisse in der ganzen Breite abdecken können“, erklärt der Kellermeister. Mehr als 150 Sekte und Weine in unterschiedlichen Gebinden und Qualitätsstufen im Angebot alleine bei den Lauffener Weingärtnern sprechen für sich.
  
Für Marian Kopp endet die Innovationsfreude jedoch nicht im Weinberg und im Keller. „Mehr als 70 unsere Weine erhalten demnächst eine neue Ausstattung in Form moderner Etiketten und Verschlüsse“, berichtet der Geschäftsführende Vorstand. Die Regalpräsenz sei gerade für die Lauffener Weingärtner, die drei Viertel ihrer Weine im Lebensmittel-Einzelhandel absetzen, eine Herausforderung. „Beim Erstkauf ist das Aussehen oft das Wichtigste. Beim Wiederkauf - wenn auch der Wein sein Leistungsversprechen einlöst - haben wir den zufriedenen Kundenerreicht“, erklärt der Vermarktungs-Profi die Strategie.
 
Offenbar eine erfolgreiche – denn mit 24,6 Millionen Euro hat die Genossenschaft aus der Hölderlinstadt im vergangenen Jahr einen Rekordumsatz erreicht. Auch im laufenden Jahr rechnen die Lauffener Weingärtner mit einem Wachstum im gehobenen Segment, und möchten sich „besser als der - aktuell schwierige - Markt“ entwickeln.

 


Veröffentlicht am: 11.09.2017

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