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23.10.2017

 

 

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Max Beckmann auf der Spur

... ist man im Museum Lothar Fischer

Der 1884 in Leipzig geborene Maler, Grafiker, Bildhauer und Hochschulprofessor Max Beckmann, der 1937 als »entarteter« Künstler aus Deutschland nach Amsterdam floh und 1950 in New York verstarb, war ein künstlerischer Einzelgänger.

Er zählt zu den wichtigsten Vertretern der Moderne und wirkte inspirierend auf zahlreiche Nachkriegskünstler. So auch auf die 1957 von Lothar Fischer, Heimrad Prem, Helmut Sturm und HP Zimmer in München gegründete Gruppe SPUR, die bis 1965 fortbestand. Unter dem Titel »Max Beckmann auf der SPUR« gibt diese in zwei Teile gegliederte Ausstellung einerseits einen guten Einblick in das zeichnerische OEuvre Beckmanns und verdeutlicht andererseits erstmals seinen künstlerischen Einfluss auf die SPUR.

Der erste Ausstellungskomplex zeigt anhand von ausgewählten Bleistift-, Kohle-, Kreide- und Pastellzeichnungen Beckmanns vielfältige Arbeitstechniken und unterschiedliche Bildsujets wie Akt, Stillleben, Interieur, Landschaft oder Porträt. Zudem wird sein Werkverlauf, beginnend mit einem Akt von 1914 und abschließend mit einem Porträt von 1950, im Überblick sichtbar. Gerade in den Porträts wie Naïla (Abb. Titel) reflektiert der Künstler die persönlichen Beziehungen zu seiner Familie, seinen Frauen und seinen Freunden. Obgleich das zeichnerische Werk insgesamt als eigenständiger Werkblock verstanden werden sollte, lassen sich immer wieder Verbindungen zu berühmten Gemälden in Museen im In- und Ausland herstellen. Die hier gezeigten Blätter sind vornehmlich Leihgaben aus dem Nachlass von Max Beckmanns zweiter Frau, Mathilde Q. Beckmann, im Museum der bildenden Künste Leipzig.

Der zweite Teil des Projekts stellt Beckmanns großformatiges, elf Lithografien beinhaltendes Mappenwerk Die Hölle von 1919 ins Zentrum der Betrachtung. Ausgehend von dieser Grafikserie, die die SPUR nachweislich um 1960 bei Beckmanns regsamem Kunsthändler und Sammler Günther Franke in München gesehen hatte, wird in der Gegenüberstellung mit SPUR-Werken der Rückbezug auf Beckmann deutlich. Doch nicht nur Die Hölle faszinierte, sondern auch das berühmte Gemälde Die Nacht von 1918/19, das sich damals ebenfalls im Besitz Frankes befand. Vor allem die kantigen Figurenkompositionen um 1920 regten 40 Jahre später die SPUR bildnerisch an.

»…von Zeit zu Zeit«, so HP Zimmer, »ging ich zu Günther Franke und ließ mir Beckmann-Bilder zeigen, um bei all dem Informel nicht ganz zu vergessen, dass man auch Figuren zeichnen kann (…). Da bot sich der Rückgriff auf Beckmanns nervös abgehackten Facettenstil an, als  konsequent durchgeführte Fuge von Überschneidungen. So entstanden Bilder mit Raumsog…« Folglich entwickelte die SPUR ihre facettierten Malereien, Plastiken und Zeichnungen wesentlich in Orientierung an Beckmanns Malstil um 1920.

Zudem stellte der Jahrhundertkünstler aus Leipzig für die gesellschaftskritische SPUR, die im Deutschland der 1960er Jahre im Fokus von Kunst, Gesellschaft und Politik agierte, eine wichtige sozialkritische Künstlerpersönlichkeit dar.

Max Beckmann auf der Spur
22. Oktober 2017 – 14. Januar 2018

Museum Lothar Fischer
Weiherstraße 7a, D-92318 Neumarkt i.d.OPf.
Tel. +49 (0) 9181 – 51 03 48
Fax +49 (0) 9181 – 51 1 3 92
www.museum-lothar-fischer.de

Bild:
Porträt Naïla, um 1923
Kreide/Kohle/Bütten
Museum der bildenden Künste Leipzig
Nachlass Mathilde Q. Beckmann

 


Veröffentlicht am: 10.10.2017

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