Kunst darf nicht überall alles

#DerKunstihreFreiheit

100 Jahre alt. Und noch immer zu gewagt? Diese gesellschaftskritische Frage stellt die aktuelle WienTourismus-Kampagne in Deutschland und Großbritannien. In deren Zentrum stehen Aktdarstellungen Egon Schieles, die bis Ende November in London, Hamburg und Köln für Diskussionen über Freiheit von Kunst und Interesse an der Wiener Moderne sorgen.

„Wir affichieren Schieles Bilder in der Öffentlichkeit, mussten dafür aufgrund geltender Werbevorschriften Teile von ihnen verdecken – das zeigt, dass sie selbst 100 Jahre später immer noch als gewagt empfunden werden. Damit unterstreichen wir unsere Kernbotschaft: die Protagonisten von damals waren ihrer Zeit voraus. So weit, dass selbst heute noch über sie diskutiert wird“, erklärt Wiens Tourismusdirektor Norbert Kettner den Hintergrund der Kampagne. Mit den Absagen ursprünglich bestätigter Sujets in Sozialen Medien und klassischen Onlinemedien stellt sich die Frage nach der Verträglichkeit nackter Tatsachen auch im virtuellen Raum.

Die Wiener Moderne war eine der wichtigsten Kunst- und Kulturepochen. 1918 starben vier ihrer Protagonisten: Gustav Klimt, Egon Schiele, Otto Wagner und Koloman Moser. 100 Jahre später feiert Wien ihr Wirken und das so vieler anderer Persönlichkeiten wie Freud, Mahler, Schönberg, Wittgenstein, Zuckerkandl und Co. sowie die großen Errungenschaften, die in Wien um 1900 entstanden.

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